TUM erreicht Platz 25 im THE-Weltranking 2027 und bleibt EU-Spitzenreiterin
Die Technische Universität München (TUM) steht im „World University Ranking 2027“ der Times Higher Education (THE) auf Platz 25 weltweit. Die Mitteilung dazu wurde am 30. September 2026 um 12:05 Uhr veröffentlicht. Für die TUM ist das ein weiterer Schritt nach vorn: Neben dem QS-Ranking gehört sie nun auch im THE-Ranking zu den 25 besten Universitäten der Welt.
In der Europäischen Union liegt die Münchner Universität in beiden Ranglisten auf Platz eins. Im QS World University Ranking hatte sie die Top-25-Gruppe bereits 2025 erreicht. Wer auf die Fachbereiche schaut, findet die TUM bei den Computerwissenschaften auf Platz 15, in den Naturwissenschaften auf Platz 19 und in den Ingenieurwissenschaften ebenfalls auf Platz 19.
Viele Maßstäbe, nicht nur ein guter Ruf
Das THE-Ranking stützt sich auf weltweite Befragungen zur Forschungs- und Lehrreputation, auf Publikationen pro Forschendem und Zitationen pro Publikation. Auch das Betreuungsverhältnis zwischen Lehrenden und Studierenden, eingeworbene Drittmittel aus der Wirtschaft, Patente und der Internationalisierungsgrad fließen ein. Ein ziemlich breites Messbesteck also.
Weitere Ergebnisse der TUM: Platz 13 im „Global Employability Ranking“, Platz 8 bei der Ausbildung von „Digital Leaders in Higher Education“ und Platz 13 im „Interdisciplinary Science Ranking“. UnternehmerTUM wird von der Financial Times als bestes Gründungszentrum Europas geführt.
Die Rangliste vergleicht forschungsintensive Hochschulen weltweit anhand von 17 Leistungsindikatoren. Gewichtet werden fünf Kernbereiche: Lehre und Lernumfeld mit 29,5 Prozent, Forschungsumfeld mit 29 Prozent, Forschungsqualität mit 30 Prozent, internationale Ausrichtung mit 7,5 Prozent und Industrie mit 4 Prozent.
Wie die Punkte zustande kommen
Im Bereich Lehre und Lernumfeld entfallen 15 Prozent auf die Lehrreputation, 4,5 Prozent auf das Verhältnis von Lehrpersonal zu Studierenden, 2 Prozent auf das Verhältnis von Doktoranden zu Bachelorstudierenden, 5,5 Prozent auf die Zahl der verliehenen Doktorgrade im Verhältnis zum akademischen Personal und 2,5 Prozent auf institutionelle Einnahmen. Die Academic Reputation Survey lief zwischen November 2025 und Februar 2026. Ihre Antworten wurden nach Fachgebieten und Ländern gewichtet, damit die globale Verteilung der Wissenschaftler abgebildet wird. Für 2026 wurden die Ergebnisse mit der Umfrage von 2025 kombiniert; mehr als 69.000 Antworten gingen ein.
Seit 2024 zählt zusätzlich, wie viele Institutionen Wissenschaftler beschäftigen, die für eine bestimmte Universität stimmen. Ein hoher Anteil an Doktoranden gilt als Hinweis auf hochwertige Lehre und die Ausbildung künftiger Wissenschaftler. Die Zahl der Doktorgrade wird nach Fächerstruktur normalisiert, institutionelle Einnahmen werden auf die Zahl der akademischen Mitarbeiter bezogen und nach Kaufkraftparität (PPP) angepasst.
Das Forschungsumfeld setzt sich aus Forschungsreputation mit 18 Prozent, Forschungseinnahmen mit 5,5 Prozent und Forschungsproduktivität mit 5,5 Prozent zusammen. Die Reputation stammt ebenfalls aus der Academic Reputation Survey. Forschungseinnahmen werden auf das akademische Personal bezogen, nach PPP angepasst und nach Fächerstruktur normalisiert, weil sich Forschungsgelder je nach Fach stark unterscheiden. Die Produktivität misst Veröffentlichungen in von Elseviers Scopus erfassten Fachzeitschriften pro Wissenschaftler; berücksichtigt werden dabei Hochschulgröße und Fachgebiet. Seit dem Ranking 2018 zählen auch Veröffentlichungen, wenn eine Hochschule für das betreffende Fach kein Personal ausweist.
Am stärksten gewichtet wird die Forschungsqualität. Ihre vier Bestandteile sind Zitationswirkung mit 15 Prozent, Forschungsstärke mit 5 Prozent, Forschungsexzellenz mit 5 Prozent und Forschungseinfluss mit 5 Prozent. Die Zitationswirkung misst die durchschnittliche Zahl weltweiter Zitate für Veröffentlichungen einer Hochschule. Elsevier stellte dafür 188,7 Millionen Zitate zu 19,9 Millionen Publikationen bereit. Einbezogen wurden Veröffentlichungen aus den Jahren 2021 bis 2025 sowie mehr als 29.100 aktive, von Scopus erfasste Fachzeitschriften; die Zitate stammen aus den Jahren 2021 bis 2026.
Damit Forschungsfächer nicht einfach gegeneinander verlieren, werden die Daten nach Fachgebiet normalisiert. Die Zitationswerte kombinieren zu gleichen Teilen eine länderbereinigte und eine nicht länderbereinigte Kennzahl. Forschungsstärke entspricht dem 75. Perzentil der feldgewichteten Zitationswirkung und beschreibt die typische Qualität der Forschung. Forschungsexzellenz zählt Veröffentlichungen im weltweit besten Zehntel der feldgewichteten Zitationswirkung; berücksichtigt werden Jahr, Fachgebiet und Personalzahl. Der Forschungseinfluss fragt, ob Veröffentlichungen von besonders einflussreichen Forschungsarbeiten zitiert werden – und schaut dabei nicht nur auf die Zahl der Zitate, sondern auch auf die Bedeutung der zitierenden Publikationen und fachspezifische Zitationsmuster.
Internationalität und Patente
Die internationale Ausrichtung ist mit 7,5 Prozent vertreten: Je 2,5 Prozent entfallen auf internationale Studierende, internationale Mitarbeiter und internationale Zusammenarbeit. Bewertet wird, wie gut eine Hochschule Studierende und akademisches Personal aus anderen Ländern anzieht. Für die Zusammenarbeit zählt der Anteil relevanter Veröffentlichungen mit mindestens einem internationalen Koautor. Verwendet wird derselbe Fünfjahreszeitraum wie bei der Forschungsqualität, normalisiert nach Fächerstruktur. Inzwischen wird auch die Bevölkerungsgröße des jeweiligen Landes berücksichtigt, weil internationale Mobilität in kleinen Ländern leichter sein kann.
Der Bereich Industrie macht 4 Prozent aus: 2 Prozent Industrieeinnahmen und 2 Prozent Patente. Industrieeinnahmen messen Forschungsgelder aus der Wirtschaft, angepasst an PPP und die Zahl der akademischen Mitarbeiter. Der Patentindikator wurde 2023 eingeführt. Gezählt werden Patente aus beliebigen Quellen, die Forschung der Hochschule zitieren; maßgeblich sind Patente, die zwischen 2021 und 2025 veröffentlicht wurden, nicht Forschungspublikationen aus diesem Zeitraum. Die Daten stammen von Elsevier. Neben internationalen und großen nationalen Patentämtern wurden inzwischen mehr als 100 Patentämter einbezogen, für den betrachteten Zeitraum sind 43 relevant. Der Indikator wird nach Fachgebiet gewichtet und an die Hochschulgröße angepasst.
Hochschulen stellen ihre institutionellen Daten bereit und bestätigen deren Verwendung. Fehlen Daten auf Fachebene, entstehen Schätzungen aus Gesamt- und verfügbaren Fachdaten. Nicht berechenbare Kennzahlen werden durch konservative Schätzungen ersetzt. Eine Hochschule wird dadurch nicht mit einem Nullwert bestraft, bekommt aber auch keinen Vorteil für fehlende Angaben.
Ranglisten sind keine exakte Waage
Für das Gesamtergebnis werden die unterschiedlichen Daten zunächst für jeden Indikator standardisiert und anschließend entsprechend ihrer Gewichtung kombiniert. Die Standardisierung basiert auf der Verteilung der Daten innerhalb des jeweiligen Indikators und einer kumulativen Wahrscheinlichkeitsfunktion. Bei den meisten Kennzahlen kommt eine Variante des Z-Scores zum Einsatz. Für Lehr- und Forschungsreputation, Forschungsexzellenz, Forschungseinfluss und Patente wird zusätzlich eine exponentielle Komponente verwendet.
Ausgeschlossen werden können Hochschulen, die keine Bachelorstudierenden unterrichten, weniger als 1.000 relevante Veröffentlichungen zwischen 2021 und 2025 und weniger als 100 pro Jahr haben oder deren Forschung zu mindestens 80 Prozent ausschließlich einem der 11 Fachbereiche zuzuordnen ist. Hochschulen mit dem Status „Reporter“ haben Daten geliefert, erfüllen aber die Voraussetzungen für eine Rangplatzierung nicht; sie können auf die Anzeige als „Reporter“ verzichten.
Die Schlüsselstatistiken stammen aus den Angaben der Hochschulen und beziehen sich, sofern nicht anders angegeben, auf das akademische Jahr 2024. „N/A“ bedeutet, dass eine Angabe nicht bereitgestellt wurde. Bei den angezeigten Daten steht „Studierende“ für die Zahl der Vollzeitäquivalent-Studierenden, das Studierenden-Personal-Verhältnis für das Verhältnis von Vollzeitäquivalent-Studierenden zu akademischem Personal in Lehre oder Forschung, „internationale Studierende“ für den Anteil der Studierenden aus dem Ausland und das Frauen-Männer-Verhältnis für das Verhältnis weiblicher zu männlichen Studierenden.
In der Ausgabe 2027 werden Ranggruppen detaillierter ausgewiesen. Für die besten 300 Hochschulen erscheinen genaue Rangplätze und Gesamtergebnisse; zuvor galt das für die besten 200. Bei den übrigen Hochschulen werden Ranggruppen und Gesamtergebnisse angegeben, weil geringe Punktunterschiede statistisch nicht signifikant sind. Präzise Ergebnisse für die fünf Bewertungsbereiche gibt es für jede gerankte Hochschule. Die Ranggruppen umfassen zunächst 25 Plätze, später 50, 100 und 200 Plätze. Insgesamt sind es 18 Gruppen – von 301–325 bis 2.001+, im Vorjahr waren es 11.
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