KIT und TUK: Gemeinsam für die Zukunft der ukrainischen Hochschulen!
Seit dem Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine im Februar 2022 engagieren sich zahlreiche Institutionen in Deutschland, um den Hochschulen und Studierenden in der Ukraine Unterstützung zu bieten. Besonders hervorzuheben ist das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), das mit verschiedenen Initiativen die ukrainische Bildungslandschaft stärkt. In diesem Rahmen empfängt Professorin Barbara Engel vom Institut für Entwerfen von Stadt und Landschaft Studierende und Dozierende aus den ukrainischen Städten Kyjiw, Lviv, Odessa und Kharkiv.
Ein zentrales Projekt, das dabei im Blickfeld steht, ist das „Competence Network of Urban Transformation and Resilience“, das vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) unterstützt wird. Ziel dieses Projektes ist der Aufbau einer gemeinsamen städtebaulichen Lehre, die bis ins Jahr 2029 reichen soll. Die Studierenden des KIT und ihre ukrainischen Kommilitonen arbeiten an der urbanen Umgestaltung und legen dabei einen besonderen Fokus auf Nachhaltigkeit und Resilienz. Aktuell sind sie an der Weiterentwicklung der Gemeinde Pfinztal bis zum 10. Juli beteiligt, nach einem vielversprechenden Entwurfsseminar, das im Wintersemester 2025/26 in Tallinn stattfand.
Digitale Lehrangebote für den Wiederaufbau
Doch das KIT ist nicht die einzige Hochschule, die sich aktiv für die Unterstützung der ukrainischen Bildungsinstitutionen einsetzt. Auch die Technische Universität Kaiserslautern (TUK) koordiniert ein bedeutendes Projekt, das auf die Bedürfnisse ukrainischer Studierender ausgerichtet ist. Professor Dr. Detlef Kurth leitet diese Initiative, die einer Förderung von über 200.000 Euro durch den DAAD zugrunde liegt. Ihr Ziel? Eine digitale Plattform für Lehrangebote zu entwickeln, die sich mit Wiederaufbau und Stadtentwicklung befassen.
Um die Lehre an ukrainischen Hochschulen aufrechtzuerhalten, werden regelmäßige Lehrveranstaltungen und Kolloquien organisiert, die den Austausch zwischen den deutschen Hochschulen und den ukrainischen Partneruniversitäten fördern. Insbesondere die Nationale Polytechnische Universität Lwiw und die Kyiv National University of Building Construction Architecture sind in diesem Kontext aktiv beteiligt.
Unterstützung in Krisenzeiten
Ein weiterer Aspekt der Unterstützung ist die Bereitstellung von Stipendien für ukrainische Studierende und Wissenschaftler in Not. Bereits im Rahmen des Projekts „Ukraine digital“, initiiert von Professorin Engel, werden wichtige Bildungsressourcen bereitgestellt. Darüber hinaus hält Professorin Bronislava Gorr vom KIT seit 2024 Online-Vorlesungen für Studierende aus Winnyzja. In dieser bislang herausfordernden Zeit kommt es darauf an, den Austausch zwischen den Nationen und Bildungsmöglichkeiten für die Betroffenen aufrechtzuerhalten.
Die Herausforderungen sind groß, und der Krieg hat nicht nur physische, sondern auch Bildungsinfrastrukturen stark getroffen. Doch mit Projekten wie diesen beweisen die deutschen Hochschulen ein gutes Händchen dabei, die ukrainischen Bildungseinrichtungen zu unterstützen und dabei die Ziele der EU-Leipzig-Charta 2020, die für eine dezentrale Planung steht, zu fördern. Die Hoffnung auf eine bessere Zukunft für die ukrainische Hochschulbildung bleibt ungebrochen.
Weitere Informationen zu den Projekten finden Sie in den Artikel von KIT, der über das Engagement für ukrainische Hochschulen berichtet, sowie in dem Bericht über das Projekt zur digitalen Lehre der TUK.
