Auf dem Campus der TU Dresden wird derzeit an der Zukunft der Dresdner Grünräume gearbeitet. Die BUGA 2033 befindet sich in der Entwurfsphase: Ausgewählte Landschaftsarchitekturbüros haben ihre Aufgaben erhalten und entwickeln Konzepte für neue und aufgewertete Freiflächen.

Ganz weit weg ist die Entscheidung nicht mehr, aber fertig ist noch lange nichts. Bei einem Rückfragenkolloquium Anfang Oktober klärten die beteiligten Büros offene Fragen. Außerdem besichtigten sie bei einer Begehung das Gelände der Galopprennbahn Seidnitz – dort, wo später ein wichtiger Teil der östlichen „Lebensader“ verlaufen soll.

Erst schauen die Dresdnerinnen und Dresdner hin

Ende Februar 2027 werden die anonymisierten Wettbewerbsarbeiten bei einem „Blickpunkt BUGA“ öffentlich gezeigt. Dresdnerinnen und Dresdner können die Entwürfe bewerten. Ihre Einschätzungen werden dokumentiert und dem Preisgericht vorgelegt. Erst danach entscheidet die Jury im März 2027 über die Gewinner. Nach der Juryentscheidung sollen die Siegerentwürfe öffentlich vorgestellt werden.

Gesucht werden Ideen, die bestehende Grünräume stärken, neue Wege schaffen und Dresden besser an den Klimawandel anpassen. Begegnung und Erholung gehören ebenfalls dazu – nicht als hübsche Zugabe, sondern als feste Aufgabe. Dauerhafte Flächen für Bewegung und Freizeit sollen entstehen.

Die Planungen konzentrieren sich auf zwei räumliche Achsen: vom geplanten Südpark am TU-Campus bis zur Innenstadt sowie von der Galopprennbahn in Seidnitz über Prohlis zu den Kiesseen in Leuben. Die BUGA Dresden 2033 beschreibt diese Verbindungen als zwei grüne Lebensadern. Die erste soll den neuen Südpark über den Campus der TU Dresden mit der Innenstadt verbinden und Räume für Innovation, Begegnung und urbane Freiraumqualität schaffen. Die zweite führt von der Galopprennbahn Dresden-Seidnitz über Prohlis zu den Kiesseen in Leuben – als zusammenhängender Natur-, Erholungs- und Bewegungsraum.

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100 Hektar, 170 Millionen Euro und ein langer Atem

Unter dem Leitmotiv „Wir pflanzen Zukunft“ soll im Dresdner Osten und Südosten ein Netz entstehen, das bestehende Stadtteile durch neue Wege und ökologisch aufgewertete Freiräume verbindet. Bislang schwach verbundene und sozial unterschiedliche Quartiere sollen besser zusammenwachsen; städtebauliche Trennlinien sollen abgebaut und gleichwertige Lebensbedingungen geschaffen werden. Bestehende Areale werden schrittweise aufgewertet und dauerhaft für Erholung, Bildung und Begegnung nutzbar gemacht.

Zum BUGA-Projekt gehören der Südpark, die Galopprennbahn und die Kiesseen Leuben. Zusammen umfassen die Flächen etwa 100 Hektar. Veranstalterin ist die BUGA Dresden 2033 gGmbH, das Budget liegt bei etwa 170 Millionen Euro. Die Bundesgartenschau findet von April bis Oktober 2033 statt – die neuen Freiräume sollen aber deutlich länger bleiben.

Der freiraumplanerische Realisierungswettbewerb wurde als wichtiger Planungsschritt für die BUGA Dresden 2033 gestartet. Bewerben konnten sich Landschaftsarchitektur- und Freiraumplanungsbüros aus dem EU-/EWR-Raum; die Bewerbungsfrist lief bis 31. Juli 2026, 12 Uhr. Das Verfahren ist dreistufig: Zunächst werden im Teilnahmewettbewerb bis zu 20 Bewerber:innen oder Bewerbergemeinschaften ausgewählt. Danach folgt ein nichtoffener Planungswettbewerb nach RPW 2013. Dem wiederum ist ein Verhandlungsverfahren nach VgV vorgeschaltet.

Für den Realisierungsteil ist nach dem Wettbewerb eine stufenweise Beauftragung der Freianlagenplanung für die Leistungsphasen 2 bis 9 nach HOAI vorgesehen. Auslobungsunterlagen und weitere Informationen stehen auf der BUGA-Website sowie auf der Vergabeplattform der Landeshauptstadt Dresden bereit: www.buga2033.de/ausschreibungen.

Viele Bewerbungen, viele offene Linien

Der Ideen- und Realisierungswettbewerb stößt bundesweit auf großes Interesse. Die Bewerbungsfrist für den vorgeschalteten Teilnahmewettbewerb ist inzwischen abgelaufen, die eingegangenen Teilnahmeanträge werden derzeit geprüft. Anschließend sollen bis zu 20 Landschaftsarchitektur- und Freiraumplanungsbüros beziehungsweise Bewerbergemeinschaften ausgewählt werden. Sie arbeiten im weiteren Wettbewerbsverfahren Konzepte und Entwürfe aus.

Für Dresden geht es dabei um mehr als eine Veranstaltung im Jahr 2033. Klimaresiliente Freiräume, attraktive Wegeverbindungen und nachhaltige Grünflächen sollen die Lebensqualität langfristig verbessern und zugleich Stadtentwicklung, Klimaanpassung und gesellschaftlichen Zusammenhalt voranbringen. Bis zum ersten öffentlichen Blick auf die anonymisierten Entwürfe Ende Februar 2027 bleibt allerdings noch einiges zu zeichnen, zu rechnen und vermutlich auch zu diskutieren.