Wolfsburg bezwingt Heidenheim im temporeichen Zweitliga-Duell mit 3:1
Der VfL Wolfsburg hat am 8. Zweitliga-Spieltag den 1. FC Heidenheim mit 3:1 (2:1) geschlagen. In einer Partie mit hohem Tempo, Pfostentreffern und Chancen auf beiden Seiten trafen Alexander Bernhardsson, Robert Glatzel und Muhammed Damar für die Gastgeber, Patrick Mainka erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich.
Sieben Punkte aus den vergangenen drei Spielen bringen Wolfsburg auf den Relegationsrang. Heidenheim ist dagegen seit zwei Partien sieglos und rutschte auf Platz fünf. Viel Abstand gibt es trotzdem nicht: Beide Mannschaften trennen lediglich ein Punkt.
Früher Treffer, viele Antworten
Nach dem 4:4 gegen Nürnberg veränderte VfL-Trainer Tobias Strobl seine Startelf auf drei Positionen. Timon Wellenreuther ersetzte Jakub Zielinski im Tor, außerdem begannen Saël Kumbedi und Cleiton für Mathys Angély und Kilian Fischer. Heidenheims Trainer Frank Schmidt nahm nach dem 0:0 gegen Kaiserslautern eine Änderung vor: Alessandro Vogt startete im Sturm anstelle von Mathias Honsak.
Nach gerade einmal 15 Sekunden hätte Christian Conteh Heidenheim in Führung bringen können. Wolfsburgs Torwart Timon Wellenreuther parierte jedoch. Kurz darauf schlug es auf der anderen Seite ein: Vinicius Souza behauptete den Ball im Strafraum und legte für Alexander Bernhardsson zurück. Der Schwede traf aus 17 beziehungsweise 18 Metern flach ins linke untere Eck – 1:0 in der 1. Minute. Es war das schnellste Tor der laufenden Zweitliga-Saison.
Viel Zeit zum Durchatmen blieb nicht. In der 3. Minute köpfte Heidenheims Julien Niehues eine Wolfsburger Ecke an die eigene Latte. Elf Minuten später klärte Wolfsburgs Cleiton einen Kopfball von Jan Schöppner von der Linie. Ein Treffer von Alessandro Vogt zählte in der 12. Minute wegen Abseits nicht, ehe Saël Kumbedi für Wolfsburg den Pfosten traf (15.).
Heidenheim blieb dran. Nach einer Ecke flankte Paul Hennrich von rechts, Schöppner verlängerte per Kopf und Patrick Mainka köpfte in der 21. Minute ins lange Eck. 1:1. Niehues (24.) und Vogt (28.) hatten danach weitere Gelegenheiten, zielten aber daneben. Ab der 30. Minute bekam Wolfsburg die Partie wieder besser zu fassen.
Kurz vor der Pause war erneut das Aluminium im Weg: Bernhardsson traf aus rund 19 beziehungsweise 20 Metern den linken Pfosten (45.). Dann flankte Joakim Mæhle von links, Robert Glatzel setzte sich im Zentrum gegen Föhrenbach durch und köpfte zur erneuten Wolfsburger Führung ein. Die Angaben zur Distanz variieren dabei je nach Spielbericht: sieben beziehungsweise elf Meter. Der Zeitpunkt war eindeutig – 45.+1.
Damar sorgt für die Entscheidung
Nach dem Seitenwechsel nahm die Zahl der klaren Möglichkeiten ab, gefährlich blieb Heidenheim trotzdem. Vogt verfehlte in der 47. Minute knapp das Tor. Die Gäste waren zunächst spielbestimmend und kamen mehrfach in Tornähe, doch Wolfsburg kontrollierte das Tempo besser. Wellenreuther sah in der 59. Minute die Gelbe Karte.
In der 65. Minute fiel das 3:1. Fabian Reese legte rund 20 Meter vor dem Tor beziehungsweise am Strafraum für Muhammed Damar auf. Damar schoss aus 19 Metern, Patrick Mainka fälschte den Ball unglücklich und entscheidend ab. Für Heidenheims Torwart Thomas Dähne wurde der Schuss dadurch unhaltbar – rechts unten schlug er ein. Die Torwahrscheinlichkeit für diesen Treffer lag laut Bundesliga Match Facts bei lediglich sieben Prozent.
Danach ließ Wolfsburg Ball und Gegner laufen. Der vierte Treffer wollte aber nicht fallen: Kumbedi scheiterte aus acht Metern an Dähne, außerdem vergaben Reese (71.), Damar (72.) und der eingewechselte Elvis Rexhbecaj (72.) weitere Chancen. Heidenheim drängte in der Schlussphase auf den Anschluss, fand jedoch keine gefährliche Lücke mehr. Beim 3:1 blieb es bis zum Abpfiff.
Zahlen, Termine und ein knappes Tabellenbild
Die Match Facts zeichnen ein etwas anderes Bild als das Ergebnis: Wolfsburg kam auf 2,00 erwartete Tore, Heidenheim auf 2,35 xGoals. Schnellster Spieler war Heidenheims Michael Heule mit 33,94 km/h. Die beste Pass-Effizienz wurde Wellenreuther mit +5,67 zugeschrieben.
Am Freitagabend geht es für Wolfsburg auswärts beim VfL Bochum weiter, Anstoß ist um 18:30 Uhr. Heidenheim empfängt am Samstagmittag Energie Cottbus, los geht’s um 13 Uhr. Für das Umfeld an der TU Cottbus dürfte dieser Termin am 17.10.2026 besonders leicht im Kalender auffallen – und nach diesem wilden Spiel in Wolfsburg vermutlich auch mit etwas mehr Spannung.
