Am 1. Juni 2026 werfen wir einen Blick auf die spannenden Entwicklungen an der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg, die nicht nur bildungspolitisch, sondern auch kulturell von Bedeutung sind. Ein prägnantes Beispiel hierfür ist die verstärkte Zusammenarbeit zwischen der BTU und dem Sorbischen Institut, die kürzlich eine neue Kooperationsvereinbarung besiegelt haben. Diese Kooperation zielt darauf ab, die sorbische Sprache und Kultur zu stärken und sichtbarer zu machen.

Die Vereinbarung schafft einen verbindlichen Rahmen für gemeinsame Lehrveranstaltungen, die Betreuung von Abschlussarbeiten und Promotionen sowie den Ausbau neuer Forschungsschwerpunkte im Bereich Sorabistik und Minderheitenforschung. Geplant sind auch kulturelle Transformationsprojekte in der Lausitz und Initiativen, die die niedersorbische Sprache auf dem Campus und in der Öffentlichkeit sichtbarer machen sollen. Dies umfasst auch gemeinsame Tagungen und Konferenzen, um den Wissenstransfer zu fördern und eine aktive Vernetzung zu ermöglichen. Bereits existierende Kooperationen, wie öffentliche Vorlesungen und transdisziplinäre Forschungsforen zur digitalen Kultur der Sorben und Wenden, schaffen eine solide Basis für die neuen Projekte, die sich aus dieser Vereinbarung ergeben werden, wie radiocottbus.de berichtet.

Berufliche Wege an der BTU

An dieser Stelle lohnt sich ein Blick auf die Erfahrungen von Daniel Kubik, einem Alumnus der BTU, der Medienwissenschaft und Kulturwissenschaften studierte. Nach seinem Bachelorstudium in Potsdam entschied er sich, seinen Master an der BTU Cottbus fortzusetzen. Die Entscheidung fiel leicht, da er nicht nur eine tiefe Verbundenheit zur Heimat verspürte, sondern auch das Studienangebot mit seinen technischen Inhalten reizte. Während seiner Studienzeit konnte er wertvolle Kontakte knüpfen und zahlreiche praktische Erfahrungen sammeln, insbesondere am Lehrstuhl Technikgeschichte und während seines Praktikums am Sorbischen Institut. Dort verband er seine Leidenschaft für Film mit seinen sorbischen/wendischen Wurzeln, was zu einem Überblicksartikel führte, der in der Niedersorbischen Bibliothek hinterlegt ist, wie b-tu.de erläutert.

Trotz dieser positiven Erlebnisse hatte Herr Kubik nach dem Studium Schwierigkeiten, eine Anstellung in der Region zu finden. Seiner Meinung nach war die Stellenvermittlung über die Arbeitsagentur wenig zielführend. Er gibt zukünftigen Studierenden den Rat, sich frühzeitig über ihre beruflichen Ziele klar zu werden und praktische Erfahrungen zu sammeln. Dies hat ihm letztendlich geholfen, 2018 erfolgreich in den sächsischen Schuldienst einzutreten, wo er die Möglichkeit bekam, sich weiter zu qualifizieren.

Sorbische Kultur im Fokus

Mit Blick zurück auf seine Studienzeit vermisst Herr Kubik die Freiräume, die ihm damals ermöglichten, sich intensiv mit neuen Inhalten auseinanderzusetzen. Sein Interesse an sorbischen/wendischen Filmen wuchs während seiner Praktikumszeit, als er feststellte, dass es deutlich mehr solcher Produktionen gibt als ursprünglich angenommen. Besonders bemerkenswert ist, dass die meisten Filme in Form von Dokumentationen oder Kulturfilmen vorliegen, während fiktionale Formate rar gesät sind.

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Der Netzwerkgedanke spielte eine zentrale Rolle in seinen Erfahrungen. Mit der Gründung des Netzwerks Łužycafilm im Jahr 2015, das sorbisch-deutsche Medienschaffende vernetzen soll, gibt es jetzt noch mehr Unterstützung für Produzenten, die die sorbische Kultur im Film einfangen möchten. Diese Synergien kommen auch der neuen Kooperation zwischen der BTU und dem Sorbischen Institut zugute, denn sie schärft nicht nur den Fokus auf die Wissenschaft, sondern auch auf die lebendige Kultur der Sorben und Wenden im Rahmen zukünftiger Forschungsprojekte.