Am 23. April 2026 hat die Universität Duisburg-Essen einen neuen Meilenstein in der Forschungslandschaft gesetzt. Prof. Dr. Katharina Glock hat die Professur für „Technische Logistik“ an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften übernommen. Mit ihrem Fokus auf die Optimierung logistiktechnischer Systeme, insbesondere zur Bereitstellung nötiger Waren im Krankenhaus und im Katastrophenschutz, spielt sie eine entscheidende Rolle in einer sich rasant verändernden Branche.
Dank des rasanten technologischen Wandels verändern sich logistische Prozesse und Systeme zunehmend. Glocks Vision ist es, intelligente Logistiksysteme zu entwickeln, die sich selbstständig an reale Situationen anpassen und auch in Krisensituationen zuverlässig funktionieren. Diese Notwendigkeit wurde besonders durch die Covid-19-Pandemie unterstrichen, die die Anfälligkeit globaler und regionaler Versorgungssysteme offenlegte, wie das Fraunhofer IML berichtet. Ein Beispiel für innovative Ansätze in diesem Bereich ist das Projekt „ResKriVer“, welches auf den Aufbau einer digital gestützten Plattform für Krisenvorsorge und -reaktion abzielt.
Die Zukunft der Logistik
Die Entwicklung neuer mathematischer Modelle zur Nachbildung realer logistische Prozesse am Computer ist ein zentrales Anliegen von Prof. Glock. Ihre Kombination von Modellen, Algorithmen und Simulationen soll helfen, logistische Prozesse ganzheitlich zu optimieren. In Verbindung mit den Entwicklungen im Projekt „ResKriVer“, das unter anderem auf die Echtzeit-Erfassung von Beständen und Bedarfen setzt, lässt sich eine zukunftsorientierte, resilientere Logistiklandschaft skizzieren. Die Plattform wird auch Künstliche Intelligenz nutzen, um knappe Güter prioritär zuzuweisen und transportlogistische Engpässe sichtbar zu machen.
Durch digitale Zwillinge, die eine Simulation von Lieferkettenstörungen ermöglichen, wird es möglich, Schlüsse aus einer Vielzahl von Szenarien zu ziehen. Dies führt wiederum zu prädiktiven und selbst anpassenden Systemen. Laut dem Fraunhofer IML stehen digitale Zwillinge im Zentrum von resilienten Netzwerken und ermöglichen die Analyse von Schwachstellen innerhalb der Lieferkette sowie das Testen alternativer Logistik- und Transportwege.
Ein starkes Bildungshintergrund
Prof. Glock bringt nicht nur ihre innovativen Ideen in die Universität, sondern auch einen beeindruckenden Bildungshintergrund mit. Ihr Studium im Wirtschaftsingenieurwesen am Karlsruher Institut für Technologie schloss sie mit Auszeichnung ab. Darüber hinaus sammelte sie internationale Erfahrung, unter anderem mit einem Diplôme am Institut polytechnique de Grenoble und einer Forschungsarbeit zu Tourenplanungsproblemen an der Monash University in Melbourne.
Mit einer so fundierten Expertise und dem klaren Ziel, logistische Systeme leistungsfähiger und nachhaltiger zu gestalten, erwarten wir spannende Entwicklungen von Prof. Glock und ihrer Forschungsgruppe. In Zusammenarbeit mit der Industrie und Gesundheitswesen plant sie bereits erste praktische Anwendungen ihrer Arbeiten. Die Zukunft der Logistik sieht vielversprechend aus und es bleibt abzuwarten, wie diese neuen Ansätze unser Verständnis von logistischen Prozessen revolutionieren werden.