Am 12. Mai 2026 wurde die Eröffnung eines neuen Analyselabors im Rahmen des Ruhr Innovation Lab an der TU Dortmund gefeiert. Dieses Labor verspricht, einen hohen Durchsatz an Ergebnissen zu ermöglichen und somit einen wesentlichen Beitrag zur Materialforschung zu leisten. Die Neuerungen sind für grundlegende wissenschaftliche Untersuchungen sowie praktische Anwendungen von großer Relevanz. Durch die Entstehung eines kontinuierlichen „Feedback-Loops“ wird eine Qualitätssteigerung der Materialien angestrebt, die in verschiedenen Industrien benötigt werden.

Das Ruhr Innovation Lab, das eine Kooperation zwischen der Ruhr-Universität Bochum und der TU Dortmund darstellt, zielt darauf ab, neuartige Materialien zügig aus der Grundlagenforschung in Anwendungen zu überführen. Besonders wichtig ist der Bedarf an neuen Halbleitern, die aus nachhaltig verfügbaren Rohstoffen produziert werden sollen. Das neue Analyselabor wird an der Fakultät für Physik und am Forschungszentrum DAEDALUS angesiedelt, während die Entwicklung der zehn Einzellabore von Prof. Marc Aßmann und Dr. Jörg Debus geleitet wird.

Ein europäisches Referenzlabor in Sicht

Mit dem neuen Analyselabor soll die TU Dortmund zudem zu einem europäischen Referenzlabor für Materialwissenschaften werden. Das Labor bietet ein außergewöhnliches Spektrum an Laseruntersuchungsmethoden, von dem nicht nur interne Forschungsprojekte profitieren, sondern auch externe Nutzer. Diese Öffnung des Labors für externe Institutionen könnte das Innovationspotenzial in der Materialforschung weiter steigern.

Die Relevanz der Materialforschung ist in den letzten Jahren aufgrund globaler Herausforderungen wie Klimawandel, Rohstoffknappheit und Urbanisierung merklich gestiegen. Vor diesem Hintergrund hat das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) ein neues Fachprogramm mit dem Titel „Materialinnovationen für die Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft (Mat2Twin)“ ins Leben gerufen. Ziel dieses Programms ist der Aufbau von Wertschöpfungsnetzwerken, die innovative und robuste Werkstoffe hervorbringen, welche zudem recyclingfähig sind.

Forschung mit weitreichenden Zielen

Poorbe menschlich einhergehende Anliegen sind bei den Vorhaben im Rahmen des BMFTR höchst relevant. Die Forschung konzentriert sich auf Nachhaltigkeit, Medizin, zivile Sicherheit und Digitalisierung. Es geht unter anderem um die Entwicklung langlebiger, reparierbarer Produkte, die Verbesserung kritischer Infrastrukturen oder die Nutzung digitaler Methoden zur Analyse von Materialeigenschaften.

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Statistische Daten belegen die Bedeutung der Materialforschung für die deutsche Industrie. Rund 56 % der Produktionskosten im verarbeitenden Gewerbe entfallen auf Materialkosten, und etwa 6,5 Millionen Menschen sind in dieser Branche beschäftigt. Zwischen 2010 und 2022 hat das BMFTR rund 4,5 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung im Bereich Werkstofftechnologien investiert, womit die materialverarbeitende Industrie einen Anteil von 20 % an der gesamten Brutto-Wertschöpfung in Deutschland hat.

Der gesamte Materiallebenszyklus umfasst verschiedene Phasen, beginnend mit der Rohstoffbeschaffung, über die Herstellung und Verarbeitung von Werkstoffen hinweg bis hin zur Qualitätssicherung. Durch die Innovationskraft des neuen Analyselabors in Dortmund kann dieser Lebenszyklus nachhaltig optimiert werden, was letztlich der Gesellschaft zugutekommt.