Wie verändert künstliche Intelligenz die Arbeitswelt – und was bedeutet das für Menschen, die heute studieren oder ihre ersten Schritte ins Berufsleben machen? Mit diesen Fragen beschäftigen sich die Universität Duisburg-Essen (UDE) und die WirtschaftsWoche bei einer öffentlichen Diskussion in Essen. Der Abend trägt den Titel „Der Arbeitsmarkt der Zukunft: Gesellschaft, KI und Future Work“.

Am Montag, 16. November, geht es ab 18 Uhr um Berufsbilder, Arbeitsabläufe und Fähigkeiten, die auf dem Arbeitsmarkt künftig gefragt sein könnten. Auch die Vorbereitung junger Menschen auf Studium und Beruf steht auf dem Programm. Dazu kommt die Rolle der Hochschulen: Welche Kompetenzen müssen sie vermitteln, wenn sich Tätigkeiten und Anforderungen laufend verschieben?

Fünf Forschende, ein Science Slam

Zum Auftakt präsentieren fünf junge Forschende ihre Arbeit in kurzen Science-Slam-Beiträgen zur Arbeitswelt der Zukunft. Wer das Publikum beziehungsweise die Jury mit der überzeugendsten Präsentation erreicht, erhält einen Preis und darf anschließend an der Podiumsdiskussion teilnehmen. Ein bisschen Lampenfieber gehört bei so einem Format wohl dazu.

Auf dem Podium sitzen Prof. Achim Truger, Sozioökonom und Wirtschaftsweiser der UDE, sowie Prof. Andrea Herrmann, UDE-Expertin für Arbeit, Personal und Organisation. Mit dabei sind außerdem Franziska Müller-Rech, Abgeordnete des NRW-Landtags, und Inga Dransfeld-Haase, Unternehmens- und Arbeitsmarktexpertin. Moderiert wird der Abend von Kristin Rau, stellvertretende Ressortleiterin Management & Karriere bei der WirtschaftsWoche.

Fachkräfte, Wettbewerb und neue Anforderungen

Zur Sprache kommen auch der Fachkräftemangel und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Gerade für Studierende dürfte die Frage interessant sein, welche Kenntnisse später tatsächlich zählen – und wie viel davon Hochschulen vermitteln können, bevor sich die nächste technische Entwicklung ankündigt.

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Die Veranstaltung findet am Campus Essen in der Schützenbahn, Raum SH-601, statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich. Weitere Informationen stehen unter wiwi.uni-due.de/forschung/veranstaltungen/der-arbeitsmarkt-der-zukunft. Für den Science Slam gibt es eine eigene Anmeldung: Anmeldung zum Science Slam.

Was KI mit Arbeit macht – und was noch offen ist

Der Blick auf den Arbeitsmarkt bleibt dabei zwangsläufig beweglich. KI-Technologien entwickeln sich schnell und eröffnen zunehmend neue Anwendungsmöglichkeiten. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) untersucht deshalb, wie sich diese Technologien in der Arbeitswelt verbreiten und welche Folgen daraus entstehen können.

Im Mittelpunkt stehen unter anderem Beschäftigung und möglicher Arbeitsplatzabbau, Löhne, Qualifikationsanforderungen und Arbeitsqualität. Untersucht wird ebenso, wie sich bestehende Aufgaben verändern und ob zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Das IAB analysiert außerdem, in welchem Umfang künstliche Intelligenz Automatisierungspotenziale besitzt und Arbeitsplätze ersetzen könnte.

Ein weiterer Prüfstein sind automatisierte Entscheidungssysteme, etwa bei der Personalauswahl. Sie können Abläufe beschleunigen, zugleich aber möglicherweise Diskriminierungen begünstigen. Die Sonderseite des IAB bündelt dazu Publikationen und Projekte zum Thema „Arbeitsmarkt und künstliche Intelligenz“ in den Bereichen Aktivitäten, Publikationen und Projekte. Als Bildnachweis wird GamePixel/stock.adobe.com genannt.

Der von Bitkom bereitgestellte Studienbericht zur künstlichen Intelligenz enthält in der vorliegenden Fassung keine lesbaren Artikelinhalte, sondern technische PDF-Daten und komprimierte Binärdaten. Für die Diskussion an der UDE bleiben damit vor allem die Fragen, die sich nicht per Datei erledigen lassen: Was soll künftig automatisiert werden, was lieber nicht – und wer entscheidet darüber?