Gärten sind weit mehr als nur grüne Oasen: Sie erzählen Geschichten, drücken Bindungen aus und spiegeln die Realität unserer Gesellschaft wider. Jüngste Betrachtungen zeigen, wie Gärten im Anthropozän – einer Ära, in der der Mensch seine Umwelt neu gestaltet – eine essenzielle Rolle spielen. Laut der Bauhaus-Universität Weimar können Gärten sowohl koloniale als auch bäuerliche oder exotische Wurzeln haben und wirken somit als Arenen für gesellschaftliche Auseinandersetzungen mit der Natur.

Diese aufregenden Themen werden am 17. Juni 2026 in einer öffentlichen Vorlesung mit Prof. Dr. Astrid Schwarz aufgegriffen. Unter dem Titel „Vom Garten über Gesellschaft lernen?“ lädt die Veranstaltung dazu ein, die komplexe Beziehung zwischen Mensch und Natur näher zu beleuchten. Schwarz ist eine erfahrene Forscherin und Lehrende im Bereich der Technikwissenschaft, die an der BTU Cottbus-Senftenberg lehrt. Ihre Forschung beschäftigt sich insbesondere mit sozialen und technischen Zusammenhängen in der Umwelt. Die Vorlesung bietet auch die Möglichkeit zum Austausch mit der Referentin.

Gärten als Spiegel der Gesellschaft

Gärten erfreuen sich in Deutschland und der Nordhalbkugel seit der Wende zum dritten Jahrtausend und der Corona-Pandemie wachsender Beliebtheit. Urban Gardening hat sich dabei als bedeutendes Phänomen etabliert, während gerade unter dem Eindruck der ökologischen Krise die Intensität des Gärtnerns sowohl in städtischen als auch ländlichen Gebieten zugenommen hat, wie die Universität Würzburg feststellt.

„Gärten werden zunehmend als potenzielle Paradiese für andere Lebewesen und Orte gesellschaftlichen Wandels wahrgenommen“, meint Prof. Dr. Astrid Schwarz. Sie wird in ihrer Vorlesung auch auf die Veränderungen der Gartenkulturen im Anthropozän eingehen und das neuartige Potenzial des Gärtnerns zur Bewältigung individueller und gesellschaftlicher Krisen thematisieren. Die Vorlesung ist Teil der Reihe „Open BTU“, die spannende Einblicke in verschiedene Wissensgebiete ermöglicht.

Ein Ort für Kreativität und Wissenstransfer

Die Lehrveranstaltung zielt darauf ab, das Verständnis von Gärten als mehrdimensionale Räume zu fördern – Räume, die technische, ästhetische, soziale, politische und ökonomische Beziehungen reflektieren. Sie können sowohl harmonisch als auch konflikthaft sein und bieten damit ein ideales Forum für Reflexion und Diskussion.

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Die Verbindung zwischen Mensch und Natur ist nicht nur eine Frage von Ästhetik; sie verlangt nach einem tiefen Verständnis der komplexen Wechselwirkungen, die unsere Umwelt prägen. In diesem Rahmen wird auch die Rolle der Gärten als Orte des Lernens und des Wandels in der heutigen Gesellschaft deutlich.

Interessierte sind herzlich eingeladen, an dieser lebhaften Diskussion teilzunehmen. Die Vorlesung findet am Mittwoch, dem 17. Juni 2026, von 17:30 bis 19:00 Uhr im Audimax 1 der BTU Cottbus-Senftenberg statt. Nutzen Sie die Gelegenheit, um Geld und Zeit in wertvolles Wissen zu investieren – es könnte sich für Sie lohnen!