In der aktuellen Diskussion um die Zukunft der industriellen Kommunikation hat das Forum Junge Spitzenforschung an der TU Dortmund einen bedeutenden Akzent gesetzt. Bei der jüngsten Veranstaltung wurden innovative Forschungsansätze zur Optimierung des industriellen Arbeitslebens vorgestellt und prämiert. Die Leitung wurde von Dr. Ronald Kriedel, vom Centrum für Entrepreneurship & Transfer (CET) der Technischen Universität Dortmund und der TU concept GmbH, übernommen. Ziel des Forums ist es, Nachwuchswissenschaftler*innen zu unterstützen, die praxistaugliche Lösungen entwickeln. Hierbei bewertete eine Jury, bestehend aus namhaften Wirtschaftsexpert*innen, die Ideen hinsichtlich ihrer Innovationskraft, Praxisrelevanz und ihres wirtschaftlichen Potenzials.
Zu den Jurymitgliedern zählten Dr. Dagmar Dirzus von KROHNE Messtechnik GmbH, Dr. Heinrich Dornbusch von PROvendis GmbH, und Vertreter*innen von der IHK zu Dortmund sowie dem Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie NRW. Die Veranstaltung war Teil des Ruhr Innovation Labs, das zwischen der TU Dortmund und der Ruhr-Universität Bochum ins Leben gerufen wurde, um eine zukunftsfähige Gesellschaft zu entwickeln.
Cleveres Netzwerk für die Industrie
Die Jury kürte das Team von „PANGOLIN Networks“ zum Sieger und verlieh ihnen ein Preisgeld von 12.000 Euro. Ihr Konzept, eine integrierte Netzwerkbegleitlösung für industrielle Funknetze, überzeugte durch hohe Verfügbarkeit, Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz. Dieses Vorhaben hat das Potenzial, als Grundlage für eine mögliche Unternehmensgründung zu dienen. Der zweite Platz ging an ein autonomes Funkgerät für die Binnenschifffahrt, das ebenfalls vielversprechende Ansätze zutage förderte.
Doch was bedeutet das für die restliche Industrie, insbesondere im Hinblick auf die fortschreitende Digitalisierung? Das Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut hat bereits vielversprechende Lösungen für funkgestützte Datenübertragung entwickelt, die sich in der Praxis bewähren. In der Abteilung für Drahtlose Kommunikation und Netze werden Technologien wie 5G, selbstorganisierende Netze und intelligente Antennensysteme in enger Zusammenarbeit mit Unternehmen erforscht. Zu den Dienstleistungen gehören unter anderem wissenschaftliche Studien, Feldmessungen und die Entwicklung von Hardware-Prototypen.
Die Rolle von 5G in der industriellen Kommunikation
Ein weiterer wichtiger Aspekt für die Optimierung industrieller Arbeitsabläufe ist der Schwerpunkt auf 5G und den darauf basierenden Technologien. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Initiative »5G: Industrielles Internet«, die darauf abzielt, innovative und benutzerfreundliche Kommunikationslösungen für kleine und mittlere Unternehmen zu entwickeln. In diesem Kontext erfolgt die Erfassung neuer Technologien und Netzarchitekturen zur industriellen Kommunikation, um Handlungsempfehlungen abzuleiten und Synergien zwischen verschiedenen Forschungsprojekten zu nutzen.
Das Fraunhofer IEM könnte hier eine Schlüsselrolle spielen, da es weltweit Aktivitäten zur Standardisierung und Normierung von Kommunikationslösungen untersucht. Mit dem Ziel, die Kompatibilität von Schnittstellen sicherzustellen, wird den Anwendern auch die Möglichkeit geboten, sich mit den neuesten Entwicklungen im Bereich industrieller Kommunikationsnetze vertraut zu machen.
Die Entwicklungen im Bereich der industriellen Kommunikation zeigen deutlich, dass die Zukunft sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringt. Die ausgezeichneten Konzepte aus Dortmund sind ein starkes Signal in Richtung einer zukunftsfähigen Industrie, die auf Innovation und Zusammenarbeit setzt.