Am 22. Mai 2026 wurde das „Ruhr Innovation Lab“ von einem international besetzten Gremium begutachtet. Die Ruhr-Universität Bochum und die Technische Universität Dortmund (TU Dortmund) haben sich in der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder um Fördermittel beworben. Diese Initiative zielt darauf ab, hochschulübergreifende Forschungsfreiräume zu eröffnen und Netzwerke zu schaffen, die der Gesellschaft zu einem zukunftsfähigen und resilienten Fortschritt verhelfen.
Der Rektor der TU Dortmund, Prof. Manfred Bayer, betonte die bereits etablierte enge Zusammenarbeit zwischen der TU Dortmund und der Ruhr-Universität Bochum. Prof. Martin Paul, Rektor der Ruhr-Universität Bochum, dankte in seiner Ansprache den Mitgliedern und Partnern, die sich intensiv auf die Begutachtung vorbereitet hatten. Der Bericht von TU Dortmund hebt hervor, dass die Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr) seit fast 20 Jahren besteht und die TU Dortmund, die Ruhr-Universität Bochum sowie die Universität Duisburg-Essen umfasst.
Forschungsschwerpunkte und Kooperationen
Das Ruhr Innovation Lab sieht die Weiterentwicklung gemeinsamer Forschungsschwerpunkte vor. Pilotfakultäten der beteiligten Universitäten sollen Berufungen und Studienangebote abstimmen. Ein innovatives Buchungssystem wird eingerichtet, um den effizienten Austausch und die gemeinsame Nutzung von Forschungsgeräten zu ermöglichen. Die erfolgreichen Maßnahmen, die im Rahmen des Ruhr Innovation Lab umgesetzt werden, könnten auch auf die Kooperation mit der Universität Duisburg-Essen übertragen werden, was die interuniversitäre Vernetzung weiter festigt.
Das Gremium hatte während seines Besuchs die Möglichkeit, Fragen zu stellen und direkte Gespräche mit Rektoraten, Forschenden und Studierenden zu führen, was den effizienten Dialog und die Verankerung der Ideen an der Basis demonstriert. Über 300 Beteiligte waren in die Programmvorbereitungen involviert, was die Vielzahl der Stakeholder verdeutlicht, die an der Entstehung des Ruhr Innovation Lab mitgewirkt haben.
Ziele der Exzellenzstrategie
Die Exzellenzstrategie, die auf der ehemaligen Exzellenzinitiative aufbaut, soll die Spitzenforschung an deutschen Universitäten stärken, die Sichtbarkeit im internationalen Vergleich erhöhen und zur Schärfung der Universitätsprofile beitragen. In diesem Kontext ist das Ruhr Innovation Lab nicht nur ein Antrag, sondern ein umfassendes Konzept, das sich gegen zehn weitere Neuanträge durchsetzen muss. Bis zu fünf dieser Anträge können gefördert werden.News RUB berichtet von diesem Wettbewerb, bei dem die Entscheidung über die Fördermittel am 2. Oktober 2026 bekannt gegeben wird, mit dem Förderbeginn im Januar 2027 für zunächst sieben Jahre.
Die Exzellenzstrategie umfasst zwei Förderlinien: Exzellenzcluster und Exzellenzuniversitäten, die beide darauf abzielen, internationale Spitzenforschung zu fördern. Für die Universitäten stehen bis zu 28 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung, wobei ein strategisches Konzept zur Stärkung der strukturellen Erneuerungsfähigkeit erarbeitet wird. Aspekte wie Spitzenforschung, Forschungsübertragungen, Diversität und internationale Verbindungen stehen dabei im Fokus BMFTR.