Didaktische Werkstatt in Erfurt: Studierende entdecken praktisches Lernen!
Am 15. Juni 2026 ging an der Universität Erfurt die Didaktische Werkstatt in eine neue Phase: Nach umfassenden konzeptionellen und räumlichen Anpassungen erstrahlt sie in neuem Glanz. Diese Wiedereröffnung bietet Lehramtsstudierenden die Chance, sich praxisnah zu erproben und eigene Projekte konkret umzusetzen. Damit wird die Verbindung von Theorie und Praxis im technischen Sach- und Schulgartenunterricht gestärkt – eine ideale Grundlage für die Ausbildung angehender Lehrerinnen und Lehrer.
Im Zentrum der Werkstatt steht ein handlungsorientiertes Lernkonzept. Hier können Studierende nicht nur theoretisches Wissen aneignen, sondern auch in experimentellen Settings erproben. Auf diese Weise soll das Verständnis für verschiedene naturwissenschaftliche und technische Disziplinen gefördert werden. Experimentelle Lernumgebungen spielen eine entscheidende Rolle im Sachunterricht. Die Werkstatt wird von Dr. Andreas Michael Raith betreut, der sicherstellt, dass die Teilnehmer optimal auf ihre zukünftigen Herausforderungen vorbereitet werden.
Vorbereitung auf das Lehrerleben
Ein weiteres Highlight der Didaktischen Werkstatt ist die Möglichkeit, verschiedene Unterrichtsmaterialien und Klassensätze zu nutzen. Ziel ist es, den Studierenden ein gutes Händchen für Methoden des entdeckenden Lernens zu vermitteln. Da der Sachunterricht oft als komplex wahrgenommen wird, unterstützt die Werkstatt die angehenden Lehrkräfte dabei, naturwissenschaftlich-technische Inhalte didaktisch aufzubereiten. Damit stellt sie einen wichtigen Baustein der Lehrkräftebildung an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät dar.
Dieser praxisnahe Ansatz ist nicht nur wichtig für das Werken im Unterricht, sondern auch, um Handlungspläne und -schemata zu entwickeln, wie sie von der nawitas.uni-koeln.de beschrieben werden. Durch bewusstes, planvolles Handeln in Problemsituationen lernen die Studierenden, strukturierte, bewegliche und übertragbare Muster zu bilden. Solches Handlungswissen ist nicht statisch; es bleibt offen für Weiterentwicklungen und ermöglicht eine fundierte Begriffsbildung.
Werte und Entscheidungen im Lernprozess
Ein weiterer Aspekt, der im Kontext der Didaktischen Werkstatt von Bedeutung ist, ist die aktive Aneignung von Werten. Wie die Plattform meine-bne.de aufzeigt, reicht es nicht aus, Werte lediglich zu vermitteln. Lernen erfordert die kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Wertesystem. Die Studierenden stehen im Alltag oft vor Entscheidungssituationen, die nicht nur kognitiv gelöst werden können. Der dabei entstehende emotionale Spannungszustand ist häufig entscheidend für die Werteinteriorisation. Dieser Prozess beschreibt, wie neue Werte schrittweise in das bestehende Wertesystem integriert werden, und spielt eine wesentliche Rolle in der Lehramtsausbildung.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Didaktische Werkstatt an der Universität Erfurt nicht nur ein Raum für praktisches Lernen ist, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung von Handlungskompetenz und Wertbewusstsein leistet, die für künftige Lehrkräfte unerlässlich sind. Durch diese Initiative wird die praxisorientierte Lehrkräftebildung weiter gestärkt und so die Grundlage für erfolgreiche Unterrichtserfahrungen gelegt.
