In der Welt der Krebsforschung sind innovative Ansätze gefragt, um die zelligen Grundlagen von Tumoren besser zu verstehen. Ein beeindruckendes Beispiel für solch bahnbrechende Arbeit ist die Forschung von Dr. Angelika Feldmann, die kürzlich mit dem Hella Bühler-Preis ausgezeichnet wurde. Diese anerkennende Auszeichnung wird an junge Wissenschaftler der Universität Heidelberg und an in Kooperation stehende Nachwuchsforscher vergeben und gehört zu den höchstdotierten Preisen in diesem Bereich in Deutschland. uni-heidelberg.de berichtet, dass …

Dr. Feldmann, die ihren akademischen Weg an der Universität Freiburg begann und ihre Promotion 2014 im Bereich Genetik am Friedrich Miescher Institute for Biomedical Research in Basel abschloss, erforscht die Mechanismen des „Enhancer Hijacking“. Dabei handelt es sich um einen Prozess, bei dem sich Enhancer, spezielle DNA-Regionen, die die Genaktivität steuern, mit Promotern verbinden, um Onkogene zu aktivieren. Dies geschieht oft, obwohl die enhanzierenden Regionen weit vom Promoter entfernt sind.

Forschungsschwerpunkt und Zusammenarbeit

In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Daniel Niopek vom Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie der Universität Heidelberg konzentriert sich Dr. Feldmann darauf, die transkriptionale Aktivierung von Onkogenen genauer zu verstehen. Ihre Forschung könnte entscheidend dabei helfen, unkontrolliertes Zellwachstum besser zu begreifen und eventuell neue Therapieansätze zu entwickeln. Es bleibt allerdings unklar, ob und wann physische Kontakte zwischen Enhancern und Promotern nötig sind, um eine fehlerhafte Genaktivierung herbeizuführen.

Um die verschiedenen Mechanismen der Genaktivierung zu beleuchten, analysiert Dr. Feldmann die molekularen Abläufe während der Entwicklung eines Organismus im Rahmen eines ERC-Projekts, das sie 2023 durch einen ERC Starting Grant des Europäischen Forschungsrates fördern konnte. Ihre umfangreiche Erfahrung, die auch eine Postdoktoratsforschung an der University of Oxford umfasst, trägt dazu bei, dass sie zielgerichtete und innovative Ansätze in der Krebsforschung verfolgt.

Einblicke in die Anwendung moderner Techniken

Um den Einfluss von Enhancern auf die Genaktivität weiter zu untersuchen, verwendete Dr. Feldmann auch moderne Techniken, wie im Artikel von nature.com beschrieben. Zu den verwendeten Methoden zählen unter anderem CRISPR-Techniken zur Hemmung von Enhancern sowie RNA-Seq und ChIP-Seq zur Analyse der Genexpression und der DNA-Veränderungen. Solche Methoden ermöglichen es, präzise Einblicke in die Wechselwirkungen zwischen Enhancern und Genen zu gewinnen und könnten letztendlich neue Wege zur Behandlung von Krebserkrankungen aufzeigen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Bei der Preisverleihung, die von der Rektorin der Universität Heidelberg, Prof. Dr. Frauke Melchior, eröffnet wurde, hielten auch andere Wissenschaftler wie der Neurologe Dr. Dr. Varun Venkataramani und die Doktorandin Laura Rueda Gensini ihre Erkenntnisse bereit. Die Laudatio auf Dr. Feldmann wurde von Prof. Niopek gehalten. Die Veranstaltung war nicht nur eine Auszeichnung für die Preisträgerin, sondern ein emotionalerer Moment für die gesamte wissenschaftliche Gemeinschaft.

Auf der Suche nach Antworten in der Krebsforschung ist der Beitrag von Dr. Feldmann ein Lichtblick. Es bleibt abzuwarten, welche neuen Erkenntnisse durch ihre Arbeit in der Zukunft gewonnen werden können und wie diese die Therapieansätze in der Onkologie verändern werden.