Junge Tischler glänzen mit 96 Punkten beim Innungswettbewerb!
Am 23. Juli 2026 werden an der Universität Duisburg-Essen (UDE) die Erfolge zweier frischgebackener Tischler gefeiert. Lucie Niedereichholz und Alexander Hielscher haben mit ihren Gesellenstücken 96 von 100 Punkten erlangt. Diese herausragenden Ergebnisse wurden von dem Innungswettbewerb „Die Gute Form“ ausgezeichnet, bei dem beide auf den zweiten Platz für ihre innovativen Designideen gewählt wurden. Ihre dreijährige Ausbildung an der UDE umfasste spannende Projekte, bei denen sie etwa Bänke für den Außenbereich und maßgeschneiderte Kücheneinrichtungen entworfen haben.
Besonders bemerkenswert sind die individuellen Lösungen, die sie entwickelt haben, darunter eine Transportbox für einen Laser, der ins ferne Japan verschickt wurde. Alexander Hielscher hebt hervor, dass die Arbeit als Tischler abwechslungsreich und alles andere als routinemäßig ist. Lucie Niedereichholz wurde durch eine Ausschreibung auf die Ausbildungsstelle an der Universität aufmerksam, was den beiden den Einstieg in die handwerkliche Ausbildung erleichterte.
Ausbildung im Tischlerhandwerk
Die Ausbildung zur Tischlerin oder zum Tischler ist nicht nur eine Voraussetzung für das Tischlerhandwerk, sondern bietet auch eine Vielzahl an beruflichen Perspektiven. Laut ausbildung.de ist es vorteilhaft, einen Hauptschulabschluss zu haben, auch wenn die Ausbildung auch ohne Schulabschluss möglich ist. Mathe-Kenntnisse sind für die präzise Arbeit im Holzhandwerk unerlässlich, ebenso wie Kreativität und handwerkliches Geschick. Maßarbeit gilt als entscheidend für die Qualität der Möbelstücke und Holzverkleidungen, die gefertigt werden.
Die Arbeit kann körperlich fordernd sein, deshalb sind körperliche Fitness und der Umgang mit Maschinen ganz wichtig. Zudem wird ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen geschätzt, das für verschiedene praktische Herausforderungen im Tischlerhandwerk notwendig ist. Die Möglichkeit, nach der Ausbildung in verschiedenen Betrieben zu arbeiten oder sich weiterzubilden, zeigt die Vielseitigkeit dieses Berufes. So können Tischler sich beispielsweise in betriebswirtschaftlichen Bereichen fortbilden oder den Meisterbrief erwerben, um Betriebsleitungen zu übernehmen oder Auszubildende selbst auszubilden.
Von der Ausbildung zur Karriere
Lucie Niedereichholz und Alexander Hielscher haben bereits ihre Gesellenstücke, die aus Eiche gefertigt wurden, in Ehrenplätzen in ihren Wohnungen untergebracht. Ihre Ausbilder, darunter Matthias Spehr, sind stolz auf die Ergebnisse und die Flexibilität der jungen Tischler. Nach zweieinhalb Jahren in einer Ausweichwerkstatt am Campus Duisburg konnten sie nur ein halbes Jahr in die neue Werkstatt in Essen ziehen. Trotz dieser Auflagen haben die beiden nicht nur ihr Handwerk erlernt, sondern auch wertvolle Erfahrungen, die sie in den Möbelbau einbringen möchten, da sie bis Ende des Jahres weiterhin für die UDE arbeiten werden.
Das Tischlerhandwerk bietet nicht nur die Möglichkeit zur kreativen Entfaltung, sondern auch diverse Karrierewege, wie handwerk.de verdeutlicht. So können Tischler beispielsweise als Gestalter im Handwerk tätig sein oder sich auf den Bereich Energieberatung spezialisieren. Der Weg zur Meisterin oder zum Meister eröffnet zudem neue Perspektiven und die Möglichkeit, ein Studium ohne Abitur zu beginnen.
Die Ausbildung in der Holzwerkstatt an der UDE ist ein Beweis für die Vielseitigkeit und Moderne des Tischlerhandwerks, das immer wieder frische Talente hervorbringt, die mit Kreativität und handwerklichem Geschick die Branche bereichern.
