Ein herausragendes Ereignis steht vor der Tür: Der Fachbereich Psychologie und Sportwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen wird am Mittwoch, den 8. Juli 2026, die Kurt-Koffka-Medaille an Prof. Pascal Mamassian von der École normale supérieure in Paris verleihen. Diese Auszeichnung würdigt seine maßgeblichen Beiträge zur Erforschung der menschlichen Wahrnehmung, besonders in den Bereichen der Wahrnehmungsorganisation und Metakognition.

Prof. Mamassian gilt als einer der führenden Forscher auf dem Gebiet der visuellen Wahrnehmung. Die Verleihung findet um 16:15 Uhr im Hörsaal A2 des Philosophikums I statt, und im Anschluss an die Preisverleihung wird er einen Festvortrag halten. Während seiner Forschungen hat er untersucht, wie Menschen aus unvollständigen oder mehrdeutigen Sinneseindrücken eine stabile Wahrnehmung entwickeln, was in der psychologischen Gemeinschaft als bedeutend angesehen wird. Seine Arbeiten zeigen, wie Licht und Schatten die Wahrnehmung von Räumen, Objekten und Bewegungen beeinflussen.

Preisträger in der Tradition herausragender Wissenschaftler

Die Kurt-Koffka-Medaille wird seit 2007 an Wissenschaftler verliehen, die durch ihre Arbeiten einen entscheidenden Beitrag zur Wahrnehmungs- und Entwicklungspsychologie leisten. Benannt nach Kurt Koffka, einem Pionier der Psychologie, der von 1911 bis 1927 in Gießen lehrte, ist die Medaille ein Zeichen der Anerkennung für internationale Spitzenforschung. In der Vergangenheit wurde die Auszeichnung unter anderem an Prof. Edward (Ted) Adelson vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) verliehen, der für seine revolutionären Beiträge zum Verständnis der visuellen Wahrnehmung geachtet wird. Auch er hat maßgeblich zur Entwicklung des wissenschaftlichen Wissens in diesem Bereich beigetragen.

Mit einer Vielzahl von Publikationen und innovativen Forschungsansätzen hat Prof. Adelson, der an der Yale University studierte und an der University of Michigan promovierte, das Verständnis visueller Mechanismen stark beeinflusst. Erwähnenswert sind auch seine Beiträge zum „Motion Energy“-Modell und seine Forschung über die Wahrnehmung von Oberflächen, Texturen und Materialien. Als Fellow der American Academy of Arts and Sciences sowie Mitglied der National Academy of Sciences hat er sich einen Namen gemacht.

Für Presseanfragen oder weiterführende Informationen können sich Interessierte an Sandra Dorsch, Abteilungskoordinatorin, unter der Telefonnummer 0641 99-26102 oder per E-Mail an sandra.dorsch wenden.

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