Ein wichtiges Projekt zur Unterstützung von Kirchenmusiker:innen ist in vollem Gange: Der DOMuCat (Digital Organ Music Catalog) wird von den Kirchenmusikern der Universität Greifswald entwickelt, um die Suche nach geeigneter Orgelmusik für Gottesdienste und Konzerte zu revolutionieren. Die Initiative wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert und ermöglicht eine umfassende Erfassung und Aufbereitung von Orgelwerken, die auf die besonderen Anforderungen von Gottesdiensten abzielen. Die Fördersumme beträgt 12.500 Euro, die aus dem Digitalinnovationsfonds bereitgestellt werden.

Das Verzeichnis wird eine webbasierte Datenbank bieten, die nicht nur die Auffindung passender Werke erleichtert, sondern auch als Plattform für künftige Forschungsprojekte rund um Orgelmusik dienen soll. Geplant ist eine umfassende Erfassung von Komponisten und Werken, sowie detaillierte Informationen über Inhalt, Anlass und technische Anforderungen. uni-greifswald.de berichtet, dass das Verzeichnis auch Choralvorspiele zu evangelischen Wochenliedern und katholischen Hochfesten berücksichtigt.

Eine neue Ära für Kirchenmusiker:innen

Die digitale Plattform ist eine Antwort auf den hohen Bedarf an systematischen Hilfsmitteln für die Recherche von Orgelmusik. Durch die Möglichkeit, gezielt nach liturgischen Anlässen, Schwierigkeitsgraden und Komponist:innen zu filtern, werden Kirchenmusiker:innen aller Ausbildungsstufen unterstützt. Das Projekt ist ökumenisch ausgerichtet und wird von mehreren Fachverbänden unterstützt. Langfristig ist eine Erweiterung durch Nutzerbeteiligung geplant, sodass auch freie Orgelmusik und Bearbeitungen aus anderen Sprachräumen aufgenommen werden können, wie ekd.de hervorhebt.

Das Team des DOMuCat besteht aus erfahrenen Fachleuten, unter der Leitung von Prof. Dr. Matthias Schneider und Dr. Friedrich Kühn. Die technische Entwicklung erfolgt am Centre for Digital Music Documentation der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz. Unterstützt werden sie von Partnerinstitutionen wie der Gesellschaft der Orgelfreunde, der Musikhochschule Lübeck und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt/Main.

Forschung und Zukunft

In den kommenden drei Jahren wird das Projekt umfassend entwickelt, um eine technische Infrastruktur zu schaffen, die die Zusammenstellung von Nachweisen über Orgelmusik aller Gattungen, Epochen und Regionen ermöglicht. Die zum Einsatz kommenden Methoden beinhalten die Entwicklung standardisierter Erschließungsstrukturen sowie die Kuration von Daten durch das Centre for Digital Music Documentation. Die Datenbank soll zudem mit bestehenden Normdaten verknüpft werden, um ein zentrales System zur Erfassung sämtlicher jemals komponierter Orgelmusik zu schaffen, berichtet gepris.dfg.de.

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Die erstmalige Vorstellung des DOMuCat erfolgt am 6. Juni im Rahmen des Ostseeraum-Kolloquiums. Dies ist ein bedeutender Schritt, um die vielfältigen Möglichkeiten des Verzeichnisses zu präsentieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Kirchenmusiker:innen werden ab jetzt in der Lage sein, noch gezielter und einfacher die passende Musik für ihre kirchlichen Anlässe zu finden, was das Musizieren in Gottesdiensten wesentlich bereichern wird.