Am Campus der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) sorgt der Eichenprozessionsspinner für Beunruhigung. Seit dem 29. Mai 2026 ist bekannt, dass zwei Eichen östlich der Zentralbibliothek von diesen Schmetterlingsraupen befallen sind. Um die Sicherheit der Universitätsangehörigen sowie der Bevölkerung zu gewährleisten, hat das Facility Management der KU umgehend entsprechende Maßnahmen ergriffen. Der betroffene Bereich wurde mit Absperrbändern und Hinweisschildern gesichert.
Besonders betroffen ist auch der „Outdoor-Campus“, an dem Sitzbänke unter einem der befallenen Bäume stehen. Die genaue Dauer der Sperrung bleibt derzeit unklar, und es wird weiterhin beobachtet, ob möglicherweise auch andere Eichen im Umfeld des Campus betroffen sind. Ein Fachbetrieb für Baumpflege wurde bereits mit weiteren Maßnahmen beauftragt, jedoch kann die Beseitigung der Raupen erst erfolgen, wenn alle geschlüpft sind.
Risiken für die Gesundheit
Ein besonderes Augenmerk wird auf die gesundheitlichen Risiken gelegt, die mit dem Kontakt zu den Raupen verbunden sind. Die Brennhärchen der Eichenprozessionsspinner können zu Hautreizungen und allergischen Reaktionen führen. Laut Informationen von aok.de führen Berührungen zu einer Raupendermatitis, die sich durch Quaddeln, Bläschen, Hautrötungen und starken Juckreiz äußern kann. Betroffene Körperstellen sind vor allem unbedeckte Bereiche wie Hals, Gesicht, Arme und Beine. Diese Symptome können von einigen Tagen bis zu zwei Wochen anhalten.
Darüber hinaus kann es zu Nesselsucht kommen, die innerhalb von 15 bis 60 Minuten nach Kontakt auftritt. Hierbei zeigen sich rötliche, juckende Quaddeln, besonders an den Armen und am Nacken, und in einigen Fällen sogar Schwellungen der Augenlider. In schwerwiegenden Situationen kann die Einwirkung der Härchen sogar zu Atemnot führen bei Menschen mit vorbelasteten Atemwegen.
Prävention und Reaktion
Die Experten empfehlen, bei Kontakt mit den Raupen sofort die Kleidung zu wechseln und gründlich zu duschen. Bei stärkeren allergischen Reaktionen, wie Atemnot, sollte umgehend der Rettungsdienst alarmiert werden. Die Sicherheit steht auch hier an oberster Stelle, und die Universität prüft laufend die Situation, um den Campus schnell wieder für alle zugänglich zu machen.
Der Eichenprozessionsspinner trägt zwar zur Biodiversität bei, ist jedoch in urbanen und stark frequentierten Gebieten nicht gerne gesehen. Es bleibt abzuwarten, welche weiteren Maßnahmen zur Bekämpfung und Prävention ergriffen werden, um die Sicherheit der Universität und ihrer Umgebung zu gewährleisten.
Für weitere Informationen zu den Risiken des Eichenprozessionsspinners können Interessierte die Presseinformationen der KU sowie die AOK-Website besuchen.