Am 15. April 2026 war die Brandenburgische Technische Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg ein bedeutender Treffpunkt für die internationale Bildungscommunity. Organisiert von der Zentralstelle für Auslandsschulwesen in Breslau, drehte sich beim Seminar alles um die „Arbeitswelt in Deutschland“. Etwa 20 Pädagog*innen aus Polen und Ungarn, die an DSD-Schulen unterrichten, nahmen an dieser Veranstaltung teil. Diese engagierten Lehrkräfte sind für Schüler*innen zuständig, die eine wichtige Zielgruppe für die Bachelor-Studiengänge der BTU darstellen.
Das Seminar bot den Teilnehmenden nicht nur interessante Vorträge über das Studienangebot der BTU und die verschiedenen Lehramts-Studiengänge, sondern auch eine spannende Campus-Führung. Hierbei konnten die Lehrkräfte die humanoiden Roboter Ami und Azi kennenlernen, die als Teil innovativer Bildungsansätze fungieren. Zudem erhielten die Teilnehmer Einblicke in die Skills Labs der gesundheitsbezogenen Studiengänge der BTU und besuchten die umfangreiche Standortbibliothek. Die Möglichkeit, mit Bürgermeister Andreas Pfeiffer über die Transformation der ehemaligen Kohleregion zu diskutieren, schuf zusätzliche Kontexte für die Region Senftenberg.
Ein Blick über den Tellerrand
Die BTU Cottbus-Senftenberg hat sich im Rahmen der Betreuungsinitiative Deutsche Auslands- und Partnerschulen (BIDS) engagiert und arbeitet eng mit Schulen der PASCH-Initiative zusammen. Innerhalb dieses Netzwerks werden insgesamt 135 Deutsche Auslandsschulen und etwa 1.100 einheimische Schulen unterstützt, die zum Deutschen Sprachdiplom (DSD) führen. Das DSD ist eine wichtige Bestätigung für die Sprachkenntnisse von Schüler*innen und wird sowohl an Auslandsschulen als auch an den DSD-Schulen angeboten. Dieses Diplom ist entscheidend für den Zugang zu weiterführenden Bildungsangeboten in Deutschland.
Um das Deutsche Sprachdiplom zu erlangen, müssen die Schüler*innen bestimmte Unterrichtsprogramme absolvieren und eine zentrale Prüfung bestehen. Die Prüfungen sind für die Niveaustufen DSD I (B1) und DSD II (B2/C1) ausgelegt, die die Sprachkenntnisse für den Zugang zu Studienkollegs oder deutschen Hochschulen bestätigen. Interessanterweise wird das DSD seit 2012 auch im innerdeutschen Schulwesen eingesetzt, wodurch es nicht nur internationale, sondern auch inländische Schüler*innen erreicht.
Besonderheiten und Perspektiven
Die Teilnehmenden aus der Lehrerschaft, die an DSD-Schulen arbeiten, profitieren von dieser internationalen Vernetzung, da sie Einblicke erhalten, die sie in ihrem eigenen Unterricht umsetzen können. Die BTU möchte durch solche Initiativen nicht nur die eigenen Programme bekannt machen, sondern auch eine Brücke zu internationalen Bildungsinstitutionen schlagen. Diese Gespräche und die Möglichkeit, die Region Senftenberg zu erkunden, bieten Lehrkräften wertvolle Impulse für die Vermittlung von interkulturellem Wissen an ihre Schüler*innen.
Die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) unterstreicht die Bedeutung dieser Networking-Möglichkeiten, die dazu dienen, viele Schüler*innen von DSD-Schulen auf einen erfolgreichen Bildungsweg in Deutschland vorzubereiten. Die Unterstützungsangebote und die steigende Vernetzung im internationalen Bildungsbereich zeigen auf, wie wichtig es ist, sich gegenseitig auszutauschen und voneinander zu lernen.