Am 20. April 2026 fand in Augsburg eine bedeutende Ehrung für herausragende Lehrende an bayerischen Hochschulen statt. Der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Markus Blume, verlieh im Rahmen des „Bayerischen Tags für gute Lehre“ den renommierten „Preis für gute Lehre“. Ausgezeichnet wurden dabei insgesamt 20 Hochschuldozentinnen und -dozenten, die durch ihre didaktische Brillanz, persönliche Zuwendung und Innovationsgeist herausragende Beiträge zur akademischen Bildung geleistet haben. Die Preisverleihung würdigte damit nicht nur Wissen, sondern auch ein hohes Maß an Engagement, das in der heutigen Hochschullandschaft unerlässlich ist.

Unter den Preisträgern fanden sich auch zwei herausragende Dozentinnen der Technischen Universität München: Prof. Dr. Alisa Machner und Dr. Georgia Samaras. Beide haben sich in hervorragender Weise um die Entwicklung ihrer Studierenden verdient gemacht und wurden für ihre besonderen Leistungen mit jeweils 5.000 Euro prämiert. Der „Preis für gute Lehre“ wird jährlich vergeben und ist ein Zeichen dafür, wie wichtig die Verbindung von Forschung und Lehre in der Hochschulausbildung ist, wie die Technische Universität München hervorhebt.

Die Vielfalt der Auszeichnungen

Insgesamt wurden im Rahmen der Preisverleihung 105.000 Euro an die Lehrenden ausgeschüttet. Dabei gingen 12 Preise an Universitäten, 6 an Hochschulen für angewandte Wissenschaften und 2 an Kunsthochschulen. Besonderes Augenmerk galt auch der erstmaligen Vergabe eines Anerkennungspreises für vorbildliche Lehre von Lehrbeauftragten, der mit 5.000 Euro dotiert ist. Preisträger werden durch Vorschläge ihrer Hochschulen gekürt, wobei die Studierenden aktiv an der Auswahl beteiligt sind. Zu den weiteren Preisträgern gehören unter anderem PD Dr. Philipp Arnold von der Universität Erlangen-Nürnberg sowie Dr. Katharina Ebner von der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

  • Preisträger 2025:
  • PD Dr. Philipp Arnold (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)
  • Stefanie Chabert (Universität Passau)
  • Andreas Eberl (Universität Regensburg)
  • …weitere Preisträger…
  • Dr. Georgia Samaras (Technische Universität München)

Der Kontext: Qualität in der Hochschullehre

Die Diskussion um die Qualität der Lehre und die Studienbedingungen an deutschen Hochschulen hat in den vergangenen Jahren erheblich an Fahrt gewonnen. Die Arbeitgeberverbände fordern dabei verstärkt, dass die Lehrkonzepte auch die Beschäftigungsfähigkeit der Studierenden stärker in den Fokus rücken. Auch der Wissenschaftsrat hat sich zu Wort gemeldet und empfiehlt, mehr Mittel für Studium und Lehre bereitzustellen, um die Qualität nachhaltig zu verbessern. Der Qualitätspakt Lehre strebt genau dies an und hat ein Volumen von 2 Milliarden Euro über einen Zeitraum von neun Jahren.

Die Bologna-Reform sowie ein strategischer Kurswechsel in der Hochschulpolitik haben dazu beigetragen, dass kompetenzorientierte Lehr- und Prüfungsformen auf die Agenda kamen. Für viele Lehrende bedeutet dies eine Herausforderung, da sie sich auf steigende Anforderungen einstellen müssen. Insbesondere die umfangreiche Diskussion über die Lehrqualität und die damit verbundenen Mittelverteilung unter den Hochschulen macht deutlich, dass der Weg zur Verbesserung der Studienbedingungen noch nicht am Ziel ist.

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Die jetzt ausgezeichneten Lehrenden stehen stellvertretend für alle, die in ihren Fächern innovative Lehrmethoden erproben und die Studierenden ernst nehmen. Der Preis für gute Lehre ist damit nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch ein Appell, die hohe Bedeutung von Bildung und persönlicher Weiterentwicklung im Hochschulbereich zu würdigen.