Dresdner Eislöwen drehen 0:2-Rückstand gegen Bietigheim im Schlussdrittel
Die Dresdner Eislöwen haben am 2. Oktober 2026 in der JOYNEXT Arena einen 0:2-Rückstand gedreht und die Bietigheim Steelers mit 3:2 besiegt. Für die Mannschaft war es ein Abend mit Anlauf: Erst lief wenig zusammen, dann wurde es laut auf dem Eis und vermutlich auch in manchem Dresdner Bauch.
Verzichten musste Dresden auf die verletzten Janick Schwendener, Sebastian Gorcik und Simon Karlsson. Ivan Komirist spielte für die U20, Karl Gärtner und Jacob Ficenec liefen für Leipzig auf. Erneut stand Marvin Berbner im Dresdner Tor – und sollte später noch eine zentrale Rolle spielen.
Steelers gehen kurz vor der Pause in Führung
Im ersten Drittel neutralisierten sich beide Teams zunächst. Dane Fox hatte in der 5. Minute die erste Dresdner Chance. Drei Minuten später bekam Bietigheim nach einer Strafe gegen Tomas Andres wegen hohen Stocks das erste Powerplay, blieb dabei aber erfolglos. David Suvanto und Benjamin Zientek prüften jeweils die gegnerischen Torhüter.
Kurz vor der Pause musste Dresden nach einer Strafe gegen Felix Krüger in Unterzahl spielen. Steve Raabe nutzte die Überzahl in der 19. Minute und brachte die Steelers mit 1:0 in Führung.
Im zweiten Drittel verpasste Oliver Granz in der 22. Minute den Ausgleich. Nach einem Stockcheck gegen Connor Korte erhielt Eckl in der 23. Minute eine Strafe, doch auch dieses Dresdner Powerplay blieb ungenutzt. Die Eislöwen erhöhten den Druck, vergaben allerdings mehrere Möglichkeiten.
Berbner verhinderte bei einem Zwei-gegen-eins-Angriff der Steelers zunächst einen weiteren Treffer. Auch eine Dresdner Unterzahl nach einem Wechselfehler blieb ohne Gegentor. Gegen Tim Schüler parierte der Torhüter zunächst, beim Nachschuss von Cerny in der 35. Minute war er jedoch machtlos: Bietigheim erhöhte auf 2:0. Ein Powerplay nach einer Strafe gegen Tim Bender blieb bis zur zweiten Pause ebenfalls ungenutzt.
Dresden dreht das Spiel im Schlussdrittel
Zu Beginn des Schlussdrittels brachte auch eine Dresdner Restüberzahl nichts ein. Eine eigene Unterzahl nach einem Wechselfehler in der 41. Minute überstand Dresden ohne Gegentreffer. Dann kam Bewegung in die Sache.
Nach einer Strafe gegen Fischer wegen Beinstellens verkürzte Ryan MacKinnon in der 48. Minute im Powerplay auf 1:2. Dane Fox und Tomas Sykora lieferten die Vorlagen. In der 51. Minute folgte die nächste Überzahl nach einer Strafe gegen Eckl – und diesmal zappelte die Scheibe im Netz. Adam Helewka traf nach Vorarbeit von Alec Ahlroth und Tomas Andres zum 2:2.
In der 54. Minute war die Partie endgültig gedreht. Bruno Riedl erzielte aus der Distanz das 3:2, vorbereitet von Tylor Spink und Felix Krüger. Eine Minute später hielt Berbner den Dresdner Vorsprung mit einer Parade fest. Anschließend überstand Dresden noch eine Strafe gegen Jan Nijenhuis wegen Spielverzögerung. Tomas Sykora hatte in Unterzahl sogar noch die Chance auf einen weiteren Treffer.
Marvin Berbner wurde als bester Dresdner Spieler ausgezeichnet. Ganz passend, denn ohne seine Paraden – gerade beim Zwei-gegen-eins und im letzten Drittel – hätte dieser Abend wohl eine andere Richtung genommen.
Šubr: „Wir müssen konstanter auftreten“
Trainer Bo Šubr sah einen schlechten Start seiner Mannschaft. Dresden habe zunächst zu wenig Tempo, Körperlichkeit und offensive Aktionen gezeigt. Zwei Strafen im Angriffsdrittel hätten Bietigheim außerdem Schwung und Powerplay-Möglichkeiten verschafft.
Im zweiten Drittel habe Dresden mehrere klare Ausgleichschancen gehabt, diese aber nicht genutzt. Nach mehreren Niederlagen sei zudem eine gewisse Verunsicherung im Team spürbar gewesen. Im Schlussdrittel habe die Mannschaft jedoch nicht aufgegeben und gut gekämpft.
Šubr verwies außerdem darauf, dass beide Teams starke junge Torhüter eingesetzt hätten. Für Dresden bleibt trotzdem Arbeit: Über die gesamte Spielzeit müsse die Mannschaft konstanter auftreten. Am Ende reichten Einsatz, Überzahlmomente und ein stark aufgelegter Berbner noch zum 3:2 – gerade so, aber eben auch verdient erkämpft.
Die Partie fand am 2. Oktober 2026 in Dresden statt; heute ist der 3. Oktober 2026. Der Bericht basiert auf der Quelle diesachsen.de.
