Am 10. Juni 2026 veranstaltet das Just Transition Center (JTC) der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) die Veranstaltung „JTC trifft Region“ im Salinemuseum Halle. Die Präsentation beginnt um 14 Uhr und richtet sich an interessierte Bürger sowie Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Ziel ist es, forschungsbasierte Lösungen für den Strukturwandel in Sachsen-Anhalt zu entwickeln. Der JTC erhält hierfür eine Förderung von rund 21,5 Millionen Euro aus dem „Just Transition Fund“ der Europäischen Union. Dieser Fördertopf soll gezielt Projekte unterstützen, die zur Bewältigung des Übergangs in eine nachhaltigere Wirtschaft beitragen.
Das Programm der Veranstaltung umfasst eine Keynote mit dem Titel „Halle – Stadt der digitalen Transformation“ sowie die Präsentation ausgewählter Forschungsprojekte des JTC. Insbesondere werden vier Projekte vorgestellt, die sich unter anderem mit neuartigen Materialien für Photovoltaik beschäftigen. Neben den Präsentationen wird ein Markt der Möglichkeiten für rund 20 lokale und regionale Initiativen angeboten. Diese Highlights spiegeln die vielseitige Ausrichtung des JTC wider, das insgesamt 17 Innovationsteams beschäftigt, die an sozialen, technologischen und bildungspolitischen Lösungen arbeiten.
Förderprogramme und Strukturwandel
In Sachsen-Anhalt stehen europäische Mittel aus dem Fonds für einen gerechten Übergang (JTF) für das Mitteldeutsche Revier zur Verfügung, gefördert in der Periode von 2021 bis 2027. Schwerpunkte umfassen die Industrieinfrastruktur, die Schaffung von Haltefaktoren für Fachkräfte und Familien sowie Maßnahmen zur Bildung, Forschung und Entwicklung. Dabei konzentrieren sich die Förderprogramme auch auf innovative Zukunftstechnologien wie Wasserstoff. Die Website der IB Sachsen-Anhalt liefert hierzu umfassende Informationen.
Zu den Förderprojekten gehören bedeutende Vorhaben, wie der Bildungscampus Naumburg mit einer JTF-Förderung von 45 Millionen Euro zur Schaffung eines inklusiven Bildungssystems. Ein weiteres Projekt zur Förderung von Wissenschaft und Forschung erhält 63 Millionen Euro zur Errichtung neuer Forschungsinfrastrukturen. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Plans zur Abmilderung der negativen Folgen des Kohleausstiegs und orientieren sich an den Richtlinien der EU.
Digitale Daseinsvorsorge
Ein zentrales Anliegen ist die Förderung der digitalen Daseinsvorsorge im ländlichen Raum. Ziel ist es, Fachkräfte und Familien im ländlichen Raum zu halten und den Zuzug von Arbeitskräften zu fördern. Hierzu werden Co-Working Spaces als attraktive Angebote geschaffen, die modernes Arbeiten und Vernetzung ermöglichen sollen. Die IB Sachsen-Anhalt unterstützt hierbei mit Förderklarheiten für die Planung und Einrichtung solcher Spaces.
Gefördert werden nicht nur die Infrastruktur, sondern auch digitale Konnektivität und kreative Projekte im Rahmen der Richtlinien zur digitalen und kreativen Wirtschaft. Zuwendungen können dabei bis zu 90% der förderfähigen Ausgaben abdecken. Eine enge Vernetzung dieser Initiativen wird als entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung des Strukturwandels betrachtet.
Die Teilnahme an der Veranstaltung am 10. Juni ist kostenfrei, interessierte Teilnehmer sollten sich jedoch bis zum 7. Juni 2026 über die JTC-Website anmelden.