In der Welt der Wissenschaft tut sich etwas Spannendes! An der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) startet das Forschungsprojekt WILD-MAIDN, das sich intensiv mit der Materie der Materialwahrnehmung auseinandersetzt. Dieses ambitionierte Vorhaben wird mit einer Förderung von rund 4,8 Millionen Euro durch die Europäische Union, im Rahmen der Marie Skłodowska-Curie Actions (MSCA), unterstützt. Die JLU erhält davon etwa 580.000 Euro, um an der Schnittstelle zwischen Materialphysik und der menschlichen Wahrnehmung zu forschen.

Ein zentrales Problem der aktuellen Entwicklungen ist das Fehlen objektiver Methoden zur Messung der Materialwahrnehmung. Dies behindert nicht nur das ästhetische Design, sondern auch moderne Fertigungsprozesse. Die bestehenden Qualitätskontrollen basieren oft auf subjektiven Einschätzungen, die leicht zu Fehlern führen können. Das WILD-MAIDN-Projekt zielt darauf ab, objektive Messgrößen zu entwickeln, um präzise und automatisierte Produktionsmethoden zu ermöglichen. Dies ist besonders relevant bei der Herstellung ästhetisch anspruchsvoller Produkte wie Zahnersatz. Damit könnte das Projekt nicht nur das Design verbessern, sondern auch dazu beitragen, hochwertige und maßgeschneiderte Teile dezentral zu produzieren. Damit wird die Abhängigkeit von Lieferketten reduziert und ebenso der Energieverbrauch gesenkt.

WILD-MAIDN wird koordiniert von der Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität Norwegens in Trondheim und bringt Partnerorganisationen aus mehreren Ländern zusammen, darunter Deutschland, Dänemark, Schweden, Spanien, Frankreich und Großbritannien. Die MSCA fördern dabei eine internationale und interdisziplinäre Zusammenarbeit, die wie ein Katalysator für innovative Ideen wirkt.

Karriereentwicklungen im Fokus

Die Marie Skłodowska-Curie Actions stehen seit 1997 auf der Agenda der EU und haben sich zum Ziel gesetzt, exzellente Forschung in Europa zu fördern. Dabei spielt die Mobilität eine zentrale Rolle. Ansätze wie die Doctoral Networks, welche die Ausbildung von Doktorand*innen in Kooperation von akademischen und nicht-akademischen Einrichtungen unterstützen, sind besonders wichtig. Das Angebot reicht von individuellen Postdoktorand*innen, die an Gastinstitutionen ihre Forschungsprojekte realisieren, bis hin zu Staff Exchanges, die den Austausch von Mitarbeiter*innen in verschiedenen Institutionen fördern und neue Fähigkeiten entwickeln.

Das Budget für die MSCA über die Laufzeit von Horizon Europe (2021-2027) beträgt stolze 6,6 Milliarden Euro, was beweist, wie ernst es der EU mit der Stärkung der Forschung ist. Hier können hervorragende Forschungsideen aus allen Bereichen eingereicht werden, ohne dass es vorher festgelegte Themen gibt. Die Unterstützung durch Dienste wie KoWi, die Beratung und Feedback zu Anträgen anbieten, ermöglicht Wissenschaftler*innen, auf einfache Weise den Einstieg in die internationale Forschungslandschaft zu finden.

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Alles in allem zeigt das WILD-MAIDN-Projekt nicht nur, wie eng Theorie und Praxis in der Forschung miteinander verbunden sind, sondern auch den Wert von internationaler Zusammenarbeit. Die Entwicklungen in der Materialwahrnehmung könnten weitreichende Auswirkungen auf Design und Fertigung haben, was dieses Projekt zu einem wahren Vorzeigeprojekt innerhalb der MSCA macht.

Für mehr Informationen zum Projekt und den MSCA-Aktionen besuchen Sie die Uni Gießen, Uni Frankfurt und KoWi.