In einem innovativen Ansatz zur Modernisierung des Lateinunterrichts hat die Universität Kiel ein neues Projekt namens „MasterClass:ics“ ins Leben gerufen, das sich auf die interdisziplinäre Unterrichtsgestaltung konzentriert. Unter der Leitung von Professor Tobias Dänzer, einem Experten im Fachbereich Klassische Philologie, startete die Projektgruppe Mitte April 2026 mit dem Ziel, antike Literatur zeitgemäß und ansprechend zu vermitteln. Dazu haben sich Studierende aus verschiedenen Disziplinen versammelt, darunter Philologie, Journalismus, Kunst und Design sowie Data Science.

Ein zentrales Element des Projekts ist die Einbindung von angehenden Lehrkräften der Klassischen Philologie. Sie werden dazu angeregt, ihr Fachwissen aktiv in die Gestaltung von Lehrmaterialien einzubringen. Der Projektname „MasterClass:ics“ setzt sich aus den Begriffen „MasterClass“ und „Classics“ zusammen, was die Ambition widerspiegelt, klassisches Wissen in modernen Formaten zu präsentieren. Dänzer, der bereits an der Universität Würzburg ähnliche Formate erprobt hat, plant eine Reihe von Medien, darunter Videos, Podcasts, Interviews und interaktive Lehrmaterialien.

Fokus auf interdisziplinäre Zusammenarbeit

Die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Fachbereichen ist ein zentrales Merkmal des Projekts. Ziel ist es, unterschiedliche Perspektiven zu bündeln und Inhalte neu aufzubereiten. Dabei wird auch die männliche Perspektive in antiken Texten, wie beispielsweise in Ovids Metamorphosen, thematisiert. Ein Anliegen ist es, aktuelle Debatten—darunter der „MeToo“-Diskurs—bei der didaktischen Führung durch antike Texte zu integrieren. Beiträge des Projekts werden darüber hinaus auf einer Webseite zur Verfügung gestellt, die speziell für Lehrkräfte gedacht ist.

Um die Reichweite zu erhöhen, wird das Projekt zudem über eine Instagram-Seite begleitet. Geplant sind außerdem Veranstaltungen wie zwei Studientage, eine Fortbildung und eine Tagung, um die entwickelten Materialien für den Lateinunterricht zu präsentieren. Die Förderung des Projekts, das am 1. April 2026 mit circa 240.000 Euro aus dem Programm „Freiraum 2026“ startete, erfolgt durch die Stiftung Innovation in der Hochschullehre. Von knapp 500 Vollanträgen wurde „MasterClass:ics“ als eines von 143 Projekten ausgewählt.

Zusätzliche Veranstaltungen an der Universität

Parallel zu den Aktivitäten des „MasterClass:ics“-Projekts bietet die Universität München zahlreiche Lehrveranstaltungen im Bereich der interkulturellen Kommunikation an. Hierzu zählen Vorlesungen und Seminare, die zentrale theoretische Ansätze sowie praktische Anwendungen in einem globalen Kontext thematisieren. Dr. Gregor Sterzenbach und Prof. Dr. Anna Meiser leiten mehrere dieser Veranstaltungen, die sich mit Themen wie Rassismus, interkulturelle Kompetenz, und nachhaltigen Umweltbeziehungen befassen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren
  • Vorlesung P 3.1: Allgemeine Theorien der Interkulturellen Kommunikation
  • Seminar P 3.2: (Interdisziplinäre) Ansätze, Diskurse, Praxisfelder der Interkulturellen Kommunikation
  • Übung P 3.3.1: Kultur und Interkulturalität
  • Übung P 3.3.2: Interkulturelle Aushandlung von Mensch-Umwelt-Beziehungen
  • Profilmodul P 6: Interkulturelle Medienkompetenz und Trainingskompetenz

Das Zusammenspiel aus dem „MasterClass:ics“-Projekt und den Veranstaltungen der Universität München verdeutlicht, wie interdisziplinäre Ansätze in der Hochschulbildung potentielle Synergien nutzen können. Auf diese Weise werden Studierende optimal vorbereitet, um in einem zunehmend globalisierten und kulturell vielfältigen Bildungssystem zu agieren.

Weitere Details zu den geplanten Veranstaltungen und dem „MasterClass:ics“-Projekt sowie zu den interkulturellen Lehrangeboten finden Sie auf den entsprechenden Webseiten der Universität Kiel und der Universität München. [Kiel Universität] berichtet, dass das Projekt ein vielversprechender Schritt in Richtung einer modernen und anpassungsfähigen Lehrkultur ist.