Hackerangriff legt digitale Systeme der Universität Leipzig lahm
An der Universität Leipzig sind heute Vormittag nach einem Hackerangriff die digitalen Systeme weitgehend offline gegangen. Um weiteren Schaden zu verhindern, nahm die Universität vorsorglich alle mit dem Internet verbundenen Server vom Netz.
Für Studierende und Beschäftigte ist das sofort spürbar: Die Universitätswebsite ist nicht erreichbar, weitere digitale Dienste sind ebenfalls ausgefallen. E-Mails können derzeit nicht empfangen werden. Wer gerade auf eine wichtige Nachricht wartet, schaut also zunächst ins Leere.
Viele Fragen sind noch offen
Ob Daten von Studierenden abgegriffen wurden, ist bislang unbekannt. Ebenfalls unklar bleibt, wie die Angreifer das Sicherheitssystem der Universität überwinden konnten. Die Universität Leipzig machte dazu zunächst keine weiteren Angaben.
Auch die vorliegenden Informationen aus der Region bestätigen: Neben der Webseite sind andere Dienste betroffen, und Studierende sowie Mitarbeitende können aktuell keine E-Mails empfangen. Die Server wurden offline genommen, um weiteren Schaden abzuwehren. Wie lange die Einschränkungen dauern, wurde nicht mitgeteilt.
Cyber-Sicherheit als Studienfeld
Der Vorfall zeigt nebenbei, wie konkret das Arbeitsfeld rund um digitale Angriffe inzwischen ist. Ein Fernstudium „Cyber Security“ mit Schwerpunkt Threat-Hunting vermittelt etwa Kenntnisse zum Aufspüren und Abwehren von Cyber-Angriffen.
Auf dem Lehrplan stehen unter anderem die Grundlagen moderner Betriebssysteme, verteilte Applikationen und Cloud-Systeme, Computer-Forensik und Datenanalyse sowie Vorfall-Reaktion. Hinzu kommen Pentesting und Reversing zur Analyse cyberkrimineller Aktivitäten. Auch Architektur, Programmierung und Wartung von Sicherheitssystemen gehören dazu.
Das Studium kann auf Deutsch oder Englisch absolviert werden. An der Universität Leipzig geht es heute derweil um deutlich unmittelbarere Dinge: Server bleiben vorsorglich vom Internet getrennt, der Mailverkehr ist unterbrochen – und die entscheidenden Antworten zu Ursache und möglichem Datenabfluss stehen noch aus.
