Heute, am 15. Oktober 2026, klingt an der Uni Bonn ein Vorhaben nach, bei dem selbst geübte Taekwondo-Leute kurz schlucken dürften: Die Kampfsportlerin Palina Glebova plant, an einem einzigen Tag zwölf Weltrekorde aufzustellen. Dafür trainiert sie gemeinsam mit ihrem Coach Joe Alexander ungewöhnliche Kampfsport-Disziplinen. Ein Team aus Helfern unterstützt die Rekordversuche – denn allein lässt sich so ein Programm kaum stemmen.

Glebova betreibt seit 20 Jahren Taekwondo. Einen Rekord im höchsten 360-Grad-Kick hat sie bereits aufgestellt. Beim weitesten freihändigen Kampfsport-Kick kam sie auf 2,64 Meter. Das klingt auf dem Papier nüchtern; in der Halle dürften dabei allerdings ordentlich Matten stauben und Atemzüge stocken. Der zugrunde liegende Bericht wurde am 13. Oktober 2026 zuletzt aktualisiert.

Vom Training zur Rekordliste

Palina Glebova, geboren am 19. September 1996 in Moskau, ist deutsche Taekwondo-Athletin und siebenfache Guinness-Weltrekordhalterin. Im Alter von zehn Jahren begann sie mit Taekwondo. Als Juniorin erreichte sie mehrere Podiumsplätze im Vollkontakt-Taekwondo, Kyorugi, bei regionalen und Landesmeisterschaften. Seit ihrer Juniorenzeit betreibt sie außerdem Poomsae, also Taekwondo-Formen.

Ihre beste nationale Platzierung als Seniorin war Rang vier im traditionellen Einzel-Poomsae der Frauen bei einem deutschen Ranglistenturnier. Von 2015 bis 2025 war sie für Deutschland als Kyorugi- und Poomsae-Kampfrichterin tätig. Seit 2021 tritt sie regelmäßig im ZDF-„Fernsehgarten“ auf und zeigt dort Taekwondo-Kicks sowie Weltrekordversuche.

Die von Guinness World Records anerkannten Rekorde lesen sich wie eine Liste aus einem sehr sportlichen Jahrmarkt: Am 15. November 2023 warf Glebova neun Dartpfeile in einer Minute mit dem Fuß und erzielte 110 Punkte. Am 19. November 2024 ließ sie 22 Ballons in einer Minute mit Fersenkicks über dem Kopf zerplatzen und traf am selben Tag zehn herabfallende Ballons in einer Minute mit per Fuß geworfenen Dartpfeilen.

Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Am 18. November 2025 stieß sie zwölf aufgestellte Plastikflaschen in einer Minute mit Seitwärtstritten um, zerbrach 16 Kiefernbretter in einer Minute mit Sprungkicks – Frauenrekord – und warf im Zweierteam mit Joe Alexander 13 Dartpfeile in einer Minute mit den Füßen, die sie mit der Hand auffing. Am 8. Januar 2026 zerplatzte sie zwölf Ballons in einer Minute mit per Fuß geworfenen Dartpfeilen.

Bretter, Ballons und ein rohes Ei

Auch das Deutsche Rekordinstitut führt zusätzliche Leistungen von Glebova. Am 18. November 2020 zerbrach sie 13 Bretter in 30 Sekunden mit einem gesprungenen Frontkick. Ebenfalls an diesem Tag stellte sie mit Joe Alexander den Rekord im Zerbrechen von Brettern in 30 Sekunden durch ein gemischtes Zweierteam auf.

Im ZDF-„Fernsehgarten“ folgten am 8. August 2021 23 Bretter in einer Minute mit gesprungenen Frontkicks. Am 10. Juli 2022 zerbrach Glebova dort drei Stapel aus jeweils vier Porenbetonblöcken und hielt dabei ein rohes Ei unbeschädigt. Am 16. November 2022 traf sie 16 Ballons in einer Minute aus drei Metern Entfernung mit per Fuß geworfenen Dartpfeilen.

Sieben Dartpfeile warf sie am 14. Mai 2023 in einer Minute mit dem Fuß in eine Dartscheibe – ebenfalls live im ZDF-„Fernsehgarten“. Am 20. Juli 2025 balancierte sie zwölf Flaschen auf dem Fuß und stieß sie innerhalb von 90 Sekunden über drei Meter mit einem Seitwärtstritt um, wieder in der Sendung. Flaschen, Bretter, Ballons: Die Materialliste wirkt fast wie der Inhalt eines sehr nervösen Baumarkt-Einkaufswagens.

Seit 2021 ist Glebova außerdem regelmäßig im ZDF-„Fernsehgarten“ zu sehen. 2021 erschien sie im Musikvideo „Siamo fatti cosi“ von Anthony Bauer jr. und Rocco Costa. 2024 führte sie in der spanischen Sendung „Adivina qué hago“ eine Dart-Stuntnummer auf, bei der sie mit dem Fuß mehrere Dartpfeile auf Ballons neben einem Moderator schoss. Im Oktober 2024 war sie in der zweiten Folge der vierten Staffel der Kabel-eins-Sendung „Deutschlands größte Geheimnisse“ zu sehen.

Neben der Matte hat sie ebenfalls einen klaren Weg eingeschlagen: 2020 schloss sie eine Ausbildung zur International Administration Managerin mit Schwerpunkt Office Management ab, 2022 erwarb sie einen Bachelorabschluss in Betriebswirtschaft.

Joe Alexander und die Bühne

Joe Alexander, seit Jahrzehnten in der Weltrekord-Szene aktiv, war auch beim Guinness World Records Day 2025 in Hamburg beteiligt. Laut dem dortigen Artikel hält er mehr als 60 offizielle Guinness-Weltrekorde. Mit seiner World Record Agency bietet er der Szene eine professionelle Plattform. Für Glebovas geplante zwölf Versuche ist er Coach und Teampartner zugleich.

Der Aktionstag in Hamburg präsentierte spektakuläre Kampfkunst-Rekorde und stellte deren Wirkung auf Sichtbarkeit, Motivation und Nachwuchsgewinnung heraus. Glebova zeigte akrobatische Taekwondo-Techniken und starke Bühnenpräsenz; im Artikel wird sie als Deutschlands erfolgreichste Weltrekordhalterin bezeichnet. Ihr Auftritt machte sichtbar, wie vielseitig Kampfkunst in einem medialen Umfeld auftreten kann – nicht nur im klassischen Wettkampf.

Im Mittelpunkt standen dort nicht ausschließlich Zahlen. Genannt wurden auch Respekt, Zielstrebigkeit, Gemeinschaft und der Mut zu Neuem. Die Leistungen erschienen als Ergebnis von Teamarbeit, Unterstützung und langfristigem Training. Gerade bei Rekordversuchen, bei denen ein Dartpfeil einen Ballon treffen oder ein Brett im richtigen Moment brechen muss, ist Präzision eben nur die halbe Miete.

Wenn Rekorde Nachwuchs anlocken

Ein Beispiel dafür lieferte der elfjährige Taekwondo-Schwarzgurt Orell Herzog aus der Westpfalz, der beim Guinness World Records Day 2025 in Hamburg zwei Guinness-Weltrekorde aufstellte. Er überzeugte durch Präzision, Konzentration und Ruhe. Bei seinem zweiten Auftritt in Hamburg verbesserte er seine Leistung unter erschwerten Bedingungen, medialer Aufmerksamkeit und laufenden TV-Kameras.

Danach folgten Medienberichte, Reaktionen in sozialen Netzwerken und wachsendes Interesse an Probetrainings. Für Kinder und Jugendliche können die beteiligten Sportler Orientierung und Motivation bieten. Schulen und Vereine können Rekordtage, kreative Wettbewerbe und besondere Veranstaltungen nutzen, um neue Interessierte anzusprechen, bestehende Gruppen zu motivieren und Kampfkunst öffentlich sowie zeitgemäß zu vermitteln.

Orell Herzog, Joe Alexander und Palina Glebova wurden in diesem Zusammenhang als zentrale Beispiele genannt – verbunden mit Mut, Disziplin und neuen Wegen im Kampfsport. Ein vollständiges Gespräch wurde für die Januar-Ausgabe 2026 des Magazins „Taekwondo Aktuell“ angekündigt. Und während in Bonn nun weiter trainiert wird, wartet irgendwo vermutlich schon der nächste Ballon.