Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Am Freitag, dem 15. Mai 2026, wird der „Marburger Kamerapreis“ im Cineplex Marburg verliehen. Die Auszeichnung geht in diesem Jahr an den renommierten Kameramann und Regisseur Florian Hoffmeister. Die Feierlichkeiten beginnen um 20 Uhr und sind kostenfrei zugänglich. Für die Verleihung ist ein Preisgeld von 5.000 Euro vorgesehen, das die Universität und die Stadt Marburg gemeinsam vergeben.

Der Marburger Kamerapreis wird zum 25. Mal verliehen und umfasst zahlreiche Aktivitäten, die vom Institut für Medienwissenschaft der Philipps-Universität organisiert werden. Für die musikalische Umrahmung der Preisverleihung sorgt die BigBand Marburg, während Korrespondenten wie Jodie Foster und Issa López via Videobotschaften zur Veranstaltung gratulieren werden. Urs Spörri wird die Laudatio halten, und im Anschluss an die Preisverleihung sind alle Gäste zu einem Empfang eingeladen. Wer plant, daran teilzunehmen, kann bis zum 8. Mai kostenfrei Plätze reservieren.

Ein Blick auf Florian Hoffmeister

Florian Hoffmeister, Jahrgang 1970 und in Braunschweig geboren, hat sich einen Namen gemacht durch seine unaufgeregte Kameraführung sowie eine ausdrucksstarke Bildgestaltung. Er begann seine Karriere mit ersten Erfahrungen in der Filmbranche, zum Beispiel als Beleuchter und Kamerassistent. 1994 nahm er sein Studium der Regie und Kameraführung an der Deutschen Film- und Fernsehakademie (DFFB) in Berlin auf. Sein Regiedebüt feierte er 1997 mit dem Kurzfilm „Stimmen der Welt“, der für den Bundeskurzfilmpreis nominiert wurde. Hoffmeister etablierte sich schnell und war unter anderem Kameramann für den preisgekrönten Abschlussfilm „Paul is dead“ (2000).

Seine Werke über die Jahre zeichnen sich durch einen bewussten Einsatz von Licht und Farbe aus, wobei er besonders die Kontraste von Hell und Dunkel nutzt. Nach seinem Umzug nach Großbritannien arbeitete er mit namhaften Regisseuren wie Terence Davies und Antonia Bird zusammen. Seine Arbeit an der BBC-Miniserie „Great Expectations“ brachte ihm eine Reihe von Auszeichnungen ein, darunter einen Emmy. Auch Hollywood wurde auf ihn aufmerksam, was ihn zu Produktionen wie „Mortdecai“ und der HBO-Serie „True Detective: Night Country“ führte. Für seinen aktuellen Film „TÁR“ erhielt er 2022 eine Oscar-Nominierung.

Bild-Kunst-Kameragespräche

Begleitend zur Preisverleihung finden im Capitol Filmkunsttheater Marburg vom 13. bis 15. Mai die Bild-Kunst-Kameragespräche statt. Diese umfassen eine Reihe von Filmvorführungen und Werkstattgesprächen, bei denen Publikum und Fachleute die Chance bekommen, sich intensiv auszutauschen. Der Eintritt für die Bild-Kunst-Kameragespräche beträgt 13 Euro pro Tag oder 22 Euro für alle drei Tage (ermäßigt 9 Euro bzw. 14 Euro). Die Programmpunkte sind vielfältig und bieten für jeden etwas:

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Datum Uhrzeit Film Anmerkungen
13. Mai 17:15 „Berlin is in Germany“ deutsche Originalversion
13. Mai 21:15 „Antlers“ englische Originalversion
14. Mai 10:00 „Charles Dickens` Große Erwartungen“ Eintritt frei
14. Mai 14:45 „The Deep Blue Sea“ englische Originalversion
14. Mai 16:30 Werkstattgespräch mit Florian Hoffmeister
14. Mai 18:00 „3° kälter“ deutsche Originalversion
14. Mai 21:00 „Mortdecai – Der Teilzeitgauner“ englische Originalversion mit deutschen Untertiteln
15. Mai 09:30 „Tár“ englische Originalversion mit deutschen Untertiteln
15. Mai 12:15 Werkstattgespräch mit Florian Hoffmeister
15. Mai 15:00 „True Detective: Night Country“ Episode 1 und 2, Eintritt frei
15. Mai 17:00 Werkstattgespräch mit Florian Hoffmeister
15. Mai 20:00 Preisverleihung Eintritt frei

Der Marburger Kamerapreis und die Bild-Kunst-Kameragespräche sind ein großartiges Angebot für alle Film- und Kunstinteressierten. Weitere Informationen und Details finden Sie auf der Webseite des Marburger Kamerapreises.