Die Technische Universität Braunschweig setzt ein starkes Zeichen für die Zukunft der Mobilität. In Kooperation mit der Volkswagen Group wird eine Professur für Künstliche Intelligenz (KI) in der Produktentwicklung eingerichtet. Ziel dieser Initiative ist es, die Forschung im Mobilitätssektor zu intensivieren und den Transfer in die industrielle Praxis deutlich zu beschleunigen. Die Professur wird am Institut für Konstruktionstechnik angesiedelt und soll eine Brücke zwischen Wissenschaft und Industrie schlagen.

Die Etablierung dieser Professur kommt zu einem Zeitpunkt, an dem viele Unternehmen KI zur Optimierung ihrer Ingenieurstätigkeiten nutzen. Wie Fraunhofer ISST berichtet, liegt das transformative Potenzial von KI jedoch nicht nur in der Optimierung einzelner Vorgänge, sondern vielmehr in der Verbindung von Daten, Software-Tools und Disziplinen über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg. Durch einen robusten Digital Thread können Unternehmen Wissen aus Datensilos befreien, bereichsübergreifende Zusammenarbeit fördern und die Produktentwicklung beschleunigen.

Neue Impulse für die Forschung

Die Antrittsvorlesung von Prof. Merle Hinrichsen am 3. Juni steht unter dem Titel „Außerschulische Bildungsforschung in gesellschaftlichen Umbrüchen“. Dies unterstreicht die vielfältigen Themenbereiche, die an der TU Braunschweig behandelt werden. Darüber hinaus startet am 1. Juni die Bewerbungsphase für 94 Studiengänge, darunter der neu eingerichtete Masterstudiengang in Battery and Hydrogen Technology sowie der Schwerpunkt Bioentrepreneurship.

Ein weiteres Highlight ist das digitale Lunchformat „Impulshäppchen“ am 8. Juni, bei dem Dr. Ursula Wagner über das Thema Longevity im Arbeitsleben referiert. Zudem findet am 10. Juni im Universum Filmtheater in Braunschweig die Vorführung des Kinofilms „Das Gewicht der Welt“ im Rahmen der TUmorrow Days statt.

Die Rolle der KI im Engineering

Das kürzlich veröffentlichte Whitepaper, das von Accenture, dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und Fraunhofer ISST erstellt wurde, skizziert fünf zentrale Dimensionen, die für die Skalierung von KI im Engineering entscheidend sind: Datenqualität, Interoperabilität, KI-Plattformen, Kontextmanagement und föderierte Governance. Diese Elemente sollen als Basis für ein nachhaltiges KI-Ökosystem in der Produktentwicklung dienen, um sicherzustellen, dass technologische Fortschritte im Einklang mit organisatorischen Zielen stehen.

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Vorteilhafte Praxisbeispiele zeigen, wie KI alle Phasen des Engineerings positiv beeinflussen kann. Vom Anforderungsmanagement über die Produktarchitektur bis hin zu Systemtests – die Möglichkeiten sind vielseitig. Unternehmen, die jetzt in KI-fähige Infrastrukturen investieren und klare Governance-Modelle erarbeiten, können sich einen wettbewerbsfähigen Vorteil sichern. Zögernde Firmen riskieren, in einer zunehmend komplexen und KI-getriebenen Umgebung hinterherzubleiben, wie das Wirtschaftsinstitut betont.

Kurzum, mit der neuen Professur und den bevorstehenden Veranstaltungen an der TU Braunschweig wird nicht nur die Forschung im Bereich der KI vorangetrieben, sondern auch der Austausch zwischen Wissenschaft und Industrie gefördert. Die kommenden Wochen versprechen interessante Einblicke und spannende Entwicklungen.