Die Stadt- und Kongresshalle Vallendar wurde am 20. Juni 2017 eröffnet. Sie liegt an der Einmündung der Hellenstraße in die B42 und ist eng mit der WHU verbunden: Errichtet wurde sie für die Hochschule, außerdem ist sie Bestandteil eines Rahmenvertrags mit der WHU und der Pallotti University.

Finanziell läuft das Projekt allerdings seit Jahren schwer. Seit 2019 verzeichnet die Halle jedes Jahr ein Defizit im mittleren sechsstelligen Euro-Bereich. Für Vallendar ist das kein kleiner Kratzer im Haushalt, sondern ein dauerhaftes Loch, das sich spürbar bemerkbar macht.

Der Wegzug nach Düsseldorf verschärft die Lage

Nun rückt die finanzielle Problematik erneut in den Fokus. Der bevorstehende Wegzug der WHU nach Düsseldorf weckt naheliegende Fragen zur Zukunft der Halle – schließlich wurde sie ursprünglich für die Hochschule errichtet und ist vertraglich mit ihr verbunden.

Die Hoffnung, dass sich das Minus nach dem Wegzug automatisch verkleinert, dürfte sich jedoch nicht erfüllen. Erwartet wird vielmehr, dass das jährliche Defizit voraussichtlich nicht zurückgeht. Das klingt ernüchternd, gerade weil die WHU bislang eine zentrale Rolle im Zusammenhang mit dem Gebäude spielt.

Haushaltszahlen bleiben der entscheidende Blick

Wie sich die Belastung für die Stadt und die Verbandsgemeinde Vallendar konkret einordnet, lässt sich in den veröffentlichten Haushaltsplänen nachlesen. Weitere Informationen stehen auf der Website der Verbandsgemeinde unter https://www.vg-vallendar.de/rathaus-und-buergerservice/haushaltsplaene/.

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Die Halle an der B42 bleibt damit ein Gebäude mit zwei Gesichtern: außen Veranstaltungsort und Kongresszentrum, in den kommunalen Büchern seit Jahren ein Verlustbringer. Und während an der WHU der Blick Richtung Düsseldorf geht, bleibt in Vallendar die unangenehme Rechenarbeit liegen.