Die FernUniversität in Hagen vollzieht einen bedeutenden Schritt in Richtung digitale Lehrformate. Ab dem Wintersemester 2026/27 wird die Hochschule keine gedruckten Studienbriefe mehr versenden. Diese Umstellung betrifft zunächst die Fakultäten für Wirtschaftswissenschaft, Psychologie und Rechtswissenschaft, die bereits im Sommersemester 2026 auf digitale Materialien umgestiegen sind. Die weiteren Fakultäten, darunter Kultur- und Sozialwissenschaften sowie Mathematik und Informatik, folgen im kommenden Semester. Ziel dieser umfassenden Transformation ist es, die Flexibilität und Aktualität der Lernangebote zu verbessern, während gleichzeitig nachhaltige Lernmöglichkeiten geschaffen werden, wie fernstudi.net erläutert.

Ein Schlüsselaspekt dieser Entwicklung ist der Verzicht auf Druck und Versand, was nicht nur Kosten sparen, sondern auch die Umwelt schonen wird. Dieser Schritt wird als Teil der langfristigen Strategie der FernUniversität gesehen, die sich zu einer modernen, digitalen Universität umwandeln möchte. Rektor Prof. Dr. Stefan Stürmer hebt hervor, dass die digitale Bereitstellung der Studienmaterialien eine schnellere Aktualisierung und individuelle Anpassungsmöglichkeiten für Studierende eröffnet, ohne zusätzliche Sondergebühren für Nachbelegungen oder Stornierungen. Materialien werden über die Lernplattform Moodle bereitgestellt, und die Studierenden haben die Freiheit, Materialien selbst auszudrucken oder externe Druckdienstleister zu nutzen. Informationen zu Druckanbietern finden sich ebenfalls auf der Hochschulwebseite, wie fernuni-hagen.de berichtet.

Innovative Ansätze für die digitale Bildung

Parallel zur Umstellung auf digitale Lehrformate startet die FernUniversität das Projekt „Content Production“. Dieses zielt darauf ab, innovative digitale Studienmaterialien zu entwickeln und die Lernerfahrung der Studierenden weiter zu verbessern. Dieser Schritt ist Teil eines umfassenderen Trends, den auch das Hochschulforum Digitalisierung beschreibt, wonach neue Technologien sowohl die Arbeitswelt als auch die Hochschulbildung verändern. Flexibilität, Individualisierung und Mobilität sind dabei zentrale Aspekte, die durch digitale Technologien, inklusive Künstlicher Intelligenz, gefördert werden. Die Digitalisierung der Hochschulbildung wird als Schlüssel angesehen, um Lernen offener, gerechter und internationaler zu gestalten, so das Bundesministerium für Forschung und Technologie.

Mit diesen Maßnahmen zeigt die FernUniversität in Hagen, dass sie nicht nur den aktuellen Anforderungen des Bildungsmarktes gerecht wird, sondern auch eine Vorreiterrolle in der digitalen Hochschulbildung einnimmt. Die Umstellung auf digitale Lehrmaterialien ist nicht nur ein Schritt in die Zukunft, sondern auch ein Beitrag zur Nachhaltigkeit und effizienten Organisation des Studiums. Die Entwicklungen der FernUniversität verdeutlichen, wie zukunftsfähige Lehrkonzepte aussehen können. Studierende erhalten damit eine moderne und flexible Lernumgebung, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist.