Die Kommunikation mit Eltern ist ein zentraler Bestandteil des pädagogischen Alltags, stellt jedoch viele Fachkräfte vor verschiedene Herausforderungen. Professor Dr. Gernot Aich von der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd hat in einem Vortrag für etwa 1.300 angehende Sprachförderkräfte beleuchtet, wie wichtig „Gelingende Kooperation und Kommunikation mit Eltern“ ist. Dieser Vortrag fand im Rahmen einer Fortbildung des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) statt und zielt darauf ab, praxisnahe Impulse für eine wertschätzende und klare Gesprächsführung zu vermitteln. Aich hebt hervor, dass professionelle Kommunikation eine Schlüsselkompetenz ist, die das Vertrauen zwischen Eltern und Bildungseinrichtungen fördert und die Zusammenarbeit stärkt. Herausforderungen wie schwer erreichbare Eltern oder Verständigungsschwierigkeiten sollen dabei nicht unbeachtet bleiben.

Aich erläuterte auch die entscheidenden Faktoren, die für gelingende Gespräche im pädagogischen Kontext wichtig sind: Respekt, Wertschätzung, Selbstreflexion, Rollenklarheit und eindeutige Absprachen. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, ihr eigenes Kommunikationsverhalten zu reflektieren und entwickelten konstruktive Handlungsansätze für schwierige Gesprächssituationen. Einen wesentlichen Bestandteil seines Vortrags stellte Aich das Gmünder Modell zur Gesprächsführung mit Eltern (GMG) vor. Dieses wissenschaftlich fundierte Konzept bietet Fachkräften Unterstützung bei der wirkungsvollen Gestaltung von Elterngesprächen und bildet die Grundlage für weitere Fortbildungsangebote an der Hochschule.

Das Gmünder Modell in Aktion

Im September 2025 fand ein Workshop, geleitet von Aich und Christina Kuboth (M.A.), an der EUF statt, der sich gezielt mit der professionellen Gesprächsführung mit Eltern auseinandersetzte. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter Lehrkräfte, Lehramtsstudierende und andere pädagogische Fachkräfte, reflektierten ihre eigenen Kommunikationsmuster und übten alternative Gesprächsstrategien mithilfe von Fallbeispielen. Diese praxisnahen Übungen ermöglichten es den Teilnehmenden, schwierige Gesprächssituationen in einem geschützten Rahmen zu meistern. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv und zeigten die wertvolle Unterstützung bei der Zusammenarbeit mit Eltern und bei der Förderung einer konstruktiven Kommunikation mit den Institutionen.

Die Veranstaltung wurde von der positiven Gruppendynamik und dem intensiven Austausch unter den Teilnehmenden getragen. Viele hoben besonders die Rolle der Multiplikatorinnen und Multiplikatoren hervor, die das Gmünder Modell an zukünftige Lehrkräfte weitergeben können. Auch die praxisnahe Vermittlung der Inhalte wurde sehr geschätzt. Die Organisatoren, Dr. Claudia Plinz und Dr. Carmen Schumacher, danken den Referenten sowie dem Dekanat der Fakultät I, der Fördergesellschaft der EUF und dem Zentrum für Lehrkräftebildung für ihre Unterstützung.

Fortbildung für herausfordernde Eltern

Zusätzlich zu den bereits genannten Veranstaltungen wird bei der PädiKo Akademie eine modulare Schwerpunktfortbildung angeboten, die sich an Fachkräfte richtet, die sicherer und handlungsfähiger im Umgang mit herausfordernden Eltern werden möchten. Diese Fortbildung besteht aus zwei Tagesseminaren und bietet maximale Flexibilität bei der Terminwahl und Formatgestaltung – sei es vor Ort oder online. Die Inhalte umfassen Themen wie das selberführen von Elterngesprächen, den Umgang mit verbalen Anfeindungen und das Erlernen von Kommunikationstechniken.

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Dank der vielfältigen Fortbildungsangebote, die sich nicht nur auf Elterngespräche konzentrieren, sondern auch auf Kommunikationsstrategien zwischen Kolleg:innen und in Beratungsgesprächen, haben Fachkräfte in der Bildungslandschaft die Möglichkeit, ihre Kompetenzen kontinuierlich auszubauen. Damit gelingt es, auch in herausfordernden Situationen einen respektvollen und konstruktiven Dialog zu führen.