Am 8. Mai 2026 hat die Universität Bielefeld ein bedeutendes Projekt ins Leben gerufen, das unter dem Namen „IISY Excellence“ firmiert. Dieses Vorhaben wird kräftig vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) unterstützt, mit dem Ziel, bis zum Jahr 2029 jährlich 15 internationale Masterstudierende und fünf Promovierende im Bereich Künstliche Intelligenz zu gewinnen und sie in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren. Diese Initiative ist Teil des Programms „Academic Horizons – Attracting Global Minds“, das im Rahmen des „1.000 Köpfe‑Plus‑Programms“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt initiert wurde. Deutschlandweit profitieren 20 Hochschulen von insgesamt rund 15 Millionen Euro, wovon die Universität Bielefeld etwa 700.000 Euro erhält, um ihre Ambitionen zu verwirklichen.Aktuell Uni Bielefeld berichtet, dass sich das Projekt gezielt an leistungsstarke Studierende europäischer Partnerhochschulen aus Ländern wie Polen, der Ukraine, Spanien, Italien und den Niederlanden richtet.
Die strategische Auswahl der geeigneten Studierenden beginnt bereits in gemeinsamen Lehrveranstaltungen. Lehrende an der Universität identifizieren talentierte Bewerber und nutzen dazu ein neu entwickeltes Eignungsinstrument, das eine strukturierte Auswahl gewährleistet. Ein beschleunigtes Verfahren erleichtert besonders qualifizierten Bewerber*innen den Zugang zu den Studienprogrammen.
Betreuung und Förderung
Die Leitung des Projekts obliegt Prof. Dr. Benjamin Paaßen von der Technischen Fakultät, der auch Teil der Forschungstradition des Bielefelder Instituts und des Exzellenzclusters CITEC ist. Das Programm sieht eine kontinuierliche persönliche Förderung der Studierenden vor – vom ersten Kontakt über die Einschreibung bis hin zur Beschäftigung nach dem Studium auf Master- und Promotionsniveau. Die Studierenden haben während ihres gesamten Aufenthalts eine feste Ansprechperson, die sie ausgiebig betreut.
Vor Ort stehen Ansprechpartner am CITEC, dem International Office und dem Career Service der Universität bereit, um die neuen Studierenden umfassend zu unterstützen. Dies geschieht unter anderem durch Orientierungsveranstaltungen und die Förderung des Austauschs mit Forschenden und Unternehmen. Ziel ist es, den Übergang in die Wissenschaft oder die Wirtschaft der Region Ostwestfalen zu erleichtern.
Nachhaltige Strukturen
Das Projekt wurde vom International Office initiiert und wird vom Zentrum für wissenschaftliche Karriereentwicklung GrACe koordiniert. Die verantwortlichen Akteure streben an, bewährte Abläufe dauerhaft an der Universität zu verankern und diese Methoden auch auf andere Fachrichtungen zu übertragen. Mit dem Projekt „IISY Excellence“ wird nicht nur die Stärkung der Hightech Agenda in Deutschland vorangetrieben, sondern auch eine langfristige Strategie zur Gewinnung von internationalen Talenten im Bereich der Künstlichen Intelligenz etabliert.