Vom 18. bis 21. Mai 2026 versammelten sich internationale Studierende, Wissenschaftler:innen und Hochschulleitungen aus rund 15 Ländern auf dem Duisburger Campus der Universität Duisburg-Essen zur AURORA Jubiläumskonferenz. Anlässlich von zehn Jahren europäischer akademischer Vernetzung bot die Konferenz nicht nur einen Raum für Austausch, sondern auch wichtige Impulse für die Zukunft der Wissenschaft.

Einer der Höhepunkte der Eröffnung war der Festvortrag von Dr. Mai Thi Nguyen-Kim, Wissenschaftsjournalistin und eine der prominentesten Stimmen in der Wissenschaftskommunikation. Ihr Vortrag mit dem Titel „Cutting through the noise: How to catch people’s attention and build trust in the information age“ thematisierte das Schichtenmodell der öffentlichen Aufmerksamkeit, in dem sie die Rolle der Wissenschaft im Kern betont. „Fakten brauchen vor dem Gericht der öffentlichen Meinung Anwälte – und Universitäten können diese Anwälte sein“, sagte sie in ihrer Eröffnungsrede. Dabei stellte sie klar, dass Vertrauen in die Wissenschaft heute wichtiger denn je ist.

Ein kreativer Austausch im Fokus

Die AURORA-Konferenz ermöglichte den Teilnehmenden nicht nur, voneinander zu lernen, sondern auch aktiv an Workshops zu neuen Lehr- und Lernformaten, Studierendenmobilität und Open Science teilzunehmen. Diskutiert wurden darüber hinaus Fragen zur zukünftigen Ausrichtung des Netzwerks und es wurden Best-Practice-Beispiele sowie Perspektiven von Studierenden vorgestellt.

Mit mehr als 260.000 Studierenden und über 800 Forschungsgruppen sind die neun Hochschulen, die Teil des AURORA-Netzwerks sind, sowohl in der Forschung als auch in der Lehre gut vernetzt. Diese engen Verbindungen sind entscheidend für die Gestaltung einer gemeinsamen europäischen Hochschulbildung.

Ein wichtiger Aspekt des Netzwerks ist die Stärkung des gesellschaftlichen Engagements und der digitalen Transformation innerhalb der Hochschulen. So war die UDE, die diese bedeutende Veranstaltung ausrichtete, von Beginn an Teil dieses Netzwerks und brachte zwei neue Partner ins Spiel: die Simon Fraser University aus Kanada und die University of Sussex aus dem Vereinigten Königreich.

Wissenschaftskommunikation im Wandel

Mit der Erhöhung der Anforderungen an die Wissenschaftskommunikation steht die Szene vor neuen Herausforderungen. Laut einem Bericht der Leibniz-Gemeinschaft sind die Ziele der Wissenschaftskommunikation klar: Forschung soll transparent und verständlich gemacht werden, um Vertrauen in wissenschaftliche Institutionen zu fördern und verschiedene gesellschaftliche Gruppen anzusprechen. Über **ein Netzwerk namens „Evidenzbasierte Wissenschaftskommunikation“** wird daran gearbeitet, effektive Kommunikationsstrategien und die Beteiligung der Öffentlichkeit weiterzuentwickeln.

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Die AURORA-Konferenz bietet somit einen hervorragenden Rahmen für den Austausch von Ideen und die Entwicklung zukunftsorientierter Ansätze in der Wissenschaftskommunikation. Die Bedeutung dieser Initiativen wird weiterhin wachsen, denn gerade in der heutigen Zeit ist ein gutes Verständnis für den Inhalt und die Relevanz wissenschaftlicher Forschung entscheidend, um das Vertrauen in die Wissenschaft zu stärken.
Die Universität Duisburg-Essen feierte nicht nur das zehnjährige Bestehen von AURORA, sondern auch die Möglichkeit, durch solchen Austausch die internationale Sichtbarkeit und gesellschaftliche Entwicklung der Hochschule zu verbessern.

Besonderes Augenmerk wurde außerdem auf die Auszeichnung der Preisträger:innen des Seizmic Awards gelegt, der studentische Initiativen im Bereich nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Unternehmertum würdigt. Dieser Preis ist nicht nur eine Anerkennung für herausragende Leistungen, sondern unterstreicht auch das Engagement der jungen Generation für nachhaltige Lösungen in den verschiedensten gesellschaftlichen Herausforderungen.

Insgesamt wird deutlich, dass die AURORA-Konferenz ein Schlüsselereignis ist, das nicht nur den akademischen Austausch fördert, sondern auch entscheidende Fragen zur Zusammenarbeit und zur Bedeutung einer starken Wissenschaftskommunikation aufwirft. Der Dialog und die Vernetzung unter den teilnehmenden Institutionen sind von wesentlicher Bedeutung für die Zukunft der europäischen Hochschullandschaft.

Mehr Informationen zur Eröffnung der AURORA-Jubiläumskonferenz finden Sie in den Berichten von uni-due, idw-online und leibniz-gemeinschaft.