Die Diskussion um die Olympischen und Paralympischen Spiele in Deutschland nimmt Fahrt auf. Das Rektorat der Deutschen Sporthochschule Köln hat sich klar für die Initiative des Deutschen Olympischen Sportbundes ausgesprochen. Der Plan, sich für die Spiele im Jahr 2036 oder später zu bewerben, wird von der Hochschule aktiv unterstützt. Der positive Ausgang eines kürzlich durchgeführten Bürgerentscheids wurde als Zeichen für die gesellschaftliche Akzeptanz gewertet und zeigt, dass das Interesse aus der Bevölkerung an den Spielen groß ist.

Was wäre das Besondere an diesem Großereignis? Internationale Sportveranstaltungen können, wenn sie verantwortungsbewusst geplant sind, nachhaltige positive Effekte auf die Gesellschaft haben. Herausforderungen wie Bewegungsmangel und der gesellschaftliche Zusammenhalt sollen in den Mittelpunkt rücken. Die Deutsche Sporthochschule Köln möchte dabei als wissenschaftlicher Partner zur Seite stehen und nicht nur als Durchführungsort auftreten.

Nachhaltigkeit im Fokus

Die Olympischen Spiele werfen auch Fragen der Nachhaltigkeit auf. Wie kann man die enormen CO2-Emissionen, die mit solchen Großereignissen verbunden sind, reduzieren? Ein Blick auf die Olympischen Sommerspiele in Paris 2024 zeigt, dass hier ehrgeizige Ziele gesetzt werden. Die Veranstalter streben an, die CO2-Emissionen auf maximal 1,75 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente zu begrenzen. Vergleichsweise liegt der CO2-Fußabdruck früherer Spiele im Durchschnitt bei gut 3,5 Millionen Tonnen CO2, was den Emissionen von über 750.000 Haushalten entspricht. Hier müssen insbesondere die Bauprojekte und die Anreise von Zuschauern berücksichtigt werden, die einen großen Anteil ausmachen, wie wissen.de erläutert.

Paris 2024 plant eine grüne Olympiade, bei der 95 Prozent der Wettkämpfe in bestehenden oder temporären Sportstätten stattfinden. Ein neues Wassersportzentrum wird errichtet, und beim Bau des olympischen Dorfes kommen kohlenstoffarme Technologien zum Einsatz. Ein wichtiges Ziel ist es, den CO2-Ausstoß um 30 Prozent pro Quadratmeter im Athletendorf zu senken.

Lehren für die Zukunft

Natürlich gibt es auch Kritik. Laut einer Studie im Journal Nature Sustainability haben frühere Spiele immer wieder Schwierigkeiten gehabt, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, und viele beschreiben sich als „grün“, ohne es tatsächlich zu sein. Das Beispiel der Pariser Spiele zeigt jedoch, dass ein Umdenken nötig ist. Der Einsatz von nachhaltigen Materialien und der Fokus auf lokale und pflanzliche Lebensmittel für die Athlet:innen sind Schritte in die richtige Richtung.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Schweizer Stadt Genf hat diese Debatte ebenfalls aufgegriffen, indem sie die sozialen Aspekte des Klimawandels betont. Um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und Schäden durch klimatische Veränderungen abzumildern, sind langfristige und gut durchdachte Konzepte gefordert. Hier könnte die Deutsche Sporthochschule Köln wertvolle Impulse geben und ihr Wissen in die Bewerbung um die Spiele einbringen. Sie will nicht nur bei der Durchführung der Spiele unterstützen, sondern auch als Partner in der Forschung auf Nachhaltigkeit, Inklusion und Gesundheitsförderung setzen.

Die Voraussetzungen scheinen nicht schlecht: In NRW haben 17 Kommunen ihre Unterstützung der Bewerbung erklärt, mit Köln als führende Stadt. Damit soll ein zukunftsorientiertes und nachhaltiges Modell geschaffen werden, das internationale Aufmerksamkeit erregt. Die Schneeberg-Runde ist sich einig: Ein systematisches Vorgehen kann dazu beitragen, negative Folgen frühzeitig zu erkennen und diesen entgegenzuwirken. Der multifunktionale Nutzen von Sportstätten nach den Spielen steht im Zentrum der Überlegungen.

Insgesamt hängt der Erfolg dieser großen Initiative nicht nur von der Planung, sondern auch von einer breiten gesellschaftlichen Akzeptanz und Beteiligung ab. Mit einer Adresse an die Bürger, die mitgestalten können, und durch innovative Konzepte könnte KölnRheinRuhr tatsächlich eine Vorreiterrolle im Sinne der Nachhaltigkeit und Gemeinschaftsbildung übernehmen.