Im Rahmen einer neu etablierten Partnerschaft hat eine Gruppe von acht weiblichen Forscherinnen aus dem CASA Cluster of Excellence vom 10. bis 12. Juni 2026 das europäische Hauptbüro von Google sowie die ETH Zürich besucht. Diese Initiative, die von Kirsten Jäger, der Research Coordinator von CASA, initiiert wurde, zielt darauf ab, Frauen in der Cybersecurity-Forschung aktiv zu fördern und ihnen neue Perspektiven zu bieten. Der Austausch wurde auch von Felix Gröbert, einem Alumnus der Ruhr-Universität Bochum und Principal Engineer bei Google, unterstützt.

Der erste Tag des Programms fand in den beeindruckenden Räumlichkeiten von Google in Zürich statt, einem der größten Forschungszentren des Unternehmens außerhalb der USA. Die Teilnehmerinnen hatten die Gelegenheit, an technischen Präsentationen teilzunehmen, sich in einer Podiumsdiskussion auszutauschen und über Karrierewege in Wissenschaft und Industrie zu sprechen. Am zweiten Tag stand der Dialog mit Forschern der ETH Zürich auf der Agenda, wo unter der Leitung von Kristina Hostáková Einblicke in verschiedene Forschungsbereiche geboten und über zukünftige Kooperationen diskutiert wurden.

Inspirierender Austausch und Netzwerkarbeit

Sabrina Manickam, PhD und Sprecherin des CASA Early Career Researcher Boards, berichtete von der inspirierenden Erfahrung des Besuchs. Sie betonte, dass der Austausch nicht nur motivierend war, sondern auch konkrete Überlegungen zu möglichen Karrierewegen anregte. Ein zentrales Ziel hinter dieser Initiative ist es, internationale Netzwerke zu stärken und die Karrierechancen für weibliche Forscherinnen zu erhöhen. Denn Frauen sind in technischen Bereichen wie der Cybersecurity seit jeher unterrepräsentiert.

CASA setzt sich aktiv für die Förderung talentierter Frauen ein und fördert dabei eine ausgewogene Work-Life-Balance. Ziel ist es, ein inklusives Umfeld zu schaffen, das Vielfalt in Geschlecht, ethnischer Herkunft, sozialem Hintergrund und mehr respektiert und wertschätzt. Der Gleichstellungs- und Diversitätsrat von CASA, bestehend aus fünf Mitgliedern, spielt dabei eine zentrale Rolle und trifft eigenständig Entscheidungen über die Bereitstellung spezifischer Mittel für Gleichstellungsmaßnahmen.

Die hohe Bedeutung der Gleichstellung

Im Kontext der Gleichstellung in der Wissenschaft ist auch das Professorinnenprogramm von großer Relevanz. Dieses Programm, welches 2008 ins Leben gerufen wurde, zielt darauf ab, den Anteil von Frauen in wissenschaftlichen Spitzenpositionen zu erhöhen und der sogenannten „Leaky Pipeline“ entgegenzuwirken. Trotz einer hohen Erfolgsquote von Frauen bei Bildungsabschlüssen bis zur Promotion, sind nur 30% der Professuren in Deutschland von Frauen besetzt.

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Mit einem Finanzvolumen von insgesamt 320 Millionen Euro für die aktuelle Förderphase sollen Hochschulen unterstützt werden, die Gleichstellungskonzepte entwickeln, um die bestehende Unterrepräsentation von Frauen in der Wissenschaft zu bekämpfen. Im Rahmen der zweiten Auswahlrunde 2024 hatten 56 Hochschulen die Möglichkeit, Anträge für Anschubfinanzierungen einzureichen, wobei einige Institutionen bereits das Prädikat „Gleichstellungsstarke Hochschule“ erhalten haben.

Das Engagement von Initiativen wie CASA sowie des Professorinnenprogramms ist unerlässlich, um den Herausforderungen der Geschlechterungleichheit in der Wissenschaft bewusst zu begegnen und die Karrierewege für Frauen in technischen Berufen entscheidend zu verbessern.