Claas Cordes geht neue Wege als Kanzler der TU Berlin
Am 28. Mai 2026 ist die Entscheidung gefallen: Claas Cordes wurde zum neuen Kanzler der Technischen Universität Berlin gewählt. Der 58-Jährige, der seit Januar 2024 die Geschicke der Philipps-Universität Marburg geleitet hat, sieht seiner neuen Herausforderung mit einem Mix aus Vorfreude und Wehmut entgegen. In einem Interview äußerte er, dass er aus persönlichen Gründen nach Berlin gehe und nicht gegen Marburg. Diese Entscheidung fiel ihm nicht leicht, doch er ist optimistisch, dass die kommenden Monate viel Neues bringen werden.
Seine berufliche Laufbahn ist durch eine beeindruckende Reihe von Positionen geprägt. So war Cordes zuvor unter anderem von 2014 bis 2023 Kanzler der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin und von 2004 bis 2013 Kanzler der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde. Mit einem Studium in Drama, Theater und Medien an der Justus-Liebig-Universität Gießen hat er sich ein solides Fundament geschaffen, das ihn durch verschiedene verantwortungsvolle Positionen geführt hat. Unter anderem war er auch Direktor für Öffentlichkeitsarbeit am Schauspiel Leipzig.
Ein positiver Ausblick und Herausforderungen
In seinem Amt als Kanzler der TU Berlin wird Cordes sich mit vielen der gleichen Herausforderungen auseinandersetzen müssen, die auch seine Vorgänger beschäftigten. In seiner ersten Stellungnahme zu seiner Wahl betonte er, dass die finanziellen Herausforderungen der Universitäten weiterhin ein übergreifendes Thema bleiben werden. Es bleibt abzuwarten, welche Lösungsansätze er mit seinem umfangreichen Erfahrungshorizont umsetzen kann.
Sein Vorgänger an der TU Berlin, der ebenfalls in der deutschen Hochschullandschaft gut vernetzt ist, spricht Cordes seine volle Unterstützung aus. Prof. Dr. Thomas Nauss, Präsident der Philipps-Universität Marburg, gratulierte Cordes zur Wahl und betonte die Notwendigkeit, sich den aktuellen Herausforderungen im Bildungssektor gemeinsam zu stellen.
Ein Leben für Bildung und Kultur
Cordes‘ ניסיונות und Engagement erstrecken sich über viele Bereiche. Während seiner Zeit an der HTW Berlin war er verantwortlich für die Modernisierung der Verwaltung, den Aufbau der Personalentwicklung und die Einführung eines Umweltmanagements. Die HTW Berlin, eine der größten Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Deutschland, hat derzeit etwa 14.000 Studierende.
Sein Engagement für bildungspolitische Themen lässt sich auch an seinen zahlreichen Lehraufträgen an Universitäten in Weimar, Leipzig und Erfurt ablesen. Diese Verbindungen zeigen, wie Cordes nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch praktische Erfahrungen vermittelt, um die nächsten Generationen von Studierenden bestmöglich auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten.
Mit Cordes an der Spitze der TU Berlin erwartet die Hochschulgemeinschaft spannende Zeiten. Es bleibt zu hoffen, dass seine Erfahrung und sein Engagement dazu beitragen, die universitäre Landschaft in Berlin und darüber hinaus weiter zu verbessern.
Für weitere Informationen über die Rolle von Kanzlern an deutschen Universitäten und deren stark vernetztes System sind die Webseiten der Kanzlerinnen und Kanzler der Universitäten Deutschlands sicher einen Blick wert. Dort finden sich zudem wertvolle Informationen zu Fortbildungsangeboten und aktuelle Entwicklungen in der Hochschulpolitik.