Die Forschung rund um die Schafzucht erfährt derzeit einen frischen Wind. Ein aktuelles Projekt an der Universität Hohenheim untersucht, wie Merinoschafe widerstandsfähiger gegen Magen-Darm-Parasiten werden können. Das Forschungsprojekt sheepR3 zielt darauf ab, Tiere mit speziellen genetischen Merkmalen zu züchten, die sie resilienter gegenüber Infektionen mit Weideparasiten machen.

Der Fokus der Studien liegt nicht nur auf dem Verlauf der Infektionen, sondern auch darauf, wie stark die Genetik die Widerstandsfähigkeit einzelner Tiere beeinflusst. In Anbetracht der aktuellen Herausforderungen bei der Bekämpfung von Parasiten werden solche Forschungsansätze immer wichtiger. In der Schafhaltung sind Magen-Darm-Parasiten weit verbreitet und können erheblichen wirtschaftlichen Schaden verursachen.

Parasitenmanagement und Weidemanagement

Ein gutes Weidemanagement spielt eine zentrale Rolle bei der Vermeidung starker Parasiteninfektionen. Experten empfehlen, die Besatzdichte der Weiden zu reduzieren sowie gemischte oder alternierende Beweidungen mit anderen Tieren wie Pferden oder Rindern durchzuführen. Auch das Mähen von bereits bestoßenen Weiden trägt zur Gesundheitsförderung der Tiere bei, wie bioaktuell.ch erklärt.

Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf der Problematik der zunehmenden Resistenzen gegen gängige Entwurmungsmittel. Hohe Behandlungsfrequenzen, der Einsatz des gleichen Mittels und Unterdosierungen führen dazu, dass die Wirksamkeit nachlässt. Daher ist es ratsam, möglichst wenige Behandlungen durchzuführen und zwischen verschiedenen Entwurmungsmittelstoffklassen abzuwechseln. Kotproben können eine wertvolle Hilfe bei der Überprüfung der Wirksamkeit geben.

Beunruhigend ist, dass Studien zeigen, dass 20-30% der Schafe und Ziegen nur schwach mit Magen-Darm-Parasiten belastet sind. Das Nichtbehandeln dieser Tiere könnte helfen, die Wirksamkeit der Entwurmungsmittel zu erhalten. Der praktische Umgang mit parasitären Erkrankungen erfordert Fachwissen, da resistente Eltern zu Nachkommen führen, die nicht mehr auf den Wirkstoff ansprechen.

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Zusammenarbeit mit Fachleuten

Ein reibungsloses Parasitenmanagement sollte immer in Zusammenarbeit mit einem (Fach-)Tierarzt erfolgen. Nutztierhaltung.de betont, dass es unterschiedliche Haltungsformen gibt, die verschiedene Behandlungsstrategien erfordern. Dabei ist es entscheidend, die richtigen Entwurmungsmittel in ausreichender Dosierung zu verwenden, um Resistenzen vorzubeugen. Die regelmäßige Kontrolle des Kots ist必要, um die Effektivität der Strategie zu überprüfen.

Speziell für Schafhalter gibt es Unterstützung durch den Schafgesundheitsdienst der Bundesländer, der Kontakte zu Tierärzten mit spezifischem Schaf-Fachwissen vermittelt. In einer Zeit, in der gute Tiergesundheit maßgeblich für den Erfolg in der Schafhaltung ist, wird die Bedeutung solcher Ressourcen und der kontinuierlichen Forschung offensichtlich.

Ein weiterer Aspekt der aktuellen Entwicklungen ist der Stabwechsel in der Gleichstellungsarbeit an der Universität Hohenheim, wo Prof. Dr. Verena Hüttl-Maack am 1. April 2026 das Amt der Gleichstellungsbeauftragten von Prof. Dr. Ute Mackenstedt übernommen hat. Regina Rapp wird neue Gleichstellungsreferentin und Leiterin des Büros für Gleichstellung und Diversität.