Die TU Chemnitz und das smac haben ihr Bildungsangebot im Sommersemester 2026 um eine spannende Ringvorlesung erweitert. Sie trägt den Titel „Jüdische Kultur und Erinnerung im transnationalen Kontext“ und ist Teil des Themenjahres „Tacheles. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026“. Die Vortragsreihe, die am 22. April 2026 beginnt, findet immer mittwochs um 18:15 Uhr im smac am Stefan-Heym-Platz 1 statt. Der Eintritt ist frei.

Der Auftakt dieser Vortragsreihe ist besonders interessant: Martin Clauss, Lewis Chuang und Christiane Donath werden die Chemnitzer Mikwe sowie hebräische Grabsteinfragmente aus Meißen vorstellen. Die Themen reichen bis zum 1. Juli 2026, an dem Christina Sanchez-Stockhammer digitale Dialoge mit ZeitzeugInnen des Holocausts präsentieren wird. Damit bietet die Ringvorlesung eine breite Palette von Themen, die das jüdische Leben in Vergangenheit und Gegenwart beleuchten und die Bedeutung jüdischer Akteure für die europäische Moderne und die Erinnerungskultur herausstellen.

Besondere Vortragshighlights

Am 6. Mai 2026, also heute, wird Dr. Monika Heinemann aus Leipzig einen Vortrag über die Ausstellung von jüdischen Familiengeschichten im Museum halten. Diese Veranstaltung thematisiert die Rolle von Familien in Sammlungsgeschichten der Museen und gibt Einblicke in die Einführung der Ausstellung „Threads – Verflechtungen“, die am 7. Mai 2026 eröffnet wird. Die Ausstellung zeigt Netzwerke und Biografien von 25 ehemals in Chemnitz lebenden jüdischen Familien.

Zusätzliche Vorträge während des Semesters werden unter anderem die Transkulturalität der jüdischen Erzählliteratur im 19. Jahrhundert, die Darstellung jüdischen Lebens in US-amerikanischen Fernsehserien der 1990er Jahre sowie Stefan Heyms Debütroman „Hostages“ und den Fall Glasenapp thematisieren.

Einblicke in die jüdische Kultur im deutschen Fußball

Die jüdische Geschichte und ihr Einfluss auf den deutschen Fußball werden in einer aktuellen Ausstellung des Centrum Judaicum in Berlin beleuchtet. Diese erinnert an jüdische Fußballer, Trainer, Journalisten und Funktionäre, die den deutschen Fußball prägten. Figuren wie der jüdische Vereinspräsident des FC Bayern München, Kurt Landauer, und der Stürmer und Nationalspieler Julius Hirsch werden hervorgehoben, um den Einfluss und das Schicksal jüdischer Sportler sichtbar zu machen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Ausstellung „Kicker, Kämpfer und Legenden“ thematisiert das Schicksal dieser wichtigen Persönlichkeiten und setzt sich mit der Ausgrenzung jüdischer Sportler durch die Nationalsozialisten auseinander, die 1933 begann. Sie verdeutlicht nicht nur die Verdienste der jüdischen Akteure, die nach dem Zweiten Weltkrieg oft in Vergessenheit gerieten, sondern wirft auch einen Blick auf aktuelle Entwicklungen im Fußball.

Interessierte haben die Möglichkeit, mehr über die große Vielfalt an Veranstaltungen und Themen in der Ringvorlesung sowie über die bedeutende Ausstellung „Kicker, Kämpfer und Legenden“ zu erfahren, die die Relevanz jüdischen Lebens im Sport und darüber hinaus aufzeigt.

Weitere Details über die Ringvorlesung sind online verfügbar, und für Fragen stehen die Kontaktpersonen Prof. Dr. Teresa Pinheiro und Prof. Dr. Cecile Sandten bereit. Für die Fußballausstellung können Interessierte unter kl.schultz[at]t-online.de Kontakt aufnehmen.

Für mehr Informationen, besuchen Sie bitte die Seiten der TU Chemnitz, der Veranstaltungsreihe Tacheles und des Historischen Forums Bayern.