Die Teddyklinik der Universität Ulm öffnet am Dienstag, den 9. Juni, ihre Türen für kleine Patienten und deren Kuscheltiere. Ziel der Veranstaltung ist es, den Kindern spielerisch die Angst vor Arztbesuchen und Krankenhausaufenthalten zu nehmen. In der Zeit von 13:30 bis 16:00 Uhr sind alle Eltern und Kinder herzlich eingeladen, ohne vorherige Anmeldung im Bürgerzentrum Eselsberg vorbeizuschauen. Hier können sie gemeinsam mit den Medizinstudierenden etwas für die Gesundheit ihrer Stofftiere tun.
Wie das Team der Universität Ulm berichtet, können Kindergarten- und Grundschulkinder in die Rolle von „Eltern“ schlüpfen und ihre Teddys durch verschiedene Stationen begleiten. Dazu gehören Urintests, Röntgenuntersuchungen und sogar Operationen an den flauschigen Patienten. Unterstützt werden die kleinen Helfer dabei von 120 engagierten „Teddy-Docs“, die zuvor in speziellen Schulungen auf ihren Einsatz vorbereitet wurden. Ein besonderes Highlight wird der Einsatz von zwei Logopädinnen sein, die bewegungsdiagnostische Spiele anbieten und somit das Angebot der Klinik erweitern.
Ein spielerischer Umgang mit Medizin
Das Konzept der Teddyklinik ist Teil eines bundesweiten Gesundheitsprojekts, das von der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e. V. unterstützt wird. Die Initiative, die sich aus einer Idee der Fachschaft Medizin Münster entwickelt hat, ist in Deutschland an über 40 Standorten an Universitätsstädten aktiv. Hier lernen Kinder im Vorschul- und Grundschulalter nicht nur, dass Arztbesuche keine Angst machen müssen, sondern sie übernehmen auch Verantwortung für ihre Kuscheltiere und erfahren dabei spielerisch viel über medizinische Abläufe.
Jedes Teddykrankenhaus hat eigene Stationen und Materialien, die je nach Standort variieren. In Ulm reicht das Angebot von einem echten Rettungswagen zur Besichtigung bis zum „Organ-Teddy“, einem großen Teddybär, der mit selbstgebastelten Organen in Originalgröße ausgestattet ist. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass kaputte Spielsachen nicht repariert werden.
Ein erfolgreiches Konzept
Das Teddybärkrankenhaus hat sich nicht nur in Deutschland etabliert, sondern auch international seinen Platz gefunden. Ursprünglich aus Schweden stammend, besuchen mittlerweile Kinder in vielen Ländern, darunter auch Deutschland, diese „Krankenhäuser“. Positive Rückmeldungen von Eltern und Fachpersonal zeigen, dass die Kinder nach der Teilnahme an solchen Veranstaltungen weniger Angst vor Arztbesuchen haben und auch ein größeres Interesse an Gesundheitsthemen zeigen.
So wird das Projekt auch als willkommene Gelegenheit für Medizinstudierende angesehen, den Umgang mit Kindern zu üben und wertvolle Einblicke in die Gesundheitsbildung zu gewinnen. Auch pädagogische Fachkräfte können die Kinder vor dem Besuch gezielt auf die Themen Gesundheit und Krankheit vorbereiten.
Das Team der Medizinischen Fakultät der Universität Ulm, unterstützt von der Fachschaft Medizin, steht bereit, um den kleinen Besuchern und ihren Kuscheltieren eine erlebnisreiche und lehrreiche Zeit zu bieten. Wer mehr über die Teddyklinik erfahren möchte, findet weitere Informationen auf den Webseiten Ulm, Spielundlern und TBK München.