Am 22. April 2026 unterzeichneten die Technische Universität Dortmund und die Wilo Group eine Absichtserklärung, die eine vielversprechende Partnerschaft zur Verbindung von Wassertechnologie und Künstlicher Intelligenz begründet. Prof. Manfred Bayer von der TU Dortmund unterstrich dabei, wie wichtig die Kombination von Industrie- und Marktexpertise mit akademischer Forschung und Lehre ist. Diese Synergie soll vor allem in der Entwicklung eines Zertifikatskurses mit dem Namen „WATER AI“ ihren Ausdruck finden, der sich auf die Fachrichtungen Raumplanung, Bauingenieurwesen und Informatik konzentriert.

Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft in Nordrhein-Westfalen, betonte die positive Bedeutung dieser Zusammenarbeit für den Wissenschaftsstandort und die Entwicklung neuer Technologien. Die Wilo Group, die sich als Weltmarktführer in der Produktion von hocheffizienten Umwälzpumpen etabliert hat, sieht in dieser Kooperation eine Schlüsselrolle, um innovative Lösungen für die Herausforderungen im Bereich Wassermanagement zu entwickeln.

Global WATER AI Academy

Im Rahmen dieser Partnerschaft wird auch die Global WATER AI Academy gegründet, die als internationale Plattform für Innovation, Bildung und Kooperation fungieren soll. Der CEO von Wilo, Oliver Hermes, hob hervor, dass die Verbindung von Wassertechnologie und Künstlicher Intelligenz nicht nur notwendig, sondern auch dringend ist, um zukunftsfähige Lösungen zu erarbeiten. Ziel der Akademie ist es, Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu fördern, sodass KI effektiv für die Wasserversorgung eingesetzt werden kann.

Die Global WATER AI Academy wird sich auf den Aufbau von Kompetenzen an der Schnittstelle von Wasser und KI konzentrieren. Sie plant konkrete Formate wie „Living Labs“, Hackathons und Incubation-Programme, um neue digitale und KI-basierte Lösungen für das Wassermanagement zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Es sollen auch zertifizierbare Online-Module auf Credit-Point-Basis angeboten werden. Die Akademie wird somit zum Knotenpunkt für Forschungskooperationen, Roadshows, Konferenzen und globale Partnernetzwerke.

Aktuelle Entwicklungen im Bereich KI und Wasserforschung

Durch innovative Projekte, wie der Prognose des Grundwasserdargebots oder der automatisierten Auswertung von Unterwasservideos, nutzen BfG-Wissenschaftler verschiedene Methoden des Maschinellen Lernens, um effektive Lösungen zu finden. Der Austausch von Ideen und Impulsen während solch thematischer Treffen ist entscheidend, um den aktuellen Stand der Kooperationen zu evaluieren und zukünftige Entwicklungen im Bereich KI voranzutreiben.

Diese Entwicklungen zeigen, dass es in der Verbindung von Wassertechnologie und KI nicht nur um technische Innovationen geht, sondern auch um die Schaffung eines Netzwerks, das Wissenschaft und Praxis miteinander vereint.