Junge Dirigierkunst trifft Beethoven, Schostakowitsch und Dvořák an der UdK Berlin
Am Freitag, 6. November 2026, wird der Joseph-Joachim-Konzertsaal der Universität der Künste Berlin zum Prüfstand für junge Dirigierkunst: Um 19:30 Uhr beginnt dort die „International Conducting Academy Berlin“. Die Veranstaltung an der Bundesallee 1–12, 10719 Berlin, wird von der Universität der Künste Berlin veranstaltet.
Auf dem Programm stehen Ludwig van Beethovens „Coriolan“-Ouvertüre, Dmitri Schostakowitschs Cellokonzert Nr. 1 Es-Dur op. 107 und Antonín Dvořáks Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 „Aus der Neuen Welt“. Am Violoncello ist Irena Josifoska zu erleben; es spielen die Brandenburger Symphoniker.
Dirigieren vor Publikum
Die musikalische Leitung übernehmen die Dirigierstudierenden der International Conducting Academy Berlin: Antonia Kleineidam, Andi Li und Minseok Moon. Sie leiten die Brandenburger Symphoniker durch ein Programm, das von Beethoven über Schostakowitsch bis Dvořák reicht – drei Komponisten, drei sehr unterschiedliche Klangwelten.
Der Eintritt ist frei. Einen Ticketpreis nennt der Artikel nicht, was sich in diesem Fall allerdings schlicht erledigt: Wer am 6. November dabei sein möchte, kann ohne Eintrittskarte in den Konzertsaal kommen. Die UdK weist zugleich auf die schwierige finanzielle Lage hin. Der Berliner Senat hat den öffentlichen Hochschulen umfangreiche Sparvorgaben auferlegt. Auftritte vor Publikum seien für die musikalische Ausbildung von großer Bedeutung, heißt es beim Veranstalter.
Spenden sollen unter anderem die Lehre, Instrumentenstimmungen, Transporte und Werbematerial finanzieren. Auch das Musikfestival „crescendo“ soll davon profitieren. Ein Konzertabend, bei dem neben Beethoven also vielleicht sogar der Klaviertransport im Hinterkopf mitschwingt.
Berlin hört fast immer zu
Die Akademie fügt sich in eine Stadt ein, die ganzjährig klassische Musik anbietet. Berlin verfügt über acht Orchester und drei Opernhäuser. Zum bekannten Kulturgefüge gehören die Berliner Philharmonie und die Deutsche Oper Berlin; auf den Spielplänen stehen Sinfoniekonzerte, Kammermusik und Opernaufführungen.
Einheimische Musikliebhaber kommen dabei ebenso auf ihre Kosten wie internationale Gäste. Berlin war und ist Wirkungsstätte bedeutender Musiker, darunter die Dirigenten Herbert von Karajan und Sir Simon Rattle. Gespielt wird nicht nur in großen Sälen: Auch Kirchen, Innenhöfe und umgenutzte städtische Plätze werden zu Konzertorten. Minimalistische Kammermusik steht neben großen Orchesterprogrammen, genreübergreifenden Darbietungen und Open-Air-Konzerten.
Beethoven, Brahms und Mahler werden häufig aufgeführt. Das Konzerthaus Berlin verbindet historische Werke mit zeitgenössischen Interpretationen, während der Friedrichstadt-Palast klassische Musik mit moderner Bildsprache und Theaterelementen kombiniert. In der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche finden besinnliche Darbietungen statt. Zu den bedeutenden Orchestern und Ensembles zählen die Berliner Philharmoniker, das Konzerthausorchester Berlin, die Staatskapelle Berlin und das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin.
Frühling und Herbst bringen wegen des milden Wetters viele Veranstaltungen in Innenräumen und unter freiem Himmel. Im Winter kommen Programme mit weihnachtlichen Themen dazu. Termine liefern lokale Kultur-Websites, offizielle Veranstaltungskalender und Classictic; dort finden sich außerdem Angaben zu Aufführungszeiten, Künstlerbiografien und Sitzplätzen. Eine frühzeitige Buchung empfiehlt sich vor allem bei bekannten Künstlern, beliebten Werken, in der Hochsaison und rund um Feiertage. Tickets gibt es online über Classictic und direkt auf den Websites vieler Veranstalter, für kurzentschlossene Besucher auch als Last-Minute-Tickets über Classictic.
Von Vivaldi bis Dudamel
Wie breit das Angebot ist, zeigt die von Classictic aufgeführte Terminübersicht für Oktober 2026. Am 7. Oktober um 20:00 Uhr spielt The Berlin Orchestra Vivaldi, Bach und Mozart in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche; die Preise beginnen bei 28 Euro, die Dauer beträgt 1 Stunde 10 Minuten. Ebenfalls am 7. Oktober, um 19:30 Uhr, läuft „BLINDED by DELIGHT“ im Friedrichstadt-Palast, ab 66 Euro und mit einer Dauer von 2 Stunden 30 Minuten.
Am 9. Oktober um 19:00 Uhr ist „Beyond the Light“ beim Festival of Lights im Berliner Dom zu sehen, ab 36 Euro bei 30 Minuten Dauer. Um 19:30 Uhr spielen Antje Weithaas und Dénes Várjon im Pierre Boulez Saal, ab 42 Euro.
Der 15. Oktober bringt gleich mehrere Möglichkeiten: Um 19:30 Uhr tritt das Morgenstern Trio im Pierre Boulez Saal auf, ab 30 Euro. Um 20:00 Uhr spielt das Dresdner Residenz Orchester Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“ im Kammermusiksaal der Philharmonie, ab 53 Euro. Zeitgleich beginnt „musica reanimata – Gesprächskonzert“ im Konzerthaus Berlin, ab 11 Euro und mit einer Dauer von 2 Stunden 30 Minuten.
Am 16. Oktober stehen um 18:00 Uhr Konzerte in der Zitadelle Spandau auf dem Programm, ab 30 Euro. Um 20:00 Uhr folgen die Berliner Symphoniker mit „VIYAF Virtuosi – Große Klavierkonzerte“ in der Philharmonie, ab 23 Euro und mit 2 Stunden 30 Minuten Dauer.
Der 17. Oktober wird noch dichter: Um 19:00 Uhr spielt das Konzerthausorchester Berlin im Konzerthaus, ab 23 Euro; ebenfalls um 19:00 Uhr ist das Chiaroscuro Quartett im Pierre Boulez Saal zu hören, ab 13 Euro. Um 19:30 Uhr folgt „Sinatra Night“ im Hotel Palace Berlin, ab 99 Euro und 2 Stunden 30 Minuten lang. Um 20:00 Uhr dirigiert Gustavo Dudamel das New York Philharmonic in der Philharmonie, ab 108 Euro.
Am 18. Oktober beginnt der Konzerttag um 11:00 Uhr mit einer Mozart-Matinee im Konzerthaus Berlin, ab 28 Euro. Um 15:30 Uhr spielen die Berliner Symphoniker „Nah & Fern“ in der Philharmonie, ab 27 Euro bei 2 Stunden Dauer. Um 16:00 Uhr gibt es Konzerte im Schloss Köpenick und im Schloss Schönhausen, jeweils ab 36 Euro. Um 20:00 Uhr folgen der Philharmonische Chor Berlin mit Mozart und Pärt in der Philharmonie, ab 27 Euro. Am 25. Oktober um 16:00 Uhr stehen schließlich die „Helden der Filmmusik“ im Konzerthaus Berlin auf dem Programm, ab 36 Euro.
Zu den wiederkehrenden Reihen gehören das Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker, das Classic Open Air am Gendarmenmarkt und Produktionen des Friedrichstadt-Palasts. Dazu kommen genreübergreifende Konzerte, etwa mit einer Verbindung von Soul, Streichern und Jazz. Und am 6. November geht es in der UdK dann um Beethoven, Schostakowitsch und Dvořák – frei zugänglich, mit drei Dirigierstudierenden am Pult und den Brandenburger Symphonikern auf der Bühne.
