Am 11. Juli 2026 wurde das Regionalbüro Lehrkräftebildung der Technischen Universität Dresden (TUD) offiziell eingeweiht. Dieser Schritt markiert einen wichtigen Meilenstein im Rahmen des Wissenschaftsfestes „OHA! – Oberlausitz hat Ahnung!“ auf dem Markt in Zittau, wo sich zahlreiche Besucher über die Ziele und Angebote des neuen Büros informierten. Die Eröffnung fand unter dem Zeichen einer Glückskastanie statt, die als Symbol für Wachstum, Verwurzelung und Vernetzung steht.

Das Regionalbüro ist eine Außenstelle des Zentrums für Lehrkräftebildung, Schul- und Berufsbildungsforschung (ZLSB) der TU Dresden und befindet sich im Internationalen Hochschulinstitut (IHI) Zittau. Hier sollen Universitäten, Schulen, Ausbildungsstätten und andere Bildungseinrichtungen besser miteinander vernetzt werden. Ein zentrales Ziel dabei ist es, die Sichtbarkeit der Lehrkräftebildung in der Region zu erhöhen und die spezifischen Bedürfnisse der Bildungseinrichtungen zu berücksichtigen.

Regionales Netzwerk und Innovationsförderung

Bei der Eröffnung äußerte sich Thomas Zenker, der Oberbürgermeister von Zittau, positiv über das neue Angebot. Prof. Dr. Thorsten Claus, Direktor des IHI, sieht großes Potenzial für Synergien und die Schaffung innovativer Formate. Geplant sind Workshops und Vernetzungstreffen, die Themen wie Künstliche Intelligenz, Schulraumgestaltung, Neurodivergenz und Hochbegabung aufgreifen werden. Diese Formate bieten Lehrkräften und Bildungseinrichtungen die Möglichkeit, sich über aktuelle Trends und Entwicklungen auszutauschen.

Prof. Dr. Axel Gehrmann, Direktor des ZLSB, betonte die Chancen, die sich durch die Eröffnung für angehende Lehramtsstudierende bieten. Die Einrichtung lädt Interessierte ausdrücklich ein, Ideen und Wünsche zur Weiterentwicklung der Angebote einzubringen. Das Regionalbüro soll als Anlaufstelle für Lehrkräfte, Schulen und andere Bildungsakteure dienen und ihnen bei der Umsetzung ihrer Projekte zur Seite stehen.

Lehramtsstudiengänge und ihre Struktur

Ein wichtiger Aspekt der Lehrkräftebildung an der TUD sind die unterschiedlichen Lehramtsstudiengänge, die an verschiedene Schularten angepasst sind. Der Lehramtstyp für die Grundschule (Primarstufe) umfasst beispielsweise einen umfassenden Bildungsweg mit einer Kombination aus fachwissenschaftlichem und fachdidaktischem Anteil. Die Studierenden erwerben sowohl theoretisches Wissen als auch praktische Fähigkeiten, die für eine erfolgreiche Lehrtätigkeit notwendig sind.

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Für die Sekundarstufe I und II gelten spezifische Anforderungen, die die Studierenden optimal auf die Herausforderungen des Lehrerberufs vorbereiten. Dabei sind Themen wie Praktika und Bildungswissenschaften zentrale Elemente der Ausbildung. Anhand folgender Tabelle lässt sich die Struktur der Studiengänge zusammenfassen:

Lehramtstyp Fachwissenschaftlicher Anteil (LP) Fachdidaktischer Anteil (LP) Praktika (LP) Abschlussarbeit (LP) Bildungswissenschaften (LP)
Grundschule 45 15 40 3 2
Sekundarstufe I 65 15 35 6 5
Sekundarstufe II (Gymnasium) 80 15 35 9 8
Sekundarstufe II (berufliche Schulen) 90 15 25 30 35

Insgesamt wird deutlich, dass die Einrichtung des Regionalbüros Lehrkräftebildung nicht nur für die Region Oberlausitz, sondern auch für die TUD selbst einen Gewinn darstellt. Es schafft Möglichkeiten zur Vernetzung, fördert die Fortbildung und bietet eine Plattform, die den Austausch zwischen Bildungseinrichtungen und zukünftigen Lehrkräften anregt. Für weitere Informationen oder Fragen steht das Regionalbüro Lehrkräftebildung in Zittau jederzeit zur Verfügung, erreichbar unter der Telefonnummer 0351 463 39984 oder über ihre Webseite tu-dresden.de/zlsb.