Göttinger Sozialwissenschaftlerin gewinnt Preis für Migrantenforschung!
Was geschieht an der Universität Göttingen? In der Welt der Sozialwissenschaften wurde kürzlich ein bemerkenswerter Erfolg erzielt. Margherita Cusmano, eine herausragende Göttinger Sozialwissenschaftlerin, wurde mit dem Studienpreis der Körber-Stiftung ausgezeichnet. Diese Ehrung erhielt sie für ihre Dissertation „How Migrants View Economic Inequality: A Mixed-Methods Study in Germany“, welche den zweiten Preis in der Sektion Sozialwissenschaften gewann. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und zeichnet Nachwuchswissenschaftler für exzellente Arbeiten aus, die gesellschaftliche Relevanz aufweisen. uni-goettingen.de berichtet, dass diese Dissertation an der Universität Göttingen im Fach Soziologie verfasst wurde und sich mit der Wahrnehmung ökonomischer Ungleichheit durch Zugewanderte in Deutschland auseinandersetzt.
In ihrer Forschung verknüpft Cusmano Themen der Migrationsforschung und der Ungleichheitssoziologie. Diese Disziplinen sind besonders wichtig, um die vielschichtigen Erfahrungen von Migranten in einem zunehmend diversifizierten Deutschland zu verstehen. „Die Arbeit untersucht, wie Migranten ihre soziale Position wahrnehmen und welche Einflüsse dabei eine Rolle spielen“, so die Forscherin. Hierbei nutzt sie große Datensätze und kombiniert qualitative sowie quantitative Methoden, um tiefere Einblicke zu gewinnen.
Der komplexe Zusammenhang von Migration und Ungleichheit
Ein zentraler Aspekt in Cusmanos Dissertation ist das Zusammenspiel zwischen objektiven sozialen Positionen, wie sozialem Status und Klasse, und den subjektiven Wahrnehmungen dieser Positionen. Dies ist besonders relevant für Personen mit Migrationserfahrung, die oft mehrere nationale soziale Positionen in ihrem Lebenslauf aufweisen. Dies verdeutlicht, wie vielschichtig das Thema soziale Mobilität und die damit verbundenen Ungleichheiten sind. uni-osnabrueck.de hebt hervor, dass die Methodik von Mixed Methods dabei hilft, die subjektiven und objektiven Positionierungen von Migranten präzise zu erforschen.
Der Ansatz eröffnet neue Perspektiven auf die sozialen Strukturen und Herausforderungen, mit denen Migranten konfrontiert sind. Ziel ist es, den komplexen Nexus zwischen räumlicher und sozialer Mobilität sowie den damit verbundenen sozialen Ungleichheiten besser zu verstehen. Der methodische Beitrag von Cusmano könnte nicht nur für die Wissenschaft von Bedeutung sein, sondern findet auch in der politischen Diskussion über Migration und Integration große Beachtung.
Abschließend lässt sich sagen, dass Margherita Cusmano mit ihrer Dissertation nicht nur einen wertvollen Beitrag zur Sozialwissenschaft leistet, sondern durch die Auszeichnung auch eine breitere Anerkennung für die Relevanz dieser Themen in der Gesellschaft erfährt. Weitere Informationen über den Studienpreis und die ausgezeichneten Arbeiten sind auf der Website der Körber-Stiftung zu finden.
