Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat am 15. Mai 2026 die Einrichtung des Sonderforschungsbereichs 1752 „DYNAMO“ an der Universität Duisburg-Essen bekanntgegeben. Ab dem 1. Oktober 2026 wird dieser Forschungsverbund mit 12,9 Millionen Euro gefördert, um Therapien gegen schwarzen Hautkrebs zu verbessern. Unter der Koordination von Wissenschaftler:innen der Medizinischen Fakultät der Universität sollen in Zusammenarbeit mit Partnerinstitutionen aus Nordrhein-Westfalen neue Ansätze zur Bekämpfung dieser aggressiven Krebserkrankung entwickelt werden.
Das Hauptziel des Sonderforschungsbereichs ist die Untersuchung der Reaktion und Anpassung von Tumoren des schwarzen Hautkrebses in den ersten Wochen einer Therapie. In dieser frühen Phase zeigt sich oft, ob eine Behandlung langfristig erfolgreich ist, was stark durch die Resistenz einzelner Krebszellen beeinflusst wird. Projektgruppen werden die molekularen Veränderungen im Tumor direkt nach Therapiebeginn analysieren und dokumentieren.
Technologie und Zusammenarbeit in der Forschung
Die DYNAMO-Forscher:innen setzen auf technologiegetriebene Grundlagenforschung, kombiniert mit klinischer Nähe, um neu gewonnene Erkenntnisse rascher in Therapien umzusetzen. Die Zusammenarbeit umfasst nicht nur Ärzt:innen und Krebsforscher:innen, sondern auch Immunolog:innen, die Proben von Patient:innen untersuchen, um ein umfassendes Bild der Tumorreaktionen zu erstellen.
Hierbei kommen komplexe Rechenmodelle und computergestützte Analysen zum Einsatz. Ein weiteres Forschungsziel ist die Vorhersage und gezielte Beeinflussung des dynamischen Anpassungsverhaltens von Melanomzellen, was dazu beitragen könnte, Therapien zu verlängern und Rückfälle zu verhindern. Die möglichen Ergebnisse dieser Forschung könnten auch innovative Behandlungsmöglichkeiten für andere Krebsarten eröffnen.
Partnerinstitutionen und aktuelle Therapien
Zu den wichtigsten Partnerinstitutionen des Forschungsverbundes zählen das Institut für Experimentelle Onkologie der Universität Bonn sowie das Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften – ISAS – e. V. in Dortmund. Diese Zusammenarbeit fördert den Austausch von Daten und Erkenntnissen, die für die Entwicklung neuer Behandlungsmethoden unerlässlich sind.
Zusätzlich werden auch aktuelle Behandlungsmöglichkeiten für schwarzen Hautkrebs betrachtet. Patientenleitlinien zur Melanomtherapie, erstellt von einem Team aus Ärzt:innen und Patientenvertretern, informieren über die neuesten Therapien und deren Wirkungsweise. Zu den jüngsten Studien gehören vielversprechende Ergebnisse mit Nivolumab, Pembrolizumab und adjuvanten Therapien wie Dabrafenib und Trametinib, die in den letzten Jahren veröffentlicht wurden [krebsinformationsdienst] und [wdr] berichten.
Die Forschung im Bereich Immuntherapie hat in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte gemacht. Renewed Ansätze, wie mRNA-Impfungen und die CAR-T-Zelltherapie, zeigen vielversprechendes Potenzial in der Krebsbehandlung. Diese Methoden zielen darauf ab, das Immunsystem aktiv gegen Krebs zu mobilisieren, wobei therapeutische Impfungen für bereits Erkrankte entwickelt wurden. Jedoch sind diese neuartigen Ansätze noch nicht flächendeckend zugelassen und befinden sich in verschiedenen Testphasen.
Die Entwicklungen im Bereich der Krebsforschung sind vielversprechend, und mit der Unterstützung durch die DFG könnte der Sonderforschungsbereich DYNAMO eine wesentliche Rolle bei der Bekämpfung des schwarzen Hautkrebses spielen. Die gewonnenen Erkenntnisse könnten nicht nur wichtige Fortschritte im Bereich Melanomtherapie ermöglichen, sondern auch deren Anwendung auf andere Krebsarten fördern.