Am 11. Juni 2026 gab die Freie Universität Berlin ihre Nominierungen für den Berliner Landeslehrpreis 2026 bekannt, der erstmals in insgesamt sechs Kategorien vergeben wird. Die Universität erhielt gleich zwei Auszeichnungen: Dr. Jannis Julien Grimm wurde für sein Proseminar „Talking Violence“ in der Kategorie „Vertiefung, Anwendung und Transfer von Wissen und Kompetenzen“ ausgezeichnet, während Dr. Max Willert mit seiner Lehrveranstaltung „Diskrete Strukturen für Informatik“ für den Publikumspreis nominiert wurde. Die Preisverleihung findet am 1. Juli 2026 an der Berliner Hochschule für Technik statt, und es wird erwartet, dass zahlreiche Studierende und Lehrende daran teilnehmen werden.
Die Veranstaltung „Talking Violence“ wird im Wintersemester 2024/25 im Bachelorstudiengang Politikwissenschaft angeboten. Im Rahmen dieser Lehrveranstaltung beschäftigen sich die Studierenden mit verschiedenen Formen von Gewalt und erstellen eine Podcast-Reihe zu relevanten Themen. Zu den behandelten Inhalten zählen Gewalt gegen Zivilisten in Konfliktregionen wie Syrien und Gaza, die Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesellschaft sowie internationale Konzepte zur Gewaltprävention. Die Auszeichnung für diese Lehrveranstaltung ist mit einem Preisgeld von 15.000 Euro verknüpft, das für die Weiterentwicklung der Lehre an der Freien Universität Berlin verwendet werden soll.
Lehrmethoden und Innovation
Dr. Max Willerts „Diskrete Strukturen für Informatik“ bietet den Studierenden der Informatik und Bioinformatik im ersten Semester mathematische Grundlagen. Besonders hervorzuheben ist das Lehrkonzept, das verschiedene innovative Lehrmethoden kombiniert, darunter einen Inverted-Classroom-Ansatz. Hierbei erstellen die Studierenden ein „Exam Booklet“, das sie während der Prüfung nutzen dürfen, um ihr Verständnis des Stoffes unter Beweis zu stellen. Dieses Konzept zielt darauf ab, Hindernisse im MINT-Studium abzubauen.
Die Auswahl der Preisträger und Nominierungen für den Landeslehrpreis erfolgt durch eine unabhängige Jury, bestehend aus Studierenden, Hochschuldidaktik-Experten und Lehrenden. Die Bewertungskriterien sind vielfach anerkannt und umfassen unter anderem die didaktische Qualität, Studierendenzentrierung sowie Innovations- und Transferpotenzial.
Preiskategorien und Publikumspreis
Insgesamt stehen beim Berliner Landeslehrpreis 2026 60.000 Euro an Preisgeldern zur Verfügung, die auf die verschiedenen Kategorien aufgeteilt werden. Die Preisträger der einzelnen Kategorien sind wie folgt:
| Preiskategorie | Preisträger | Lehrveranstaltung | Preisgeld |
|---|---|---|---|
| 1. Preiskategorie | Prof. Dr. Andreas Modler | „Physik 1 – Mechanik und Physik 2 – Mechanische Wellen und Wärmelehre“ | 15.000 Euro |
| 2. Preiskategorie | Dr. Jannis Julien Grimm | „Talking Violence“ | 15.000 Euro |
| 3. Preiskategorie | Prof. Sebastian Quack | „Spielklub – Künstlerische Forschung“ | 15.000 Euro |
| 4. Preiskategorie | Josephine Lang und Lilli Johanna Schlünz | „Studium Oecologicum“ | 10.000 Euro |
Zusätzlich wird ein Publikumspreis in Höhe von 5.000 Euro vergeben, dessen Abstimmung ab dem heutigen Datum über fünf nominierten Lehrveranstaltungen möglich ist. Die Nominierungen umfassen unter anderem Dr. Max Willert mit „Diskrete Strukturen für Informatik“ sowie weitere namhafte Lehrende von verschiedenen Hochschulen in Berlin.
Die Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege, Dr. Ina Czyborra, betont die hohe Qualität der ausgezeichneten Lehrveranstaltungen und würdigt deren positiven Einfluss auf die Studierenden. Die Anerkennung der Lehrkräfte und ihrer Konzepte stellt eine wichtige Maßnahme dar, um exzellente Hochschullehre in Berlin zu fördern. Wie berlin.de berichtet, sind die Kriterien für die Auswahl der Preisträger wesentlich, um die Innovation in der Lehre zu würdigen und die Studierendenzentrierung zu fördern. Die Freie Universität Berlin wird durch diese Auszeichnungen in ihrer Mission, qualitativ hochwertige Bildung anzubieten, weiter gestärkt.
Weitere Informationen zu den Lehrveranstaltungen und der Preisverleihung sind auf der Webseite der Freien Universität Berlin verfügbar, die detaillierte Einblicke in die nominierten Lehrveranstaltungen bietet. Mehr dazu erfahren Sie auch durch fu-berlin.de.