In der Zeit vom 20. bis 24. Juli 2026 findet im Centrum für Biotechnologie (CeBiTec) der Universität Bielefeld die 13. CeBiTec-Schüler*innen-Akademie statt. Unter dem Motto „Biotechnologie und Medizin“ haben 17 Jugendliche aus Ostwestfalen-Lippe die Möglichkeit, sich intensiv mit aktuellen biowissenschaftlichen und medizinischen Themen auseinanderzusetzen. Ausgerichtet wird dieses Event von den Professoren Norbert Grotjohann, Volker F. Wendisch und Tilo Grosser, unterstützt von der Osthushenrich-Stiftung, die seit 2012 die Akademie fördert und deren Fortführung für die nächsten zwei Jahre bereits gesichert ist.

Das abwechslungsreiche Programm spricht besonders begabte Schüler*innen der gymnasialen Oberstufe an, die sich für die MINT-Fächer interessieren. Neben Fachvorträgen und Laborführungen bietet die Akademie Laborexperimente und bioinformatische Auswertungen an, die den Jugendlichen die Möglichkeit geben, praktische Erfahrungen zu sammeln. So stehen spannende Experimente wie mikrobiologische Bakteriendiagnostik und die Diagnostik von Herzerkrankungen auf dem Programm. „Die interdisziplinäre Ausrichtung der Akademie wurde in der fünften Förderphase nochmals verstärkt“, erklärt das Leitungsteam.

Einblick in die Biotechnologie

Die teilnehmenden Jugendlichen haben die Chance, nicht nur ihr Wissen über Biotechnologie zu vertiefen, sondern auch die Anwendung gentechnischer Methoden zu erlernen. Diese Schwerpunkte spiegeln sich im Programm der Akademie wider, das darauf abzielt, Fragen und Herausforderungen der modernen Biotechnologie und ihrer gesellschaftlichen sowie ethischen Implikationen zu beleuchten. Abendveranstaltungen fördern zudem den Austausch zwischen den Schüler*innen, Studierenden, Doktorand*innen und Wissenschaftler*innen, was das Networking und die persönliche Entwicklung unterstützt.

Besonderen Wert legen die Organisatoren auf die Rückmeldungen der Teilnehmer*innen, die das Angebot durchweg positiv bewerten. „Viel Spaß beim Forschen“ und der Aufbau persönlicher Beziehungen sind wichtige Aspekte, die die Akademie für die Jugendlichen zu einem einzigartigen Erlebnis machen. Schließlich haben seit 2012 bereits 195 ambitionierte Nachwuchswissenschaftler*innen an den Akademien teilgenommen, was die Bedeutung dieser Initiative untermauert.

MINT-Bildung im Fokus

Die CeBiTec-Schüler*innen-Akademie reiht sich in eine breitere Strategie ein, die auf die Stärkung der MINT-Bildung in Deutschland abzielt. Der MINT-Aktionsplan 2.0 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) verfolgt das Ziel, die Kompetenzen junger Menschen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu fördern und damit die Fachkräftesicherung in diesen Bereichen zu gewährleisten. Darüber hinaus sollen insbesondere bildungsbenachteiligte Jugendliche und Mädchen stärker unterstützt werden, um ihr Interesse an MINT-Disziplinen zu wecken und zu festigen, wie BMBF zusammenfassend erläutert.

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Die aufstrebenden Wissenschaftler*innen in Bielefeld stehen somit nicht nur im Fokus der regionalen Förderung, sondern sind auch Teil eines umfassenden Systems, das die MINT-Bildung in Deutschland transformieren soll. Die CeBiTec-Akademie ist daher mehr als nur ein Event – sie ist ein wichtiger Baustein für die Zukunft der Biotechnologie und Medizin und trägt zur Entwicklung einer jungen Generation bei, die bereit ist, die Herausforderungen von morgen anzugehen.