Feministische Tage 2026 an der Leibniz Universität Hannover: Wissen, Solidarität und politisches Handeln
Vom 20. bis 22. November 2026 wird die Leibniz Universität Hannover zur Anlaufstelle für feministische Wissenschaft und Praxis. Bei den „Feministischen Tagen 2026“ geht es drei Tage lang um feministisches Handeln und Wissen – und um die Frage, was angesichts wachsender Ungleichheit und Polarisierung daraus folgt. Eingeladen sind alle Interessierten.
Ausgangspunkt sind Geschlechterverhältnisse in Arbeit und Wirtschaft, in Staat und politischen Systemen sowie in Öffentlichkeit und digitalen Räumen. Daneben rückt die Konferenz in den Blick, wie gesellschaftliche Entwicklungen den Alltag der Menschen prägen. Das klingt nach großen Strukturen, landet aber ziemlich schnell bei den kleinen, konkreten Dingen des Lebens.
Erinnerung an Regina Becker-Schmidt
Die Veranstaltung knüpft an die fachübergreifende feministische Wissenschaftstradition in Hannover an. Namensgeberin und Bezugspunkt ist die feministische Wissenschaftlerin Regina Becker-Schmidt (1937–2024), die erste Professorin am damaligen Psychologischen Institut der Universität Hannover.
Becker-Schmidt verband die Analyse großer gesellschaftlicher Strukturen mit zwischenmenschlichen Beziehungen. Für ihre feministische Wissenschaft nutzte sie Ansätze der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule. Zum Auftakt ist ein Vortrag über ihr Wirken geplant.
Danach spricht die Soziologin Nicole Mayer-Ahuja darüber, warum die Klasse der Lohnabhängigen auch weiblich und migrantisch ist. Auf den Podien geht es außerdem um Demokratie und Polarisierung sowie um feministische Solidarität bei unterschiedlichen Erfahrungen.
Workshops, Diskussionen und ein Open Mic
In Workshops wird gefragt, wer online als Expertin gilt und was politisches Handeln ausmacht. Zum Abschluss ist ein Open Mic unter dem Motto „Wie weiter?“ vorgesehen. Ein Format, das vermutlich weniger nach fertigen Antworten klingt und eher nach offenem Mikrofon, Notizen im Kopf und vielleicht etwas Nervosität vor dem ersten Satz.
Die Konferenz ist überwiegend deutschsprachig. Einzelne Workshops und Programmpunkte werden auf Englisch angeboten.
Ort, Kosten und Anmeldung
Veranstaltungsort ist die Leibniz School of Education, Im Moore 11, 30167 Hannover. Die Teilnahmebeiträge beginnen bei 20 Euro und sind gestaffelt. Eine kostenfreie Teilnahme ist auf Antrag möglich. Anmeldeschluss ist der 7. November 2026.
Informationen und Anmeldung gibt es unter https://konferenz.uni-hannover.de/event/245/.
Wer zur Vorbereitung noch in digitalen Archiven stöbert, kann allerdings auf eine kleine technische Hürde treffen: Bei einem Eintrag der Deutschen Digitalen Bibliothek konnte Anubis sein JavaScript nicht laden, möglicherweise wegen eines überlasteten Servers. Die Website verwendet Anubis als Schutz vor massenhaftem Abrufen durch KI-Unternehmen.
Dahinter steckt ein Proof-of-Work-Verfahren nach dem Vorbild von Hashcash. Für einzelne Nutzer soll die zusätzliche Rechenlast gering bleiben, bei massenhaftem Abrufen aber erheblich werden. Das Verfahren ist als Übergangslösung gedacht, bis Techniken zur Erkennung von Headless-Browsern verbessert wurden. Moderne JavaScript-Funktionen sind dafür nötig; Erweiterungen wie JShelter können sie deaktivieren. Wer die betreffende Domain aufrufen möchte, soll JShelter oder vergleichbare Erweiterungen deaktivieren und die Seite anschließend neu laden.
