Fußballliebhaber in Deutschland blicken mit gemischten Gefühlen auf die bevorstehende FIFA-Weltmeisterschaft 2026. Eine aktuelle Umfrage der Universität Hohenheim zeigt, dass zwar viele die Nationalmannschaft als einen der Favoriten sehen, die Erwartungen sind jedoch alles andere als euphorisch. So rechnen lediglich circa 20 Prozent der Befragten mit einem Titelgewinn, während mehr als die Hälfte ein Ausscheiden spätestens im Viertelfinale prognostiziert. Die Studie fand im Zeitraum zwischen dem 24. April und 10. Mai 2026 statt und befragte 1.000 Personen in Deutschland.

Im Vergleich zu den glorreichen Jahren wie 2010 hat die Euphorie merklich nachgelassen. Deutschland führt zwar die Liste der Titelanwärter an, gefolgt von Spanien und Frankreich, die jeweils 19 und 18 Prozent ausmachen, doch selbst der amtierende Champion Argentinien wird nur von 4,7 Prozent als Favorit betrachtet. Fast 27 Prozent der Befragten glauben an einen Einzug ins Finale – ein Zeichen, dass Optimismus in der Luft liegt, jedoch durch Skepsis gedämpft wird.

Realität und Hoffnung

Eine parallele Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa ergab, dass nur acht Prozent der Deutschen ernsthaft an den Titelgewinn der DFB-Auswahl glauben. Darüber hinaus rechnen 27 Prozent mit einem Ausscheiden im Viertelfinale und 18 Prozent mit dem Erreichen des Halbfinales. Ein erneutes Aus scheiden in der Vorrunde halten fünf Prozent für möglich. Laut Forsa wurde die Umfrage durchgeführt, nachdem die deutsche Mannschaft kürzlich ein beeindruckendes 6:0 gegen die Slowakei in der Qualifikation erzielen konnte.

Die Öffnung der WM hin zu einem neuen Turnierformat mit mehr Mannschaften und zusätzlichen Show-Elementen löst bei den Fans Bedenken aus. Nur etwa 25 Prozent der Befragten erwarten positive Auswirkungen auf den Tourismus und die Wirtschaft der veranstaltenden Länder. Mit 20 Prozent sind die Erwartungen hinsichtlich eines anhaltenden Fußballinteresses in Nordamerika nur verhalten positiv.

Das Zuschauerverhalten

Was das tatsächliche Zuschauerverhalten während der WM betrifft, so planen 18 Prozent der Deutschen, die Spiele der Nationalmannschaft zu verfolgen. 15 Prozent möchten die meisten Spiele schauen, während interessant ist, dass nur drei Prozent all die Spiele live erleben wollen. Eine Umfrage von YouGov zeigt zudem, dass 60 Prozent der Zuschauer beabsichtigen, die Spiele allein zuhause zu verfolgen, während 46 Prozent mit Freunden gemeinsam schauen möchten.

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Die Bereitschaft, an Public-Viewing-Events teilzunehmen, bleibt gering, wobei gerade einmal 16 Prozent dies planen. Gründe für Desinteresse an der WM sind vielfältig: 16 Prozent geben generelles Desinteresse an, während neun Prozent die politische Situation in den USA als weiteren Grund anführen. Auch die unattraktiven Anstoßzeiten aufgrund der Zeitverschiebung werfen Schatten auf die Vorfreude.

Insgesamt bleibt das Meinungsbild zur WM 2026 also durchwachsen: Optimismus ist vorhanden, kommt jedoch nicht ohne eine Portion Skepsis und Kritik. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der Trend zur Resignation oder zur Begeisterung umschlägt.