Am 27. Mai 2026 wurde bekannt, dass Dr. Aurelia Birne seit diesem Semester als Gastprofessorin am Institut für das Recht der Digitalisierung (IRDi) an der Universität Marburg tätig ist. Ihre Gastprofessur erstreckt sich über einen Zeitraum von fünf Semestern und ist ein wesentlicher Bestandteil des Fachbereichs Rechtswissenschaften.

Dr. Birne arbeitet im Rahmen ihres Lehrangebots eng mit Prof. Dr. Sebastian Omlor zusammen und legt einen besonderen Fokus auf Bank- und Kapitalmarktrecht. In ihren Lehrveranstaltungen betont sie, dass die Digitalisierung im Bankrecht bereits durch moderne Zahlungsmethoden wie PayPal und Klarna in der Gesellschaft verankert ist.

Schwerpunkt der Lehre

Ein zentrales Anliegen von Dr. Birne ist die rechtliche Einordnung von FinTechs und neuen Zahlungsmitteln. Dazu zählt auch die Betrachtung von Kryptowährungen und elektronischen Wertpapieren. Sie möchte den Studierenden die Angst vor dem rechtlichen Themenfeld nehmen und unterstreicht, dass die grundlegenden rechtlichen Rahmenbedingungen weitgehend stabil bleiben.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ihrer Lehrtätigkeit ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Rechtswissenschaft. In der Schlüsselqualifikation „KI in juristischer Ausbildung und juristischer Tätigkeit“ vermittelt sie den Studierenden, wie sie sowohl mit juristischen als auch nicht-juristischen KI-Lösungen umgehen können. Diese interdisziplinäre Herangehensweise soll die Studierenden auf die Herausforderungen der Digitalisierungszeit vorbereiten.

Forschung und interdisziplinäre Zusammenarbeit

In ihrem Forschungsumfang beschäftigt sich Dr. Birne unter anderem mit der rechtlichen Einordnung innovativer Bezahlmethoden und der Einführung einer digitalen Euro-Version. Zudem untersucht sie den Einsatz von KI-Agenten in Zahlungsinfrastrukturen. Prof. Dr. Omlor hebt die Bedeutung ihrer Gastprofessur für das Institut und die gesamte Universität hervor und ermutigt zu interdisziplinären Kooperationen sowie der Akquise von Drittmitteln.

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Dr. Birne hat in einem Drittmittelprojekt über Blockchain und das Recht promoviert. Momentan arbeitet sie parallel an ihrer Habilitation, was ihre Engagements im Bereich der digitalen Finanzwelt weiter verstärkt.

Die Entwicklung des FinTech-Sektors

Besondere Beachtung finden in der Publikation regulatorische Entwicklungen in Bereichen wie dem Bankaufsichtsrecht, Kreditplattformen, Crowdfunding, Zahlungsverkehr, Robo-Advice sowie Kryptowerte und Blockchain. Neu in dieser Auflage sind die Aspekte Künstliche Intelligenz und digitale Identität, einschließlich deren Stellenwert, Praxisfelder und aktuelle Regulierungsvorhaben.

Darüber hinaus bietet das Buch aktuelle Fallstudien, die sich mit KI in der Cloud, Open-Source-Technologien und Digitalisierungsstrategien beschäftigen. Es wird von einem herausgeberischen Team, das unter anderem FinTech-Gründer Michael F. Spitz und Rechtsberater Jan Pohle umfasst, unterstützt. Ihre interdisziplinäre Perspektive wird als wertvoll in der rechtlichen sowie betriebswirtschaftlichen und IT-Feld beschrieben, wie in der Rezension zur Vorauflage festgehalten wird.

Die Entwicklungen in der digitalen Finanzwelt sowie die Integration von Künstlicher Intelligenz stellen für die akademische Ausbildung im Rechtsbereich eine spannende Herausforderung dar. Dr. Birnes Arbeit am Institut für das Recht der Digitalisierung spielt dabei eine entscheidende Rolle, um künftige Juristen auf die komplexen Fragestellungen in diesem sich rasch wandelnden Bereich vorzubereiten.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die entsprechenden Seiten von Uni Marburg, ESV und Juris.