Heute zeichnet sich ein besonderer Tag in der Welt der Wissenschaft ab, denn Dr. Marlene Gärtner von der PH Schwäbisch Gmünd wurde mit dem Albert-Ballin-Förderpreis für Globalisierungsforschung der Hapag-Lloyd AG ausgezeichnet. Der Preis, der mit 5.000 Euro dotiert ist, wurde am 12. Mai 2026 bei einer feierlichen Veranstaltung in Hamburg überreicht. Daneben fand im Rahmen dieser Veranstaltung das Albert-Ballin-Forum statt, das dieses Jahr ganz im Zeichen des Themas „Krieg und Frieden auf See“ stand.

Das Forum, abgehalten an der Kühne Logistics University (KLU), brachte hochkarätige Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. Gemeinsam wurden Lösungen für einige der drängendsten Sicherheitsprobleme auf den Weltmeeren diskutiert. Hierzu gehörten die Sicherheit von Handelsschiffen sowie die Herausforderungen, die sich aufgrund geopolitischer Konflikte, wie der militärischen Eskalation im Nahen Osten, ergeben. Dr. Gärtner wurde für ihre Dissertation „Narrating migration, narrating futures“ geehrt, in der sie Alltagserzählungen über Migration in Kamerun und deren Verbindung zur Globalisierung untersucht hat.

Ein Preis mit Tradition

Der Albert-Ballin-Preis wurde 2018 anlässlich des hundertsten Todestages von Albert Ballin, dem ehemaligen Generaldirektor von Hapag-Lloyd, ins Leben gerufen. Ballin spielte eine entscheidende Rolle in der Ersten Globalisierung um 1900 und verband wirtschaftliches Handeln mit gesellschaftlicher Verantwortung. Neben Dr. Gärtner wurden im Rahmen der Preisverleihung auch zwei weitere „Albert-Ballin-Förderpreise für Globalisierungsforschung“ an Nachwuchswissenschaftler vergeben, die innovative Projekte zu Fragen der Globalisierung in den Sozial-, Geistes- und Kulturwissenschaften fördern.

Bei der Preisverleihung war ebenfalls der Albert-Ballin-Preis für Globales Handeln zugegen, der in diesem Jahr an die Fundación Amigos del Mar und Pedro Salazar verliehen wurde. Dieser Preis ist mit 50.000 Euro dotiert und wird alle vier Jahre vergeben. Die Plastikverleihung wurde von Rolf Habben Jansen, dem Vorstandsvorsitzenden von Hapag-Lloyd AG, durchgeführt. Albert E. Darboven hielt die Laudatio, während Yadir Salazar-Mejía, die Botschafterin von Kolumbien, als Ehrengast eine kurze Rede hielt.

Ein Blick in die Zukunft

Die aktuellen Herausforderungen auf den Weltmeeren sind nicht zu unterschätzen. Die Sicherheitslage ist die höchste Bedrohung für die maritime Infrastruktur seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Faktoren wie Bedrohungen durch Iran, Piraterie und Hybridkriege, die auch Cyberangriffe beinhalten, stellen große Gefahren für den globalen Handel dar. Zwar ist die Teilnahme an solchen Veranstaltungen kostenfrei, jedoch ist eine Anmeldung erforderlich, um das umfassende Programm, das Vorträge und Diskussionspanels umfasst, zu verfolgen.

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Dieses interdisziplinäre Symposium stellt nicht nur die Verbindung zur Vergangenheit her, sondern zielt auch darauf ab, Antworten auf zukünftige Herausforderungen in der Schifffahrt und darüber hinaus zu finden. Die Kooperation mit Institutionen wie dem Verband Deutscher Reeder, dem Museum für Hamburgische Geschichte und der Sigmund Freud Privatuniversität Wien unterstreicht die Bedeutung dieser Veranstaltung für die Wissenschafts- und Sicherheitsdebatte.

Allein durch den Austausch von Ideen und die Würdigung junger Forscher:innen wie Dr. Gärtner wird deutlich, wie wichtig es ist, die Herausforderungen der Globalisierung und die Risiken, die damit verbunden sind, zu verstehen und anzunehmen. Umso erfreulicher ist die Förderung solcher Initiativen durch Preise, die engagierte Wissenschaftler:innen unterstützen und ihnen eine Plattform bieten, um ihrer wichtigen Arbeit nachzugehen.