Med Berlin, 25.09.2026 – Die Krankenhausserie „KRANK Berlin“ kommt im November ins deutsche Free-TV. Die erste Staffel umfasst acht Folgen und führt mitten hinein in den Alltag einer überfüllten Notaufnahme in Berlin – dorthin, wo Telefone klingeln, Türen aufgehen und das Personal irgendwie weitermachen muss.

Ab dem 6. November stehen die Folgen laut ZDF jeweils um 10 Uhr im ZDF-Onlineportal zum Streamen bereit. Im Fernsehen beginnt die Ausstrahlung am 25. November um 21:45 Uhr auf ZDFneo, und zwar in Doppelfolgen. Bei Apple TV sind die Episoden bereits seit Anfang 2025 verfügbar. Die Serie entsteht in Zusammenarbeit zwischen dem ZDF und Apple TV+.

Eine neue Ärztin, ein erschöpftes Team

Im Mittelpunkt der ersten Staffel steht Dr. Zanna Parker, gespielt von Haley Louise Jones. Sie kommt nach Berlin und trifft auf Krankenhauspersonal, das mit Überforderung, Zeitdruck und den Zumutungen des Arbeitsalltags umgehen muss – oft mit schwarzem Humor, weil sonst vermutlich gar nichts mehr ginge.

Die Serie spielt in einer Berliner Brennpunktklinik und erzählt von den Herausforderungen des Gesundheitswesens, von bewegenden Schicksalen und von den Zuständen in einem als krank dargestellten Krankenhaus. Die Darstellung wird als naturalistisch und realistisch beschrieben. Mit dabei sind außerdem Slavko Popadić, Şafak Şengül, Samirah Breuer, Bernhard Schütz, Peter Lohmeyer und Benjamin Radjaipour.

Produziert beziehungsweise getragen wird das Projekt von ZDF, Apple TV+, Violet Pictures und REAL FILM Berlin. Eine zweite Staffel wurde erstmals vor etwa einem Jahr angekündigt. Wann sie veröffentlicht wird, steht noch nicht fest.

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Ausgezeichnete Serie über einen harten Alltag

Die erste Staffel hat bereits mehrere Preise erhalten. Beim Deutschen Fernsehpreis 2025 wurde „KRANK Berlin“ als „Beste Drama-Serie“ ausgezeichnet. Im Frühjahr 2026 folgte beim 62. Grimme-Preis der Preis der Studierendenjury.

Gerade für ein Studenten- und Wissenschaftsmagazin ist dieser Blick auf die Notaufnahme interessant: Die Serie bleibt nicht bei medizinischen Einzelfällen stehen, sondern zeigt ein System, in dem Menschen arbeiten, während Räume, Betten und Kräfte knapp werden. Das klingt trocken, fühlt sich in der Serie aber ziemlich unmittelbar an.

Die Wirklichkeit vor der Serienkulisse

Wie angespannt die Lage in deutschen Notaufnahmen ist, zeigt eine Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Notfall- und Akutmedizin (DGINA). Am 2. Juni waren demnach 45 Prozent der befragten deutschen Notaufnahmen überbelegt und überlastet. Befragt wurden Notaufnahmen in allen Bundesländern; innerhalb der vergangenen zwölf Monate habe sich die Lage verschlechtert.

Für die Bewertung nutzte die DGINA den sechsstufigen, international etablierten Cedoc-Score. 31,4 Prozent der Notaufnahmen meldeten schwere Überfüllung auf Level 4, 8 Prozent lagen auf Level 5. Weitere 5,5 Prozent berichteten die höchste Stufe: eine kritische Überlastung.

DGINA-Präsident Martin Pin erklärte, internationale Studien zeigten, dass in solchen Belastungssituationen die Patientensicherheit gefährdet sei. Krankenhausambulanzen behandeln in Deutschland jährlich bis zu 25 Millionen Notfallpatienten.

Mehr als 60 Prozent der Kliniken nannten fehlende Betten als Grund für die Überlastung. Patienten konnten deshalb nicht aus der Notaufnahme auf reguläre Stationen verlegt werden. Fast zwei Drittel der Krankenhäuser berichteten außerdem von unbesetzten Stellen im ärztlichen Dienst oder in der Pflege ihrer Notaufnahmen. Nur knapp ein Drittel bewertete die personelle Ausstattung mit Ärzten und Pflegekräften als ausreichend.

Die DGINA sieht in den Ergebnissen einen Hinweis auf die Dringlichkeit der geplanten Reform der Notfallversorgung. Das Bundeskabinett hat einem entsprechenden Gesetzentwurf zugestimmt; der Bundestag berät darüber. Bis „KRANK Berlin“ im November im Free-TV startet, bleibt also genug Zeit, sich die acht Folgen online anzusehen – vielleicht nicht gerade zwischen zwei überfüllten Wartezimmern.